Landmaschinen im Donaumoos
Vor 50 Jahren blühte auch im Donaumoos die moderne Landwirtschaft auf. Das Donaumoos wurde weithin
als Kartoffelland bekannt.
Nach eineinhalben Jahrhundert wurde der große Traum des bayerischen Kurfürsten Karl Theodor Wirklichkeit. Er hatte das 20000 Hektar
große Moorgebiet zwischen Neuburg und Schrobenhausen mit viel Geld und Mühe in eine landwirtschaftliche Kolonie verwandeln lassen.
Erst als die Wissenschaft die Nährstoffe der schwarzen Erde analysieren konnte und die Nachkriegsindustrie die Landwirtschaft flächendeckend
motorisierte, kamen auch die Donaumoos-Bauern zu Wohlstand.
Sie kauften Schlepper und Kartoffelvollernter und entwickelten das Donaumoos zum Saatkartoffelanbaugebiet. Sie lieferten bald 1/3 aller in
Bayern gelegten Saatkartoffeln. Bei einem Zentnerpreis von bis zu zehn Mark für Kartoffeln und Handwerkerlöhnen von kaum einer
Mark in der Stunde florierte die Wirtschaft. Die Moosbauern wurden einmal reich.
Zum diesjährigen Museumsfest wollen wir an diese Zeit erinnern. Beim Schleppertreffen werden sich die Schlepper von damals präsentieren,
oft liebevoll restauriert: Lanz, Eicher, Güldner, Kramer und viele weitere. Eine Ausstellung im Museum gibt einen Überblick über
die Landmaschinen der 1950er Jahre im Donaumoos und die „historischen
Arbeiter“ des Freilichtmuseums werden das Mähdreschen, Miststreuen, Pflügen originalgetreu vorführen.
Ein Besuch lohnt sich. Das Museumsfest beginnt um 11.00 Uhr und dauert bis 17.00 Uhr. Wie in jedem Jahr ist auch für das leibliche Wohl
gesorgt.