Wo sich Schwabentöpfe und Cordon bleus gern ein Stelldichein geben
Beim Hennenwirt in Neuburg!
Jubiläums-Festwoche vom
3. – 8. Oktober
„Wer nichts wird, wird Wirt!, wird gelegentlich gern gelästert. Der häufige
Pächterwechsel in manchen Gasthäusern, Wirtschaften, Discos und Kneipen scheint
dies auch zu bestätigen. Deshalb kann man das Jubiläum der Familie Kunibert
und Petra Fieger schon fast als Seltenheit bezeichnen: Seit 25 Jahren führen
sie das Gasthaus Hennenwirt in der Nähe des Kolpinghauses in Neuburg.
In der Gastronomie aufgewachsen
Damit könnte der 52-Jährige, der die Liebe zur Gastronomie wohl schon mit der
Muttermilch eingesogen hat, in die Fußstapfen seiner Mutter Kunigunde Fieger
treten. Sie führte 40 Jahre lang als Chefin den heutigen Pfafflinger am Schrannenplatz.
Im Gaststättengewerbe aufgewachsen und dadurch bestens mit ihr vertraut, stand
sein Berufswunsch schon bald fest: Gastwirt.
Vom Fach
So besuchte er nach der Bundeswehr-Zeit die Hotelfachschule in Reichenhall und
betätigte sich anschließend im Pfafflinger. Nachdem dieser abgerissen wurde
und die Suche nach einem Pächter beim Hennenwirt anstand, beschlossen er und
seine Frau Petra, bis zum Neubau des Pfafflingers übergangsweise das gutbürgerliche
Lokal zu übernehmen.
Alteingesessenes Lokal 
Da es sich auch um ein alteingesessenes Lokal handelte, war bereits eine gewisse
Grundsubstanz an Gästen vorhanden. Nachdem diese zu einem ansprechenden und
netten Gästekreis ausgebaut wurde, entschieden sie sich für den Hennenwirt als
dauerhafte Bleibe. Die gutbürgerliche Küche und der bayerische Stil des Lokals
wurde beibehalten.
Über Hühnerleiter ins Bett
Mit Freunden, Bekannten und Stammgästen wurde die Gaststätte auf Vordermann
gebracht. Gerne erinnert sich Kunibert Fieger dabei an eine nette Begebenheit
während der Umbauphase: Nachdem weder Küche noch Treppenaufgang in der Wohnung
vorhanden waren, musste man jeden Tag nach Abschluss des Lokals über eine Hühnerleiter
in die Wohnung klettern.
Musste Quetsche lernen
Vom elterlichen Betrieb hat Kunibert Fieger auch die Liebe zur Hausmusik übernommen.
Sein Vater war begeisterter Musiker, der schon in den 50er Jahren – im heutigen
Pfafflinger – jedes Wochenende mit seinen Kameraden Haus- und Unterhaltungsmusik
pflegte. „Zu den musizierenden Freunden meines Vaters zählte auch der Knadler
Anderl und der Babel Schorsch, sowie ein Teil des Trachtenvereins, in dem er
Mitglied war“, erinnert sich Fieger. So kam, was kommen musste: Er musste auf
ausdrücklichen Wunsch seines Vaters Akkordeon lernen, das sich bestens in die
Haus- und Schrammelmusik einfügte und auch zum Oberkrainer Stil passte.
Hausmusik
am Wochenende
Als er und seine Frau Petra 1977 zum Hennenwirt wechselten, wurde die Unterhaltungsmusik
am Wochenende beibehalten. Gelegentlich kommt es auch heute noch vor, dass ein
gut gelaunter Gast selbst zum Instrument greift und in der familiären Atmosphäre
ein paar Stücke mitspielt.
Treffpunkt Stammtisch
Seit zwei Jahren trifft sich der Neuburger Skat-Club immer regelmäßig am Donnerstag
beim Hennenwirt. Aber auch die Neuburger Schiedsrichtergruppe schauen gern mit
ihren Austausch-Schiedsrichtern am Sonntag vorbei, um das Spielgeschehen zu
besprechen. Neben Gästen aus der Region kommen am Wochenende auch Besucher aus
München, Nürnberg und Regensburg, denn die Spezialitäten des Hauses, vor allem
der leckere Schwabentopf oder Cordon bleu, sind weithin bekannt. Und dazu das
leckere Herrenbräu-Bier......... mhhhhhh!
3 Generationen Gastronomie
Neben Ehefrau Petra (46 Jahre) gehören noch sein 23-jähriger Sohn (derzeit bei
der Bundeswehr), sowie die 18-jährige Tochter zur Familie. Sie bekam wohl die
„Gastronomie-Gene“ ihrer Eltern mit und macht derzeit eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau.
Mit dazu gehört selbstverständlich auch die inzwischen 88-jährige Mutter Kunigunde
Fieger, die trotz ihres hohen Alters gerne noch mithilft, wenn sie gebraucht
wird.
Dankeschön an Gäste
Ihr 25-jähriges „Hennenwirt“-Jubiläum wollen die bescheidenen Wirtsleute nicht
groß feiern. Als kleines Dankeschön an ihre treuen Gäste planen sie vom 3.-
8.Oktober eine Festwoche mit einem günstigen Mittagsmenü, sowie die Halbe Bier
für nur einen Euro. Ein Grund mehr, mit den sympathischen Jubilaren mitzufeiern!