Rechtzeitig daran denken: Winterreifen schützen vor der ersten Rutschpartie
Kaum
ist der erste Schnee gefallen, bleiben manche Autos einfach stehen oder rutschen
ungehindert über die glatte Fahrbahn. Grund für das sich jährlich wiederholende
Chaos: Viele Autofahrer wechseln zu spät auf Winterreifen oder meinen, mit ihrem
Sommerprofil durch den Winter zu kommen.
Mehr als ein Drittel der deutschen Autobesitzer
wechselt nicht zu Winterreifen. Während einige noch mit Ganzjahresreifen unterwegs
sind, bleiben immerhin 15 Prozent ganz bei ihren Sommerpneus. Gerade in den norddeutschen
Bundesländern und in den großen Städten wie Berlin, Hamburg und Bremen sehen offensichtlich
wenig Autofahrer einen Anlass zum Wechsel. So setzen zum Beispiel nur 25 Prozent
der Hamburger Pkw-Besitzer auf Winterreifen. Auch zeigen die Verkaufszahlen, dass
über 60 Prozent der Winterreifen erst im November montiert werden. Wenn der erste
Schnee fällt, ist es in der Regel zu spät. Schon Temperaturen unter sieben Grad
Celsius beeinträchtigen den Bremsweg von Sommerreifen erheblich.
Die
Temperatur macht den Unterschied
Die Bodenhaftung der Reifen ist nicht
nur von Regen oder Schnee abhängig, sondern auch von der Temperatur. Bei einer
Temperatur unter sieben Grad verhärten Sommerreifen und bieten nicht mehr genug
Haftung. Die Bremswege sind - so unabhängige Untersuchungen - deutlich länger
als bei Winterreifen. Denn diese verfügen über eine spezielle Gummimischung, die
auch bei Kälte elastisch bleibt. Außerdem haben sie ein besseres Profil und scharfe
Quer- und Längskanten für Glatteis und Schnee. Dem Autofahrer mit Sommerreifen
fehlen beim Bremsen auf kalten, nassen Straßen nicht selten entscheidende Meter,
um einen Unfall zu verhindern. Neben dem Schaden droht zudem Ärger mit der Kfz-Versicherung,
denn bei Unfällen mit falschen Reifen trifft den Fahrer eine Mitschuld.
Herbst: Zeit für den Wechsel
Die Wetterstatistik zeigt, dass die Temperaturen
bereits im Oktober regelmäßig unter sieben Grad fallen. Schon jetzt ist der Reifenwechsel
daher empfehlenswert. Wer noch alte Pneus im Keller hat, sollte darauf achten,
dass eine Profiltiefe von vier Millimetern nicht unterschritten wird - auch wenn
gesetzlich nur 1,6 Millimeter vorgeschrieben sind. Bei normaler Belastung sollte
man die Reifen nach vier Wintern austauschen