Der PsychoPATE - 1.Tag
1. Tag: “Heeh Alda heeh, i schwööa, bei da Inkondinenz
vo danna Omma..!!”
Nach 7 Jahren Langzeitarbeitslosigkeit hatte Franz Puff einen Traum. Zum ersten
Mal in seinem Leben war der Traum aber blanke Realität. Er hatte sich
verwandelt - er war plötzlich Francesco Mateo Bordello - der PSYCHOPATE
- komplett erleuchtet! Er hatte von oberster Stelle einen Auftrag erhalten
- er sollte die Welt verändern. Einen genauen Plan hatte er noch nicht.
Francesco zog sich seinen besten Anzug an, setzte sich in seine uralte Schrottlaube,
bei der der TÜV schon seit drei Monaten abgelaufen und machte sich auf
den Weg von Eichstätt nach Neuburg.
Auf halber Strecke, in Nassenfels,
fiel ihm ein: “Mensch Alda, isch habe vergessen zu putzen die Zähne...(?)” Kurzerhand
hielt der PSYCHOPATE beim Edekamarkt, ging hinein, suchte den Chef und sagte: “Säährwus
- haschd Du Zahnbasta und -bürschde für misch - isch schdeh draussen
auf Parkblads und muss Neuburg, weiss. Da kann isch ned schdinge...” Freundlich
wie der Chef war, zeigte er Francesco das richtige Regal und Bordello nahm
die teuerste Bürste von Dr. Best und eine Mint-Zahncreme. Da er aber
nicht weiter schlecht riechen wollte fragte er an der Kasse: “Habd ihr
au Tolledde oder so?” ..und so zeigte ihm die freundliche Kassiererin
die Mitarbeiter-Toilette. Francesco war es gewohnt beim Zähneputzen im
Garten herumzulaufen und so lief er während des Putzens im Supermarkt
herum und grüßte die Leute, denn er war erleuchtet: “Morga
Leude - weissu, hab’ isch vergesse pudse die Zähne. Isch mi wischdisch.”
Und
es war ihm wichtig. Nach dieser Aktion schwang sich der PSYCHOPATE wieder
in seine Rostlaube ohne TÜV und fuhr nach Neuburg. Kaum in der Blumenstraße
angekommen fiel ihm an seinen Schuhen auf, dass diese nicht geputzt waren.
Er nahm das erstbeste Haus und klingelte. Ein recht argwöhnischer Neuburger öffnete
das Fenster im ersten Stock und rief herunter: “Jo kruzefix, i hob’ d’ ganze
Nacht Schicht g’arbadd - was gibts’n?” Francesco antwortete
freundlich: “Du schau wie schdumbf Schuh sinn - haschd du Bürschde
zu Budsen?” Das machte beim Neuburger natürlich den Bock fett und
es würde den Rahmen sprengen diesen Monolog hier wiederzugegen. Bordello
sagte: “Du Scheff, kannst ja Bürschde nundaweffn - isch leg dann
auf Drebbe hin un erledischd - Danke!”
Um weiteren Komplikationen zu
entgehen machte der schwer arbeitende Neuburger dies und hatte seine wohlverdiente
Ruhe. Auch Bordello tat wie er versprach und hatte endlich glänzende
Schuhe. Sein Weg ging zur Kirche. Da er erleuchtet war, kniete er vor jeder
Kirche nieder und wartete auf ein Zeichen. In die Kirchen ging er nicht hinein,
denn es war schönes Wetter... In den Kirchen war es kalt und es waren
um diese Tageszeit nur ältere Damen in denselben. Draußen war es
schön und junge, zart duftende Täubchen benetzten seine Netzhäute.
Er war so lange unterwegs bis ihn der Hunger packte. Das Geld
in seiner Tasche reichte für den Chinesen, Mittagsmenü - kleiner Teller für
3,50 Euro - das geht. Beim Essen fiel Francesco die schlechte Stimmung des
Wirtes auf und er fragte nach dessen Gesundheit. Dieser erwiderte ihm, dass
er Kreislauf- und Herzprobleme hätte, aber nicht mit dem Arbeiten aufhören
könnte, da sonst sein Geschäft den Bach runterginge, und hintenrum
und wieder von vorn. Ähnlich wohl, wie viele Geschäftsleute dieser
Stadt, bei denen das Geschäft schon seit vielen Generationen schlecht
ginge... - das mag wohl an dem Umstand der Spezies “Einzelhändler” liegen...?
Und schon nahm der PSYCHOPATE das Heft in die Hand und bediente die Leute,
während sich unser Chinese ausruhen konnte.
Er machte seinen Job gut
- bis die Leute die Rechnung verlangten: “Wiso gibst bloss 20 Trinkengeld.
Isch will 2 Euren. Schau wie krank da Schinese is - un nu wega di - weilsd
jedde dag dahekommsch.” Nach viel Streit bekam aber der PSYCHOPATE sein
Geld, die Kunden waren verärgert, dem Chinesen ging es besser und so
ging es zur letzten Kirche - die Hofkirche. Hier verweilte Francesco Mateo
Bordello eine ganze Stunde betend in der Wiese... - bis ihn eine bildhübsche
junge Dame vom Kulturamt ansprach. “Ja, was machen Sie denn da?” Er
erwiderte: “Isch tu beten zu Herr, dass Du misch heiraden tusch. Also,
willst misch heiraden odda ned?”
Sind Sie auch beim nächsten Mal dabei - werden die beiden ein Paar? Oder
kriegt unser PSYCHOPATE einen Korb. Stimmen Sie doch einfach ab:
- PSYCHOPATE kriegt eine Abfuhr
- PSYCHOPATE geht mit bildhübscher Frau sofort zum Standesamt und
bestellt Aufgebot
- Bildhübsche Frau hat Verständnis, möchte mit Francesco
reden und ihm helfen
- Bildhübsche Frau bittet um 2 Tage Bedenkzeit!