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Roman Schiele – Geschäftsführer der Kliniken St. Elisabeth in Neuburg
Neuburg, 23.03.2019 - 09:39 Uhr
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Roman Schiele – Geschäftsführer der Kliniken St. Elisabeth in Neuburg

Vita: Schule - Realschule – Ausbildung am Amtsgericht – Abitur berufsbegleitend im 2. Bildungsweg am Abendgymnasium – Jurastudium + Krankenhaus-Betriebswirtschaft – Geschäftsführer - verheiratet, lebt mit Ehefrau, 4 Kindern, 2 Vögeln, 2 Hasen und einer Katze in Unterhausen.

Herr Schiele, Sie sind seit einem Jahr Geschäftsführer im Neuburger Krankenhaus. Was haben Sie vorher gemacht?

Ich bin seit rund 18 Jahren im Krankenhaus-Bereich tätig, habe in Stuttgart, Frankfurt, Cottbus, Erding, Augsburg und im Allgäu gearbeitet. Trotzdem habe ich fast immer in meinem Heimatort Unterhausen gewohnt und bin von dort aus jeden Tag gependelt, z.B. über 5 Jahre lang tagtäglich mit dem Auto nach Stuttgart. Das waren jeden Tag 5 Stunden, die ich nur im Auto gesessen bin. Deshalb war ich sehr froh, als sich im letzten Jahr die Möglichkeit ergab, in meinem Heimatkrankenhaus hier in Neuburg diese Aufgabe übernehmen zu können.

Was fällt in Ihren Aufgabenbereich?

Als Geschäftsführer der Kliniken St. Elisabeth bin ich verantwortlich für die wirtschaftliche und personelle Situation, die Zufriedenheit der Mitarbeiter/innen und für die strategische Zukunftsplanung. Wir sind nach dem Klinikum in Ingolstadt das größte Krankenhaus in der Region und zugleich Schwerpunktklinik für Kinder- und Jugendmedizin.

Welche Ziele haben Sie für die Zukunft?

Vor allem Bestandssicherung! Trotz der wirtschaftlichen Rahmenvorgaben durch die Politik wollen wir zukunftsfähig bleiben, indem wir mit den niedergelassenen Ärzten und den anderen Gesundheitseinrichtungen im Landkreis kooperieren.

Sehen Sie einen Unterschied zwischen der jetzigen Situation und der vor 10-15 Jahren?

Ja, die Zeiten sind eindeutig schwieriger geworden. Um nur ein Beispiel zu nennen. Seit 1977 gibt es im Gesundheitsbereich mehr als 46 Gesetzesänderungen mit mehr als 7000 verschiedenen neuen Paragraphen und Gesetzesvorgaben. Das Wirrwarr im Gesundheitswesen ist wahnsinnig schwierig und wir müssen uns von Tag zu Tag auf neue Gegebenheiten einstellen.

Wer kennt sich da überhaupt noch aus?

Wahrscheinlich nicht mal die Gesundheitsministerin! Aber wir versuchen, immer auf dem aktuellen Stand entsprechend den Vorgaben der Politiker zu sein und dies umzusetzen.

Wie groß sind die Kliniken St. Elisabeth?

Wir haben 330 Betten und mehr als 750 Mitarbeiter. Wir sind der zweitgrößte Arbeitgeber in der Stadt Neuburg und der größte Ausbildungsbetrieb mit über 100 Ausbildungsplätzen bei uns im Haus.

Das kostet sicherlich viel Geld?

Ja. Und wir brauchen auch viele Patienten, um wirtschaftlich arbeiten zu können! Zum Glück sind wir in der Region sehr angesehen. Das zeigt sich an den ständig steigenden Patientenzahlen in den letzten Jahren. Wir bekommen auch Rückmeldungen von Seiten der Patienten, dass sie mit uns sehr zufrieden waren. Wir sind dabei, uns immer weiter nach den Wünschen und Bedürfnissen der Patienten auszurichten und neue und gute Mediziner einzustellen. Ich bin überzeugt davon, dass viele Patienten, die bisher in große Kliniken nach München und Nürnberg gefahren sind, dies gar nicht tun würden, wenn ihnen bewusst wäre, welche hervorragenden Mediziner wir hier an unseren Kliniken in Neuburg haben und was medizinisch und pflegerisch alles geboten wird.

Sie haben in den letzten Jahren auch ziemlich in medizinische Geräte investiert?

Wir haben zwischenzeitlich eine Kooperation mit einer radiologischen Praxis am Hause und somit vermutlich den modernsten Magnet-Resonanz-Tomographen (Tomographie = Schichtaufnahmeverfahren) in der Region zur Verfügung; wir bieten auch Computer-Tomographie an. In nächster Zeit wollen wir uns mit den niedergelassenen Ärzten in der Region vernetzen, so dass man die Bilder direkt übermitteln kann und sie vom Schreibtisch des Arztes genauso einzusehen sind wie bei uns im OP.

Was planen Sie noch für die Zukunft?

Wir wollen unser Krankenhaus dahingehend ausrichten, dass wir auch präventiv arbeiten. Wir werden Sporttherapien anbieten, die Bevölkerung über Essstörungen, Nichtraucherschutz, Bewegungsmöglichkeiten und Fitness informieren, eng mit Sportvereinen zusammenarbeiten etc.......

Wie sehen Sie die zukünftige Situation in unserem Landkreis?

Nachdem unser Landrat Dr. Richard Kessler nicht mehr kandidieren wird, wird seine Nachfolge von großer Bedeutung sein. Von dieser Person wird sehr viel abhängen: wie sich unser Landkreis in der Zukunft entwickelt, vor allem auch die Krankenhäuser in Neuburg und Schrobenhausen - ob sie sich annähern und zusammenarbeiten oder nicht. Außerdem ist es wichtig, dass sich weitere Wirtschaftsbetriebe in unserem Landkreis ansiedeln, damit wir nicht mehr so sehr von der Monostruktur einzelner Großunternehmen abhängig sind.

Zurück zu Ihrer Person. Was war Ihr Traumberuf?

Ich komme aus der sportlichen und kirchlichen Jugendarbeit, wo ich früher viel gemacht habe und wollte schon immer einmal mit Menschen und Kirche zu tun haben. Erfreulicherweise hat sich das nun verwirklicht. Ich arbeite bei einem kirchlichen Träger, hab mit vielen Menschen zu tun und bin sehr glücklich darüber, etwas bewegen und im Landkreis ND-SOB arbeiten zu können. Damit ist mein Traum in Erfüllung gegangen!

Haben Sie Hobbys?

Ich bin bzw. war Fußballtrainer, habe jedoch aus Zeitgründen damit aufgehört. Aber der Fußball liegt mir immer noch am Herzen. Ich male gerne und wir werden auch bei uns an den Kliniken St. Elisabeth Kunstausstellungen und Vernissagen durchführen. Das ist ein Teil meiner Lieblingsbeschäftigungen. Mein größtes Freizeitvergnügen ist jedoch meine Frau und meine Kinder. Außerdem haben wir einen großen Garten. Garteln ist meine Leidenschaft!

Was ist Ihr Lieblingsgericht?

Süßspeisen! Ich koche gerne selber und esse leider zu viel davon, wie man sieht. Ich habe mir aber vorgenommen, in Zukunft wieder mehr Sport zu treiben.

Welche Wünsche haben Sie für die Zukunft?

Gesundheit für meine Familie und für mich. Und dass Frieden herrscht auf dieser Welt. Beruflich wünsche ich mir, dass die Bevölkerung in Neuburg und im Landkreis sich bewusst wird, dass sie mit den Klinken St. Elisabeth einen ganz wichtigen Partner haben und sie auch in wirtschaftlich immer schwieriger werdenden Zeiten zu uns stehen. Ansonsten wünsche ich allen Gesundheit, damit sie nie ins Krankenhaus müssen!

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