brennessel Magazin Online - seit 1995
Sandra Andritschke: Kreisgeschäftsführerin des VdK ND-SOB
Neuburg, 10.12.2018 - 15:50 Uhr
spacespacespace
men_links_top
men_left_bottom
men_links_top
Die Koepfe der Region exclusiv auf brennessel.com In kontinuierlich aktualisierten Nachrichtenquellen suchen
men_left_bottom
men_links_top
men_left_bottom
men_links_top

  werbung:

men_left_bottom


Sandra Andritschke: Kreisgeschäftsführerin des VdK ND-SOB

Vita: geboren und aufgewachsen in Neuburg – Besuch des Descartes-Gymnasiums – Medizinstudium (4 Semester einschließlich Physikum)– Leiterin der Dialyseabteilung im Kreiskrankenhaus SOB GmbH – berufsbegleitendes Studium zur Krankenhaus-Betriebswirtin – seit ca. 1 Jahr Kreisgeschäftsführerin des VdK-Kreisverbandes ND-SOB.

Der VdK ist eine große und bekannte Organisation, die deutschlandweit tätig ist. Wie ist er strukturiert?
Der Landesverband und der Bezirksverband haben ihren Sitz in München. Dort laufen auch alle Fäden zusammen. Der Landesverband ist in Kreisverbände gegliedert. Unser Kreisverband ND-SOB, der vor kurzem sein 4.000stes Mitglied aufgenommen hat, besteht wiederum aus 13 Ortsverbänden. Auf diese Weise ist der VdK deutschlandweit flächendeckend präsent.

Welche Ziele und Aufgaben hat der VdK?
Der VdK entstand vor 60 Jahren. In der Nachkriegszeit hat er sich um die Kriegsopfer- und -witwen gekümmert. In Anbetracht der sich wandelnden sozialen Probleme änderten sich im Laufe der Zeit auch seine Tätigkeitsfelder. Jetzt kümmert sich der VdK um alle Angelegenheit, die im Sozialgesetzbuch stehen. Unsere Haupttätigkeit ist, als Wegweiser für Menschen zu fungieren, die krank, behindert oder unschuldig arbeitslos geworden sind. Wir wollen Hilfe zur Selbsthilfe geben. Wir bieten unseren Mitgliedern auch den Service, dass wir in Rentenangelegenheiten, bei Schwerbehinderung und im Bereich Pflege ihre Rechte bei den einzelnen Sozialleistungsträgern durchboxen. Das geschieht entweder in Form eines Antrags, Widerspruchs und wenn es nicht anders geht, vertreten unsere erfahrenen VdK-Juristen unsere Mitglieder bis hin zum Sozialgericht.

Helfen Sie auch Nicht-Mitgliedern bei Problemen?
Wir beraten auf jeden Fall. Wenn wir jedoch schriftlich tätig werden müssen, ist eine Mitgliedschaft Voraussetzung. Die kann man für 5 Euro im Monat erhalten. Die gesamte Existenz des VdK beruht auf einer Art „Solidarprinzip“. Jeder kann sich vorstellen, dass man für 5 Euro im Monat keine Klage durchboxen kann, weil diese ja wesentlich mehr kostet. Viele Mitglieder sind jedoch aus reinem Idealismus dabei. Sie wollen mit ihrem Beitrag hilfsbedürftigen Menschen helfen. Und so können wir uns erlauben, auch mal ein Nicht-Mitglied zu beraten.

Wie finanziert sich das Ganze?
Nur aus Mitgliedsbeiträgen.

Wo gibt es in unserer Region Niederlassungen des VdK?
Ratsuchende finden in jeder Stadt eine VdK-Geschäftsstelle. In Neuburg ist sie im Geriatriezentrum, Bahnhofstr. B107, 3. Stock, Tel. 08431/ 41029 und in Schrobenhausen in der Regensburger Str. 5, Tel. 08252/7637. (Anmerkung d. Redaktion: Eichstätt gehört zum Kreisverband IN-EI. Geschäftsstellen sind in Ingolstadt, Auf der Schanz 39, Tel. 0841/ 33308 und in Eichstätt, Osten Str. 23, Tel. 08421/2602).

Wie viele Beschäftigte hat der Kreisverband ND-SOB?
Außer mir als Geschäftsführerin gibt es eigentlich nur zwei fest angestellte Mitarbeiterinnen: Regina Braschke in Neuburg und Renate Büchl in Schrobenhausen. Alles andere bewerkstelligen die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter und unser ehrenamtlicher Kreisvorsitzender Ludwig Baumgartner. Der Landesverband Bayern hat 525.000 Mitglieder und damit mehr Mitglieder als alle politischen Parteien zusammen. Hohe Mitgliedszahlen stärken den VdK und seine sozialpolitische Durchsetzungsfähigkeit. Somit trägt jedes Mitglied auch dazu bei, den Sozialabbau zu stoppen.

Die Lebensunterhaltskosten steigen, die Sozialleistungen sinken. Die finanzielle Lage vieler Menschen wird immer schlechter. Wie sehen Sie das Ganze?
Genau diese Situation treibt dem VdK die Mitglieder zu! Wir nehmen täglich neue auf! Ich hoffe, dass dieser viel beschworene wirtschaftliche Aufschwung die Politiker nun dazu bewegt, neue Modelle zu entwickeln - wie etwa der geplante Zuschuss für Geringverdiener - um die Leute wieder aus Hartz IV herauszubekommen. Da setze ich große Hoffnungen darauf!

Viele Rentner leben an der Armutsgrenze und das in einem reichen Land wie Deutschland!
Häufig kommen Mitglieder mit ihrem Rentenbescheid zu mir und fragen, wie sie davon leben sollen. Unser Rentensystem basiert auf der gesetzlichen Rente, einer betrieblichen Rente und der eigenen Vorsorge fürs Alter. Das große Problem ist: Die gesetzliche Rente ist umlagefinanziert, d.h. Arbeitnehmer zahlen mit ihren Beiträgen stets die Rente der Ruheständler. Und der demographische Faktor, also die Überalterung der deutschen Bevölkerung, geht jetzt erst richtig los! Deshalb appelliere ich dringend an alle, frühzeitig selbst – falls dies finanziell irgendwie möglich ist - für das Alter vorzusorgen!

Bei all den vielen Schicksalen und Problemen, mit denen Sie konfrontiert werden: Wie sehen Sie Ihre tägliche Arbeit?
Es ist anstrengend, weil es so vielseitig ist. Aber genau das gefällt mir wiederum. Einerseits der direkte Kontakt mit den Menschen und ihren Problemen, andererseits die Phasen, in denen ich ganz theoretisch arbeite. Das ist eine gute Mischung. Von meinem Naturell her lade ich beim Kontakt mit Menschen sozusagen Energie auf.

Wie sind Sie zum VdK gekommen?
Als meine Vorgängerin in Altersteilzeit ging wurde die Stelle ausgeschrieben. Ich habe mich beworben und wurde genommen.

Erzählen Sie uns, was Sie vorher gemacht haben?
Nach dem Besuch des Descartes-Gymnasium in Neuburg habe ich ein paar Semester Medizin studiert, bin dann aber in die Krankenpflege eingestiegen. Ich habe im Schrobenhausener Krankenhaus die Dialyseabteilung geleitet und mich in Form eines berufsbegleitenden Studiums zur Krankenhaus-Betriebswirtin weitergebildet. Ein Hauptteil des Studiums bestand aus dem Sozialrecht und so hat sich das hier ergeben, worüber ich sehr glücklich bin.

Nun zu Ihnen privat: Sind Sie verheiratet? Haben Sie Familie, Hund und Katze?
Nein, leider nicht. Ich wollte und will mich erst mal meinen beruflichen Aufgaben widmen.

Welche Ziele und Wünsche haben Sie für die Zukunft?
In beruflicher Hinsicht will ich die Existenz und die Bedeutung des VdKs noch weiter forcieren. Da wir ein großer Verband mit vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern sind, möchte ich noch mehr Menschen dafür gewinnen, die die wichtigen Aufgaben des VdK ein bisschen weiter tragen, indem sie kleine Aufgaben übernehmen. Manchmal hat man schon den Eindruck, dass sich die Leute aus dem ehrenamtlichen Bereich eher zurückziehen. Ich möchte sie aber dafür motivieren. Persönlich wünsche ich mir mehr Zeit, um mich körperlich fit halten zu können.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Oft lese ich zuhause noch berufliche Fachinformationen. Am liebsten erhole ich mich in der Natur, egal wie z.B. mit Joggen im Englischen Garten. Ansonsten höre ich gerne Musik, um zu entspannen oder treffe gelegentlich Freunde. Ich freue mich auf jeden Segelurlaub, denn das ist eine ganz tolle Möglichkeit, die Seele baumeln lassen zu können und der Natur nahe zu sein.

Was haben Sie noch auf ihrem Herzen?
Ich wünsche allen Menschen Glück und dass die Alltagsroutine bei Ihnen nicht überhand nimmt, sondern immer ein bisschen Abwechslung mit dabei ist.

men_right_top
men_right_bottom
men_right_top

Wetter in Neuburg:

Temperatur: 2.7°
Leichte Regenschauer

Windgeschw. : 6.4
Luftfeucht. : 96%

Mehr Wetter

men_right_bottom
men_right_top

Zufallsbild aus der Gallerie:

men_right_bottom
men_right_top
 

Umfrage:

 
Wie finden Sie es, dass GB nicht mehr in der EU ist?

 Gut
 nicht gut
 ist mir Egal


men_right_bottom
men_right_top
men_right_bottom
men_right_top

Linkempfehlungen:

men_right_bottom
men_right_top

Spruch des Moments:


men_right_bottom
men_right_top

men_right_bottom
 

Sandra Andritschke: Kreisgeschäftsführerin des VdK ND-SOB.

zurück nach oben

 
copyright (c) 1998-2018 texte&bilder&informationen ausser eigens vermerkt: brennessel magazin, neuburg