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Alzheimer - Demenz
Neuburg, 23.02.2020 - 01:36 Uhr
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Alzheimer - Demenz

Viele Menschen glauben, Demenz treffe nur die anderen. Das ist ein Irrtum. In Deutschland gibt es schätzungsweise insgesamt 1,2 Millionen Demenzkranke. Durch den demografischen Wandel wird es in Zukunft immer mehr Demenzkranke geben. Bis zum Jahr 2020 wird ihre Zahl voraussichtlich auf 1,7 Mio steigen, bis 2050 sogar auf mehr als 2 Mio, außer bei Prävention und Therapie gelingt endlich ein Durchbruch.

Was ist Demenz?
Medizinisch versteht man unter Demenz eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns, bei der so wichtige Aufgaben wie das Gedächtnis, das räumliche Orientierungsvermögen oder auch die Sprache zunehmend schlechter funktionieren. Die wörtliche Übersetzung aus dem Lateinischen lautet "ohne Geist sein" und verdeutlicht, was mit dem betroffenen Menschen tatsächlich passiert: Er verliert die Kontrolle über sein Denken und damit über sich selbst. Auch die Persönlichkeit des Erkrankten leidet. Dadurch ändern sich auch sein Verhalten und seine grundlegenden Wesenseigenschaften.

Umgang mit Demenz-Kranken
Die Pflege eines Demenz-Patienten ist für die betreffenden Menschen, seien es Familienangehörige oder professionelle Pflegekräfte, mit erheblichen Belastungen verbunden. Nicht selten schlägt sich dies in einer erhöhten Anfälligkeit für seelische und körperliche Erkrankungen bei den pflegenden Personen selbst nieder. Versuchen Sie krankmachende Verhaltensweisen bei der Pflege von Demenz-Patienten zu vermeiden. Nicht zuletzt hilft das wiederum auch dem Patienten selbst. Denken Sie immer daran, dass alle auftretenden Verhaltensänderungen vom Kranken nicht willentlich gesteuert werden, sondern immer Folge einer organischen Störung im Gehirn sind. Der Patient will Sie also nicht absichtlich ärgern oder provozieren. Er kann einfach nicht anders!

Wie Sie dem Patienten helfen können
Haben Sie Verständnis dafür, dass der Kranke in seiner eigenen Welt lebt. Ermöglichen Sie es ihm, seine Gewohnheiten beizubehalten. Sorgen Sie für eine überschaubare und gleich bleibende Umgebung und einen beständigen Tagesablauf mit festen Regeln, an denen sich der Kranke orientieren kann. Sprechen Sie möglichst in kurzen, einfachen Sätzen mit dem Patienten und unterstreichen Sie das Gesagte mit Mimik, Gesten und Berührungen. Nehmen Sie die Gefühle des Kranken ernst. Vermeiden Sie sinnlose Diskussionen und unnötigen Streit. Reagieren Sie möglichst gelassen auf Gefühlsausbrüche des Kranken und zeigen Sie Verständnis für seine Situation. Behandeln Sie den Demenz-Kranken nicht wie ein unmündiges Kind, bewahren Sie Respekt vor seiner Person. Achten Sie auf das körperliche Wohlbefinden des Patienten. Dazu zählen die Körperpflege, eine gesunde Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr genauso wie regelmäßige Besuche beim Zahnarzt. Nutzen Sie die verbliebenen Fähigkeiten des Kranken und beschäftigen Sie ihn sinnvoll. Beziehen Sie den Kranken so weit wie möglich in die täglichen Abläufe mit ein, damit er ein Gefühl des Dazugehörens bekommt. Sprechen Sie ab und zu auch mal ein Lob aus. Aber überfordern Sie den Demenz- Patienten nicht, da dies zu Angst und Zorn führen könnte.

Frühzeitig Hilfsangebote annehmen
Sie sollten nicht versuchen, alle Probleme bei der Pflege eines Demenz-Kranken selbst lösen zu wollen. Irgendwann werden auch Ihre Kräfte erschöpft sein. Nehmen Sie stattdessen lieber frühzeitig alle Hilfsangebote an, die Ihnen die Pflege erleichtern können. Professionelle Unterstützung finden Sie bei Sozial- und Pflegediensten, Ärzten, Tagespflegestationen und Tageskliniken. Auch der Austausch von Erfahrungen mit anderen Betroffenen kann helfen. Wichtig ist: Der Pflegende sollte immer auch seine eigene Gesundheit und sein Wohlbefinden im Auge behalten. Sorgen Sie für regelmäßige Erholungspausen, in denen Sie sich um sich selbst kümmern. Denn nur ein gesunder und zufriedener Pfleger kann auf Dauer auch eine gute Pflege leisten.

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