Schlaganfall: Jede Minute zählt
Alle zweieinhalb Minuten erleidet ein Mensch in Deutschland einen Schlaganfall. Jeder fünfte Betroffene stirbt innerhalb der ersten vier Wochen an den Folgen, jeder dritte behält Lähmungen, Sprachstörungen oder andere Folgen zurück. Wie ernst diese Folgen sind, hängt von der rechtzeitigen Diagnose und Therapie ab. Jede Minute zählt!
Warnzeichen
Ein Schlaganfall kommt keineswegs aus heiterem Himmel. In den meisten Fällen treten im Vorfeld typische Warnzeichen auf: Sehstörungen wie Flimmern vor einem Auge bis hin zu kurzzeitiger Erblindung oder Sehen von Doppelbildern. Vorübergehende Sprachstörungen. Erstmalig und plötzlich auftretender, überaus starker Kopfschmerz. Kribbeln oder Taubheit in Armen oder Beinen bis hin zur kurzzeitigen halbseitigen Lähmung. Drehschwindel oder unsicherer Gang.

Erste Maßnahmen
Bei Auftreten eines oder mehrerer dieser Alarmzeichen zählt jede Minute! Wählen Sie sofort die 112 und rufen Sie den Rettungsdienst an. Der Versuch, erst den Hausarzt, einen Wochenenddienst oder Angehörige telefonisch zu erreichen, verschenkt wertvolle Zeit! Bis der Rettungswagen eintrifft, helfen die folgenden Maßnahmen: Fenster öffnen (Sauerstoff). Beengende Kleidung lockern, um das Atmen zu erleichtern. Zahnprothese aus dem Mund nehmen, um die Atemwege frei zu halten. Auf keinen Fall etwas essen oder trinken lassen (Bei Schluckbeschwerden droht Ersticken!). Bei Bewusstlosigkeit laufend Herzschlag und Atmung kontrollieren, den Betroffenen in die stabile Seitenlage bringen. Wenn der Arzt eintrifft, informieren Sie ihn kurz über die Symptome des Patienten, den Beginn der Beschwerden und Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Herzkrankheiten oder Zuckerkrankheit.