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Das Internet
Neuburg, 27.03.2017 - 04:40 Uhr
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Das Internet

Alles begann damit, dass am 29.Oktober 1969 einige Studenten unter der Leitung des Informatikprofessors Leonard Kleinrock zusammenkamen und versuchten, ihren kühlschrankgroßen Rechner in Los Angeles mit einem ebenfalls kühlschrankgroßen Rechner im 500 Kilometer entfernten Stanford zu verbinden. Man beabsichtigte das Wort „Login“ einzuwählen. Kleinrock erinnert sich: „Wir tippten das ‚L‘ ein und fragten am Telefon: Seht ihr das ‚L?‘. Oh ja, wir sehen es. Man tippte das ‚O‘ ein. Seht ihr das ‚O?‘. Ja, wir sehen es?. Dann tippten wir das ‚G‘ ein – und der Computer stürzte ab.“

Doch dieser erste Misserfolg war bald verwunden. Innerhalb weniger Monate schlossen sich auch die Universitäten in Santa Barbara und Utah an. Der Grundstein für eine Entwicklung, welche die Welt möglicherweise mehr revolutioniert hat als der Buchdruck, war gelegt. Anstoß zur Entwicklung des Internet hat übrigens die russische Raumfahrt gegeben. Der US-Präsident Dwight D.Eisenhower konnte es nur schwer verwinden, dass es der Sowjetunion 1957 gelungen war mit Sputnik als erstes Land der Welt einen Satelliten in den Weltraum zu senden. Er gründete die Forschungseinrichtung ARPA (Advanced Research Projects Agency), welche die Grundlagenforschung an amerikanischen Universitäten forcieren sollte. Das Internet ging aus dem im Jahr 1969 entstandenen ARPANET hervor, einem Projekt, das die knappen Rechenkapazitäten sinnvoll nutzen wollte, indem sie sie untereinander verband. In den siebziger Jahren kamen die Kommunikationstechniken für E-Mail und TCP/IP hinzu, so dass sich mehrere Netzwerke zusammenschließen und das Internet bilden konnten.

Die Begriffe Internet und World Wide Web, die Im Sprachgebrauch häufig gleichgesetzt werden, sind übrigens keineswegs dasselbe. Das www wurde im März 1989 von dem Informatiker Tim Berners-Lee am Genfer Institut für Teilchen Physik (Cern) aus der Wiege gehoben. Das Internet ist ein weltumspannendes Netz von vielen einzelnen Computernetzwerken. Diese werden erst durch Dienste wie E-Mail, Chat, Dateiübertragung oder Internettelefonie zum Leben erweckt. Einer dieser bekanntesten Dienste ist eben das Word Wide Web, das die Übertragung von Webseiten ermöglicht, zu dessen Nutzung man einen Browser wie z.B. den Internet Explorer, Moziall Firefox, Safari oder Opera benötigt.

Da das Internet – anders als das Telefon - ein dezentrales Netz mit vielen kleinen Verbindungsknoten ist, gibt es auch keinen Hauptschalter, womit man es so ohne weiteres abschalten könnte – wenngleich sich dies heutzutage vielleicht so manch einer wünscht (vermutlich nicht zuletzt Bettina Wulf, die das Weltnetz in letzter Zeit als schwer rufschädigend erlebte). Aber für uns alle birgt das Netz nicht nur Vorteile, sondern auch Gefahren. Es ist zum Beispiel sehr bequem im Internet zu shoppen, doch gleichzeitig laufen wir Gefahr, dass uns das Internet ans heimische Sofa fesselt und unsere Innenstädte veröden. Zudem müssen wir uns der gewaltigen Datenströmen kommerzieller Anbieter erwehren. Verbindet das www die Menschen in Frieden und Freundschaft, oder ist es vorrangig ein Kanal für Pornobilder, Verschwörungstheorien und politischen Extremismus? Hierzu lieferte uns das Video „The Innocence of Muslims“ jüngst ein beredtes Beispiel. Ist das Netz ein Motor der Globalisierung oder animiert es zum „Kampf der Kulturen“ und zum Terrorismus? Wird die zwischenmenschliche Kommunikation gefördert, oder isoliert das Netz zahlreiche Menschen von einem lebendigen Kontakt mit der Außenwelt? Eröffnet uns das Internet einen freien Zugang zu Kunst und Kultur, oder verletzt es das Urheberrecht? Verlockt das www zum intimen Netzgeflüster, oder werden wir durch soziale Netzwerke wie Facebook oder MySpace zum gläsernen Menschen?

Vermutlich trifft alles irgendwie zu. Das Internet wird jedenfalls weiterhin unser Leben bestimmen. Wir sollten dabei nur aufpassen, dass es uns nicht so ergeht wie Goethes Zauberlehrling, der sie nicht mehr loswurde – die Geister, die er rief.


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