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Pleitewelle in Deutschland
Neuburg, 24.05.2012 - 19:33 Uhr
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Pleitewelle in Deutschland

Eine Pleitewelle überrollt ganz Deutschland. Besonders hart trifft es derzeit den Freistaat. Im ersten Quartal 2002 erhöhte sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast 28 Prozent auf 1236. Dabei zeigen die Beispiele Kirch Media und Fairchild Dornier, dass die Krise selbst vor etablierten Großfirmen nicht Halt macht.

Besonders gefährdet: Kleine Familienbetriebe
Da sie leichter Opfer zahlungsunwilliger Kunden werden, sind kleine Familienbetriebe besonders gefährdet. Wer eine Insolvenz vermeiden will, muss frühzeitig Krisenzeichen erkennen. Dazu ist es notwendig, kontinuierlich die Situation des Unternehmens zu kontrollieren, Probleme nicht unter den Tisch zu kehren, sondern schonungslos zu analysieren, um effektiv gegensteuern zu können.

Insolvenz: Kleinunternehmer haften auch mit Privatvermögen
Bleibt letztlich doch kein Ausweg, muss die Insolvenz richtig gehandthabt werden. Das ist gar nicht so einfach, denn das 1999 mit großen Vorschusslorbeeren gefeierte neue Insolvenzrecht birgt so manchen Fallstrick: Viele Kleinunternehmer, eingetragene Kaufleute oder Selbständige wissen oft gar nicht, dass sie für Geschäftsschulden mit ihrem Privatvermögen haften.

Rechtzeitig reagieren

Dass die wenigsten Unternehmen eine Insolvenz überleben, liegt oft daran, dass viele Chefs auf drohende Liquiditätskrisen zu spät reagieren: Wenn die Banken alle Kredite fällig gestellt und die besten Mitarbeiter das Unternehmen verlassen haben, nützt auch das neue Insolvenzverfahren nicht mehr viel. Dabei bietet es viele Chancen wie die Gründung einer Auffanggesellschaft, die Kooperation mit neuen Partnern oder den Verkauf des Unternehmens. Wie sich in wirtschaftlich stürmischen Zeiten Firmenpleiten verhindern lassen, Insolvenzverfahren sinnvoll abgewickelt werden können und welche Möglichkeiten eine Sanierung oder Liquidation bietet, darüber informieren die zuständigen Kammern.


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