Kurze Tage - meise Stimmung
Bonjour Tristesse: Vor allem Frauen
leiden unter saisonalen Depressionen
Die Tage würden kürzer und
die Laune schlechter. Wenn im Herbst Nebel, Nieselregen und Dunkelheit auf das
Gemüt drücken, sprechen die Experten von SAD - saisonal abhängiger Depression.
Überwiegend Frauen leiden unter der Herbst- und Winterdepression: Die Stimmung
schwankt, die Konzentration fällt schwer und die Betroffenen haben ein übersteigertes
Schlafbedürfnis. Dazu kommt häufig noch ein ausgeprägter Heißhunger auf Süßigkeiten.
Wissenschaftler vergleichen diesen Zustand oft mit dem Winterschlaf bei Tieren.
Ausgelöst wird die SAD in erster Linie durch den Lichtmangel in der kalten Jahreszeit,
der den Hormonhaushalt des Menschen beeinflusst. Ohne Licht produziert der Körper
weniger Endorphine und schüttet weniger vom “Glückshormon” Serotonin aus. Tageslicht
ist die beste Therapie für die SAD.
Wer täglich eine Viertelstunde rausgeht, beugt dem Stimmungstief vor - selbst
bei schlechtem Wetter. Das Stimmungstief der saisonal abhängigen Depression
müssen die meisten Betroffenen glücklicherweise nur kurzfristig überbrücken:
Sobald im Frühjahr die ersten warmen Sonnenstrahlen die Nase kitzeln und die
Vögel wieder zwitschern, kehrt auch die gute Laune zurück.