Erfolgsgeschichten
BRAUEREI KÜHBACH
Ü
ber 18 % Zuwachs im Sudjahr 2002/03 bedeuten das beste Ergebnis in der Geschichte
der Brauerei Kühbach. brennessel fahndet nach den Gründen des Erfolgs
in den doch so ‘konjunkturschwachen’ Zeiten. Umberto Freiherr von Beck-Peccoz,
Inhaber der Brauerei Kühbach, lässt gerne hinter die Kulissen blicken...
Erfolgsvoraussetzungen
“
Der enorme Anstieg unseres Absatzes im vergangenen Jahr beruht entscheidend auf drei
Faktoren:
Erstens ist unsere Kooperation mit der Schlossbrauerei Pöttmes in idealer Weise
geglückt. Die zahlreichen Regionalkunden von Baron Johannes von Gumppenberg
wechselten praktisch geschlossen zu uns. Der Umstand, dass diese Kunden meist brauereiungebunden
waren, sei in besonderer Weise erwähnt. Ihnen gebührt an dieser Stelle
ein aufrichtiger Dank für das entgegengebrachte Vertrauen. Die Zusammenarbeit
mit den Kunden der Schlossbrauerei Pöttmes brachte uns in diesem Jahr einen
Zuwachs von ca. 7,5 %.
Zweitens konnte sich der anhaltende Aufwärtstrend in unseren Hauptabsatzgebieten
im Wittelsbacher Land und im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen in diesem Jahr nochmals
verstärken. Entscheidend für den Zuspruch unserer Kunden waren meiner Ansicht
nach unsere Verbindung von Tradition und Innovation, unser solides Qualitätsmanagement,
unsere Servicekultur und unsere konsequente Politik der Regionalität. Hinzu
kam der Riesenerfolg unseres X-Weizen.
Drittens hat der Jahrhundertsommer, der uns von Mai bis August trockenes und heißes
Wetter bescherte, unsere ohnehin schon sehr positive Entwicklung noch weiter befördert.” argumentiert
Beck-Peccoz.
Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen
“
Von der Schlossbrauerei Pöttmes wurden ein Außendienstmitarbeiter, ein
Brauer und zwei neue Fahrer übernommen. So konnten trotz der Schließung
der Braustätte vier Arbeitsplätze erhalten werden. Darüber hinaus
wurden in Kühbach zusätzlich eine kaufmännische Angestellte und ein
Mitarbeiter in der Brauerei eingestellt. Dennoch hat das enorme Wachstum insbesondere
in den Sommermonaten alle Mitarbeiter der Brauerei stark beansprucht. Aufgrunddessen
ist die Schaffung weiterer Arbeitsplätze im kommenden Sudjahr bereits geplant.” führt
Beck-Peccoz weiter aus.
Unternehmensphilosophie & Geschichte
Die Brauerei Kühbach soll eine Regionalbrauerei bleiben. Ihre Hauptabsatzgebiete
sind das Wittelsbacher und das Schrobenhausener Land. Die Grundlagen des stetig
wachsenden Erfolgs sind der ständige Einsatz für eine Spitzenqualität
ihrer Produkte und für einen erstklassigen Service. Insbesondere dieser Service,
der in erster Linie den belieferten Wirten, Vereinen, Betrieben, Festveranstaltern,
Wiederverkäufern und Heimdienstkunden zugute kommt, basiert auf einem hochmotivierten
Außendienst, einer straff organisierten Verwaltung und last not least den
tüchtigen Bierfahrern.
Bereits im Mittelalter, als Kühbach noch ein Benediktinerinnenkloster war,
wurde hier Bier gebraut. Nach der Säkularisation gelangte das Schloßgut
in Kühbach in das Eigentum von Herzog Max in Bayern, dem Vater der späteren
Kaiserin Sisi. Im Jahre 1862 erwarb die Familie der Freiherrn von Beck-Peccoz den
ehemaligen Wittelsbacher Besitz. Die Struktur eines klassischen Gutsbetriebs mit
Forst, Landwirtschaft und einer Brauerei blieb bis heute erhalten.
Nicht zuletzt Dank dieser Struktur haben die Brauerei Kühbach und der restliche
Gutsbetrieb sowohl zwei Weltkriege als auch andere wirtschaftlich schwere Zeiten
unbeschadet überstehen können.