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Walter Egen: Kreisgeschäftsführer des BRK ND-SOB
Neuburg, 24.06.2019 - 23:25 Uhr
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Walter Egen: Kreisgeschäftsführer des BRK ND-SOB

Zur Person: gebürtiger Neuburger, 59 Jahre alt, verheiratet – war Justizbeamter am Amtsgericht Neuburg– seit 21 Jahren Kreisgeschäftsführer beim BRK Neuburg-Schrobenhausen – überregional bekannt aus seiner aktiven Zeit als Fußballer beim VfR Neuburg – 1. Vorsitzender des TC Am Brandl in Neuburg.

Herr Egen, wie kamen Sie zum Roten Kreuz und was haben Sie vorher gemacht?

Ich war lange Zeit als Beamter im mittleren Dienst im Grundbuchamt am Neuburger Amtsgericht tätig. Dann folgte eine 3-jährige Ausbildung zum Rechtspfleger in Augsburg, Donauwörth und München. 1975 – kurz vor der Prüfung zum gehobenen Dienst – hatte ich einen schweren Verkehrsunfall, der mich und meine Frau ¼ Jahr ans Krankenbett fesselte. Ich hätte die versäumte Prüfung ein Jahr später nachholen können, aber zwischenzeitlich wurde mir das Angebot unterbreitet, als Verwaltungskraft beim BRK-Kreisverband einzusteigen, mit der Option, später einmal die Stelle des Kreisgeschäftsführers übernehmen zu können. Daraufhin wechselte ich zum BRK, war 1976 bis 1985 in der Verwaltung tätig und als mein Vorgänger in Rente ging, wurde ich als sein Nachfolger benannt.

Wenn Sie zurückblicken: War ihre Entscheidung, Ihre Stelle als Justizbeamter aufzugeben, richtig?

Diesen Gedanken habe ich mir schon öfters gestellt. Ich sag es mal so: Jede Stelle – die frühere und meine jetzige – haben ihre Vor- und Nachteile.

Das BRK organisiert jedes Jahr eine „Karawane“ mit Hilfsgütern in irgendein Land. Sind Sie da auch dabei?

Da bin ich eigentlich weniger involviert. Der Motor dieser Auslands-Hilfsaktionen ist unser Herr Drexler. Was ich forciert habe, ist eine Patenschaft mit dem ungarischen Roten Kreuz. Da wurde früher ziemlich viel vom Staat geregelt und nach dem politischen Umbruch suchten sie im Westen nach Vorbildern im Wohlfahrtsbereich.

Wie groß ist der BRK-Kreisverband ND-SOB?

Wir haben im Kreisverband über 60 hauptamtliche Bedienstete und im BRK-Altenheim in Neuburg ebenfalls über 60 Mitarbeiter. Dazu kommen noch die ehrenamtlichen Helfer.

Wie sieht Ihre Arbeit aus?

Ich bin in erster Linie in der Verwaltung tätig. Daneben muss ich auch viel Zeit zur Lösung von Problemen aufwenden, z.B. bei internen personellen Angelegenheiten oder bei Problemen mit unserem Klientel.

Was macht das BRK für die Menschen in der Region?

Unser Aufgabengebiet ist sehr breit gefächert. Wir leisten Erste Hilfe bei Notständen und Unglücksfällen, übernehmen den Rettungsdienst und Krankentransport, führen Patientenfahrten z.B. zur Dialyse, Bestrahlungen, Arztbesuchen oder ins Krankenhaus durch, bilden die Bevölkerung in Erster Hilfe aus und organisieren Blutspende-Aktionen. Außerdem betreiben wir das BRK-Familienzentrum und das BRK-Altenheim in Neuburg, sowie zwei Kindergärten in Schrobenhausen. Dazu kommen die ganzen Sozialbereiche wie Hausnotrufservice, familienentlastender Dienst, mobiler sozialer Hilfsdienst, der Verleih von Krankenbetten und anderen Hilfsmitteln. Wir kümmern uns um die älteren Mitbürger, in dem wir Seniorentreffs und Seniorengymnastik anbieten, sowie betreute Reisen für Behinderte und alte Menschen. Wir vermitteln Kinder-/Mütter- und Seniorenerholungen und haben Kontaktgruppen für Krebsbetroffene. Wir helfen Sozialschwachen mit gut erhaltener, gebrauchter Kleidung aus den beiden Kleiderkammern in ND und SOB, sowie mit gebrauchten Möbeln. Bei größeren Veranstaltungen leisten wir Sanitätsdienste, dazu kommen die ganzen Angebote unserer Wasserwacht, wie z.B. die Wachdienste am Weicheringer Weiher und in den Freibädern in Neuburg und Schrobenhausen.

Das ist sehr beeindruckend. Aber nun zu Ihnen selbst: Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Viele kennen mich noch aus meiner Zeit beim VfR Neuburg, wo wir 1975 den Aufstieg in die Bayernliga mitgestaltet haben. Leider ist mir dann dieser schwere Verkehrsunfall passiert. Nachher war ich noch jahrelang als Trainer im Landkreis unterwegs und hab mich auch als Trainer für die VfR-Jugendmannschaften engagiert. Wegen meiner Knieprobleme habe ich dann ganz aufhören müssen und mich dem Tennis zugewandt, das ich leidenschaftlich gern spiele. Ich bin auch 1. Vorsitzender des TC am Brandl in Neuburg. Wenn ich Zeit habe, ziehe ich mich in den Keller zurück und spiele Keyboard. Außerdem fahre ich Rennrad – und das in meinem „hohen Alter“! Erst kürzlich bin ich im Urlaub in Südtirol einen Pass hoch gestrampelt und war zwischendurch schon mal am Aufgeben. Als ich aber jemanden sah, der ebenfalls hochfuhr, dachte ich mir:“ Wenn es DIE schafft, dann schaffe ich es auch!“

Was wollen Sie beruflich noch erreichen?

Das neue BRK-Altenheim ist mir ein großes Anliegen. Unser bisheriges Domizil in der Richard-Wagner-Straße wurde vor fast 30 Jahren als ganz normales Seniorenheim mit einer Pflegestation für 12 Betten gebaut. Aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen hat sich die Zahl der Pflegebedürftigen wesentlich erhöht. Das Haus ist in seiner ursprünglichen baulichen Konzeption diesen Ansprüchen nicht mehr gewachsen und kann nur unter erschwerten Bedingungen geführt werden. Der geplante Neubau soll eine Kapazität von 100 Pflegebetten haben. Derzeit stehen wir mit zwei von ursprünglich acht interessierten Investoren in Verhandlungen. In den nächsten Wochen werden wir uns entscheiden müssen.
Ich hätte gerne, dass das neue Heim noch in meiner Amtszeit als Geschäftsführer verwirklich wird.

Welche privaten Projekte stehen für die Zukunft an?

Keine großen. Ein Haus mit Garten und altem Baumbestand haben wir schon.

Was wünschen Sie unseren Lesern?

Nachdem ich Geschäftsführer bei einem Wohlfahrtsverband bin, werde ich immer mit sehr vielen Schicksalen konfrontiert. Deshalb ist es mir ein Anliegen, dass es den Menschen gesundheitlich gut geht und sie immer ein gesichertes Einkommen haben.

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