Kreisaltenheim Steingriff jetzt auch in Neuburg
Pünktlich zum 1. November 2006 übernimmt die Kreiskrankenhaus Schrobenhausen GmbH, in der seit 2002 das Kreisalten- und Pflegeheim Steingriff und das Kreiskrankenhaus Schrobenhausen in einer gemeinnützigen Gesellschaft verbunden sind, die ehemalige AWO-Kurzzeitpflege im Geriatriezentrum in Neuburg.
Wie in Schrobenhausen-Steingriff soll auch in Neuburg Dauer- als auch Kurzzeitpflege angeboten werden. Dazu wurde die bisherige Anlage umgebaut und auf 9 Einzelzimmer und 7 Doppelzimmer erweitert. Somit stehen 23 Plätze zur Verfügung. Idealerweise kann auf die Infrastruktur des Geriatriezentrums zurückgegriffen werden. So wird z.B. die Essensversorgung von der Küche des Geriatriezentrums aus erfolgen. Heimleiter Heinz Rösler: „Die Kreiskrankenhaus GmbH kann sehr viele Möglichkeiten der Versorgung und Betreuung anbieten. Deshalb würde es uns freuen, wenn das bewährte Betreuungskonzept unseres Hauses auch in Neuburg Interesse finden würde.“

Gerontologische Pflege für Demenzkranke
Neben den neu entstandenen 23 Plätzen in der Neuburger Geriatrie bietet das Senioren- und Pflegeheim Steingriff 96 Bewohnerplätze in der Freifrau-von-Moreau-Straße und seit Februar 2006 auch eine Gerontopsychiatrische Abteilung mit 28 Wohn- und Betreuungsplätzen direkt am Kreiskrankenhaus Schrobenhausen an. Dort genießen die Bewohner eine menschliche, herzliche und respektvolle Atmosphäre, denn der Umgang und das gesamte Umfeld haben großen Einfluss auf das seelische Wohlbefinden eines Demenzkranken. Durch die gerontopsychiatrische Pflege soll das Voranschreiten der Krankheit verlangsamt und die Lebensqualität der stark verwirrten Bewohner erhalten bzw. verbessert werden. Im Zusammenhang mit dem biographischen Hintergrund wird an noch vorhandene Fähigkeiten und Neigungen angeknüpft, verschüttete Kompetenzen wieder aktiviert und dadurch das Selbstwertgefühl gestärkt. Rituale und festgelegte Tagesabläufe erleichtern den Bewohnern sich im Tages- und Wochenablauf insgesamt besser zurechtzufinden.

Neues Projekt: Erinnerungsreise
Für die Demenzkranken wird täglich eine gegenstands- und handbezogene Erinnerungsreise angeboten: Anhand von alten Gegenständen, wie z.B. Küchengeräten, Werkzeugen oder Kleidungsstücken, wird in Kleingruppen die früheste Erinnerung der Senioren aktiviert. Selbst bei völlig desorientierten Bewohnen gelingt es oft, eine Tür in die Vergangenheit zu öffnen, mit der Möglichkeit Gespräche zu führen, die sonst in dieser Form nicht mehr möglich gewesen wären. In speziellen „Themenkästen“ werden nicht nur Schätze aus Haushalten und Flohmärkten gesammelt, sondern auch die zugehörigen Lieder, Gedichte, Redewendungen oder Bewegungsübungen. Ergänzt wird das Projekt von zahlreichen „Tastbrettern“, auf denen die Senioren Themengebiete greifen und wieder begreifen lernen.
„Gesundheit gedeiht mit der Freude am Leben“
Im Sinne dieses Zitats von Thomas von Aquin will das Kreisaltenheim seinen Bewohnern die Möglichkeit geben, ihr Leben individuell, abwechslungsreich und aktiv zu gestalten. „Im Mittelpunkt unserer Tätigkeit steht der pflegebedürftige alte Mensch“, so Heimleiter Rösler, „unser Ziel ist es seine Individualität zu bewahren und ein Miteinander von Vertrauen und Wertschätzung zu schaffen. Wir unterstützen und aktivieren eigene Kräfte, stärken Körper, Geist und Seele und werden Lebensqualität erhalten und verbessern. Von großem Vorteil ist die enge Zusammenarbeit unserer Einrichtungen, die schnelle Hilfe, individuelle Pflege, Betreuung und Begleitung in allen Lebenslagen ermöglicht. Gerne können sich Interessenten bei einer Hausbesichtigung selbst ein Bild davon machen, wie wir miteinander umgehen und leben. Eine Terminvereinbarung ist nicht unbedingt notwendig, wäre jedoch sinnvoll!“