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Ausstellung: François Morellet – Sériel mais pas sérieux
Neuburg, 29.07.2010 - 23:35 Uhr
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Ausstellung: François Morellet – Sériel mais pas sérieux

22. November 2009 - 31. Januar 2010
Eröffnung: Samstag, 21. November 2009, 19 Uhr

François Morellet gehört zu den bedeutendsten internationalen Vertretern der Konkreten Kunst. Mit spielerischer, ironischer Leichtigkeit hinterfragt er das mathematische und geometrische Formenvokabular der Kunst im 20. Jahrhundert und befreit es von dem dogmatischen Ernst, mit dem ihm viele Künstler begegnen. Das Museum für Konkrete Kunst zeigt vom 22. November 2009 bis 31. Januar 2010 die umfangreiche Retrospektive „François Morellet – Sériel mais pas sérieux“, die das Schaffen Morellets in seiner ganzen humorvollen und bisweilen provokanten Vielfalt vorstellt. Dabei werden erstmals zentrale Werke Morellets zu Serien zusammengestellt, was einen einzigartigen und neuartigen Blick auf sein Schaffen gestattet.

Seit den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts ist es Morellets Anliegen, als Künstler soweit wie möglich hinter sein Werk zurückzutreten, seine individuellen Einflussmöglichkeiten bei der Gestaltung zu reduzieren und den traditionellen Mythos vom Künstlergenie zu verabschieden. Seine künstlerischen Mittel sind eine objektive geometrische Formensprache und die Einbeziehung des Zufalls.

Dabei ist Morellets Auseinandersetzung mit der Geometrie immer humorvoll und von subversivem Witz geprägt. So erläutert er selbst seine künstlerische Motivation: „Ich liebe die Geometrie. Aber noch mehr liebe ich es, sie zu betrügen.“ So hat Morellet quadratische Farbflächen entsprechend der Zahlenabfolge auf einer bestimmten Seite des Pariser Telefonbuchs verteilt, oder Neonröhren nach der Abfolge der Dezimalstellen von π angeordnet. Diese und andere Prinzipien spielt er immer wieder durch, wobei er jeweils zu höchst unterschiedlichen, überraschenden Ergebnissen kommt, die erst in der Präsentation als Serie deutlich werden.

In Ingolstadt wird der Besucher die aufregende Vielfalt von Morellets Schaffen sowie dessen Lust an Ironie und Provokation eindrucksvoll erleben können. Die Ausstellung zeigt Hauptwerke Morellets aus fünf Jahrzehnten, die jeweils zu Dreierserien zusammengestellt werden. Neben Gemälden, Neonarbeiten und Reliefs wird auch eine große Wandinstallation zu sehen sein, die Morellet eigens für Ingolstadt entworfen hat.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit zahlreichen Abbildungen.


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