brennessel Magazin Online - seit 1995
Frau Maier ruft an…
Neuburg, 23.09.2017 - 16:46 Uhr
spacespacespace
men_links_top
men_left_bottom
men_links_top
Die Koepfe der Region exclusiv auf brennessel.com In kontinuierlich aktualisierten Nachrichtenquellen suchen
men_left_bottom
men_links_top
men_left_bottom
men_links_top

  werbung:

men_left_bottom


Frau Maier ruft an…

beim Bertels Schwiegermutterverlag. Sie hat ein Buch geschrieben und möchte dieses nun bei einem Verlag veröffentlichen…

Frau Maier - brennessel magazinBertel: Bertels Schwiegermutterverlag Frankfurt, Bertel am Apparat. Guten Tag.

Maier: Grüß Gott, Maria Maier mein Name, aus Dollerhausen. Wer ist denn am Apparat – der Herr Bertels oder der Herr Schwiegermutter?

Bertel: Hahaha, Bertel, Frau Maier, Bertel. Ich bin der Verlagsvorsitzende, der Chef sozusagen. Was kann ich denn für Sie tun?

Maier: Ach, sie haben also die meisten Aktien, wenn ich sie richtig verstehe – naja, gut. Sie Herr Bertel, ich schreibe gerade ein Buch, oder besser gesagt, ich habe bereits ein Buch geschrieben. Deshalb rufe ich sie an. Ich habe auf der Buchmesse im Fernsehen gesehen, dass zurzeit fast jeder Promi eine Biographie oder seine Memoiren veröffentlicht. Der Heck hat eine, der Lahm ja scho‘ länger und der junge Kerl da von der FDP oder FDU, der mit den schmalen Augen, der hat auch eine, obwohl der bestimmt noch gar keine 30 ist… - vielleicht. Es kann aber sein, dass der immer so gut geschminkt wird von seiner Maskenbildnerin. Ach so, bei der FDU haben sie ja nur Maskenbildner, also nur Männer, Schminker sozusagen… Wobei, wenn der denselben hat, wie der andere, unser Außenminister, dann kann das auf Dauer nicht gutgehen… Naja, und da habe ich mir gedacht, dass ich eine Biographie schreibe. Doch bevor ich mein Buch herausbringe, wollte ich nochmal mit ihnen persönlich sprechen. Ich habe da nämlich ein paar Fragen.

Bertel: Soso, Frau Maier. Das ist ja wunderbar – Glückwunsch. Aber, wo haben sie denn überhaupt meine Telefonnummer her? Die ist nämlich nirgendwo aufgelistet, und da wundere ich mich schon, wie sie das rausgekriegt…

Maier: Herr Bertels, ich habe doch meinen Sohn, den Stefan, und die Leute von unserem Landratsamt. Besser gesagt, wir haben in Dollerhausen nur eine Gemeindeverwaltung. Aber wir sagen immer Landratsamt dazu, weil der Schorsch, unser Bürgermeister, das gerne hört. Und da habe ich natürlich alle Leute verrückt gemacht und gesagt, dass ich ein Buch über Dollerhausen geschrieben habe und dass ich dringend den Chef von diesem Verlag brauche. Auf jeden Fall hat dann der Stefan mit den Mitarbeitern vom ‚Landratsamt‘ das Internet sozusagen gecrackt…, hat er gesagt, und schwupps, war die Nummer schon da. Aber das nur nebenbei. Eines kann ich ihnen schon im Voraus sagen. Mein Buch wird ein Bestseller, das wird eine Bombe, genau wie bei dieser englischen Schreiberin, die mit ihren Zauberbüchern. Deshalb können wir auch ein gutes Geschäft miteinander machen…

Bertel: Frau Maier. Davor habe ich natürlich großen Respekt. Es ist selbstverständlich unser Kerngeschäft und vor allem unsere Intention, neue Schriftsteller und Talente zu fördern. Nur ist es natürlich bis zur Vermarktung eines Buches ein langer Weg und da muss ich sie an unsere Mitarbeiter im Verlagswesen weiterreichen. Da gibt es unter anderem einige Richtlinien, an die sie sich halten müssen, bezüglich der Form, der Dramaturgie, des Inhalts, der Grammatik usw. usw. Aber, was haben sie denn für ein Buch geschrieben. Wie ist denn der Titel und welchen Umfang hat es?

Maier: Schön, dass sie fragen Herr Bertels. Also ich habe da drei Titel zur Auswahl. „Maria, eine Frau zwischen zwei Männern..“ oder „Dollerhausen, ein Dorf verändert die Welt“ oder Maria, ein Leben zwischen Häkelgruppe und Rosenrabatte“. Na, da sagen sie nichts mehr? Mein Buch hat so circa 500 Seiten, mit Bildern und Einleitung. Und ich habe schon angefangen es zu schreiben. Mein Mann, der Franz macht gerade Photos von Dollerhausen und den Ackern rings herum und mein Sohn erstellt so Computergraphiken für die Illustrationen…

Bertel: Ach, sie sind noch gar nicht damit fertig..

Maier: Natürlich bin ich mit dem Buch fertig – es ist komplett fertig - in meinem Kopf. Es ist eben noch nicht ganz geschrieben. Deshalb möchte ich mich unbedingt mit ihnen in Frankfurt zusammensetzen, um alles weitere zu besprechen…

Bertel: Da haben sie sich aber ganz schön was vorgenommen. Es ist nämlich schon eine immense Arbeit 500 Seiten aus dem Kopf auf Papier zu bringen. Um unser Gespräch abzuschließen, Frau Maier. Ich muss in den nächsten Minuten in eine Besprechung…

Maier: Jetzt warten sie doch Herr Bertels. Ich möchte ihnen noch etwas über den Inhalt erzählen. Es beginnt mit meinen Eltern Hubert und Mathilda Maier, eine gebürtige Kirchhuber aus Dollerhausen. Selbstverständlich kommt dann die Geburtvon mir und alles weitere mit Kindheit und Jugend. Eins müssen sie aber noch wissen, Herr Bertels. Ich habe in meine Geschichte auch ein paar Erlebnisse von der Frau Merkel mit einfließen lassen, damit es etwas spannender wird. Deshalb bin ich in der Biographie auch ständig auf Reisen. Also ich bin da zum Beispiel in New York und in London unterwegs… Das Buch ist sozusagen eine Biographie von mehreren Personen, also eigentlich fast schon eher eine Erzählung oder ein Roman…; und da hätte ich noch gerne eine Frage an sie gestellt…

Bertel: Frau Maier, es ist schon spät – nach 18 Uhr und wir haben jetzt Verlagsbesprechung. Ich verspreche ihnen, dass ich mir morgen meinen Terminkalender anschaue und werde sie dann wegen einem Termin zurückrufen. Aber ich muss ihnen ganz ehrlich sagen, dass es eigentlich für ein Buch nur dann eine Chance gibt, wenn es komplett fertig wäre – also wenn es bereits geschrieben wäre, auf Papier, sie verstehen. Außerdem kann man im Vorfeld nicht von einem Erfolg sprechen, wenn das Werk noch nicht von unseren Lektoren gesichtet wurde. Im Übrigen ist unter anderem eine finanzielle Eigenbeteiligung bei der Umsetzung des Buches ihrerseits notwendig…

Maier: Wie, sie meinen, ich muss für mein Buch etwas bezahlen. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Engländerin, diese Rowling für ein Buch etwas bezahlen musste – also das finde ich schon unverschämt.

Bertel: Frau Maier, ich muss mich kurz fassen. Ich habe ihre Nummer notiert und melde mich bei ihnen – Auf Wiederhören Frau Maier.

Maier: Auf Wiederhören Herr Bertels. Und vergessen sie nicht mich anzurufen – ich habe ihre Nummer. Wenn ich in zwei Wochen nichts höre, rühre ich mich wieder bei ihnen – Wiederhören!


men_right_top
men_right_bottom
men_right_top

Wetter in Neuburg:

Temperatur: 17.7°
Teils wolkig

Windgeschw. : 0.0
Luftfeucht. : 77%

Mehr Wetter

men_right_bottom
men_right_top

Zufallsbild aus der Gallerie:

men_right_bottom
men_right_top
 

Umfrage:

 
Welche Partei wählen Sie?

 CDU
 CSU
 SPD
 DIE LINKE
 GRÜNE
 FDP
 AFD
 andere
 keine


men_right_bottom
men_right_top
men_right_bottom
men_right_top

Linkempfehlungen:

men_right_bottom
men_right_top

Spruch des Moments:


men_right_bottom
men_right_top

men_right_bottom
 

Frau Maier ruft an….

zurück nach oben

 
copyright (c) 1998-2016 texte&bilder&informationen ausser eigens vermerkt: brennessel magazin, neuburg