STRESS - Ein aktuelles Thema
Was ist Stress?
Ursprünglich kommt der längst
zum Schlagwort gewordene Begriff Stress aus dem Englischen, speziell aus der
Materialprüfung. Hier versteht man unter Stress die Anspannung und Verzerrung
von Metallen oder Glas.
Stress wird häufig die Krankheit der Gegenwart gennant. Fast alle Menschen kennen
aus Erfahrung Situationen, in denen sie sich beruflich oder privat überfordert
fühlen, wo sie überlastet, gereizt und hecktisch oder nervös sind. Man ärgert
sich, ist wütend oder fühlt sich ohnmächtig und niedergeschlagen. Das Gleichgewicht
zwischen An und Entspannung, Aktivität und Ruhe, Stress und Erholung ist heute
allzu oft gestört und entspricht nicht mehr dem naturgegebene Harmonieprinzip.
Man denke nur an die rastlose Hektik in der “besinnlichen Vorweihachtszeit”
Dauerstress ist nicht nur Mitverursacher zahlreicher Erkrankungen, auch indirekt
kann er sich negativ auswirken: So verhalten sich Menschen in Belastungssituationen,
wenn sie sich unter Druck fühlen, häufig gesundheitsschädigend: sie rauchen
mehr, ernähren sich ungesund, trinken mehr Alkohol. Zudem steigt das Unfallrisiko,
unsere Leistungsfähigkeit nimmt ab, wir machen mehr Fehler, und wir fühlen uns
häufig unwohl.
Stress ist ein uraltes Programm unserer Gene. Wir verhalten uns heute noch änlich
unseren vorfahren und vielen anderen Säugetieren. Sinn der Stressreaktion ist
ursprünglich die Lebenserhaltung durch einen reflexhaften Angriffs- und Fluchtmechanismus.
Wenn Gefahr droht, kommt es zu einer immensen Kraftentfaltung und- bereitsstellung.
Die Nebennieren schießen unter anderem Adrenalin ins Blut. Die Tätigkeit des
Sympathikus-Nervs wird gesteigert. Dadurch werden Energien in Muskeln und Gehirn
freigesetzt, es erfolgt eine Blitzartige Mobilmachung aller Körperreserven.
Puls, Blutdruck und Atemfrequenz steigen, der Magen-Darm-Bereich stellt die
Verdauungsarbeit ein, aus den Blutreserveräumen werden sofort rote Blutkörperchen
zum Einsatz geschickt, die eine Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxydabgabe erleichtern
sollen; der Blutgerinnungsfaktor nimmt zu.
Innerhalb kürzester Zeit ist der Mensch kampf- oder fluchtbereit. Man spricht
von der Alarmreaktion des Körpers, die auf jede Art möglicher Gefährdung des
Wohlergehens automatisch folgt. Die heutige Mensch kann, im Gegensatz zum Tier
und zum Urmenschen, meist weder fliehen noch kämpfen. Die frei werdenden Energien
richten sich aber, wenn sie nicht genuzt werden, oft gegen den eigenen Körper.
Geht die Stresssituation schnell vorüber fängt der Körper die Auswirkungen der
Mobilmachung auf. Bei daueralarm jedoch ensteht eine ständige Alarmbereischaft.
Ein solcher Daueralarm wird häufig auch durch unterschwellige Stressoren wie
Lärm, Überangebot an Reizen oder durch psychische Situationen wie Frustation,
Ärger und Angst ausgelöst. Woran kann man feststellen, in welchem bereich man
sich befindet?
Anzeichnen für Unterforderung:
- man fühlt sich häufig unwohl
- man ist gelangweilt und wenig motiviert,
- die Leistung ist schlecht
- Leichtsinnsfehler treten auf,
- man läuft “untertourig”
Im Bereich der mittleren Stressdosis:
- fühlt sich man wohl,
- machen Arbeit und Freizeit Spaß,
- treten nur ewenige Stressreaktionen auf,
- fühlt man sich angespannt,
- zeigt man gute Arbeitsergebnisse.
Anzeichnen für Überforderung:
- man fühlt sich überfordert
- man zeigt zunehmende Stressreaktionen,
- man wird planlos oder resigniert
- die Leistung wird immer schlechter,
- Fehler häufen sich,
- die Krankheitsanfälligkeit steigt.
Mit Stress umgehen:
Jede Stresssituation erfordert eine maßgeschneiderte Methode um angemessen
mit ihr fertig zu werden. Geeignete Maßnahmen kann man lernen und in der
jeweiligen Situation zur aktiven Entspannung und Stressbewältigung einsetzen.
Auch die Bäweltigungsstrategien anderer Leute können interessante Tipps
beinhalten. Hier einige Beispiele:
- kurze Pause einlege,
- joggen
- abreagieren durch Schreien
- verreisen
- über die Probleme reden
- eine schwierige Aufgabe gut vorplanen.
Was man in der akuten Stresssituation tun kann
- Beschäftigung mit anderen, angenehmeren Arbeiten
- am Computer spielen
- mit Freunden telefonieren,
- Männchen malen,
- Schreibtisch aufräumen,
- spazieren gehen,
- Blumen gießen
Beispiele für die Veränderung negativer Selbstaussagen in positive
Selbstgespräche
Vor der Stressituation: Negativ: “Das wird schiefgehen...” - Positiv:
“Erst einmal probieren”
In der Stresssituation: Negativ: “Ich werde schon wieder nervös...”
- Positiv: “Nur ruhig, entspanne dich...”
Nach der Stressituation: Negativ: “Ich habe versagt...” Positiv: “Es
war besser als ich gedacht hatte...”
Einige Tipps zur persönlichen Planung
- Akzeptieren Sie Fehlschläge. das ist ganz normal
- Bleiben Sie realistisch in Bezug auf die gewählten strategien: vermeiden
Sie übertriebenen Perffektionismus.
- Freuen Sie sich über jeden kleinen Erfolg.