Kohindor - Berg des Lichts oder der Finsternis?
Zwei Legenden verstärken den magischen
Glanz des berühmten Kohinoos-Diamanten: Sein Besitzer wird ein Weltreich
regieren. Aber niemals darf ihn ein Mann tragen.
Kohinor bedeutet: Berg des Lichts. Doch einst funkelte der
Stein über Lawinen der Zerstörung.
Um 1304 gehörte er dem Radscha Ala Ud-Din, dem Herrscher
von Malwa. Dann glitzerte er unter den Schätzen indischer Großmogule.
1739 eroberte Nadir, der Schah von Persien, Indien. Er brachte den Stein durch
eine List in seinen Besitz und nannte ihn Kohinoor.
1747 wurde Nadir bei einer Palastrevolution ermordert. Der
Stein verschwand, tauchte bald bei den Königen von Afghanistan auf und
gelangte schließlich in den Besitz des Randschir Singh in Lahore, dessen
Turban er schmückte bis die Engländer einen Sikh-Aufstand blutig niederschlugen.
1850 übergab die Ostindische Kompanie den wertvollen Stein ihrer Königin
Viktoria. Dann schmückte der ursprünglich runde, 186 Karat schwere
Stein als ovaler Brillant von 108,9 Karat an hervorragender Stelle die Krone
der englischen Königin Mary und glänzte später über dem
Haupt der derzeitigen Königsmutter. Kein britischer König hat ihn
je getragen.