Pilotprojekt der Neuburger Bäder in Zusammenarbeit mit Neuburger Schulen:
Frühzeitig schwimmen lernen
Deutschland - ein Land der Nichtschwimmer?
Falls sich die derzeitige Tendenz entsprechend weiterentwickelt, könnte dies
in mittlerer Zukunft der Fall sein: Vor 15 Jahren konnten noch 90 % der Bevölkerung schwimmen. Heute sind es gerade noch 75 %! Etwa
jeder vierte Deutsche ab 14 Jahren kann nicht oder nur sehr schlecht schwimmen. Im letzten Jahr gab es in Deutschland 644 Badeunfälle
mit tödlichem Ausgang!
Große Sorgen bereiten den Fachleuten die unter 14-Jährigen. Nur noch zwei Drittel von ihnen können schwimmen. Dabei könnte
das frühzeitige Hinführen zu dieser Breitensportart Badeunfälle verhindern und die Fitness der Kinder steigern. Laut Weltgesundheitsorganisation
könnten so auch die unter Kindern immer mehr zunehmenden motorischen Defizite und die zunehmende Übergewichtigkeit verringert,
sowie ihre geistige Aufnahmefähigkeit für schulilsche Leistungen verbessert werden.
Auch bei den Schulklassen, die zum Schulsport die Bäder in Neuburg besuchen, zeigt sich ein hoher Anteil an Nichtschwimmern. Dadurch
kam man bei der Schwimmschule in den Neuburger Bädern, die von den Stadtwerken betrieben werden, auf die Idee, in Zusammenarbeit mit
den Neuburger Schulen gezielt die Nichtschwimmern zu fördern, ohne die Wirtschaftlilchkeit außer Acht zu lassen. Die Zusatzkosten
für die Differenz der Nutzung des Bades und dem Schwimmunterricht muss von den Eltern der Nichtschwimmer übernommen werden.
Die Idee fand regen Zuspruch. Allein in der Grundschule im Englischen Garten und der Schwalbangerschule, die als erste an dem Projekt mit
viel Einsatz teilnehmen, sind über 170 Nichtschwimmer in die Kurse einzuplanen. Die ersten Kurse fanden bereits statt.