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Neuburger Köpfe: Edeltraud Jamnitzky
Neuburg, 19.09.2018 - 10:53 Uhr
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Neuburger Köpfe: Edeltraud Jamnitzky

Geschäftsführerin der Sozialstation ND-SOB

Seit 30 Jahren ist die Sozialstation Neuburg-Schrobenhausen in der ambulanten Alten- und Krankenpflege tätig.1975 war sie von Geschäftsführer Albert Götz und dem damaligen Vorsitzenden Pfarrer Keller ins Leben gerufen worden. Von Anfang an mit dabei war auch Edeltraud Jamnitzky als Einsatzleiterin. 1982 trat sie die Nachfolge von Albert Götz an.

Weshalb wurde die Sozialstation damals gegründet?

Früher wurde die Kranken- und Altenpflege von den Ordensschwestern bewerkstelligt. Aufgrund fehlenden Schwestern-Nachwuchses konnten sie diese Aufgabe nicht mehr erfüllen. So wurde der Aufbau einer Sozialstation in Schrobenhausen notwendig. Im gleichen Jahr kam eine Station in Neuburg hinzu, sowie vor 26 Jahren Burgheim und vor 24 Jahren Rennertshofen. ND-SOB war eine der ersten 20 Modellstationen in Bayern.

Inzwischen gibt es jedoch etliche Anbieter in diesen Bereich?

1995 wurde die Pflegeversicherung eingeführt. Schon einige Jahre vorher wurde die Monopolstellung der freien Wohlfahrtsverbände – wir gehören dem Caritasverband der Diözese Augsburg an – aufgehoben. Dadurch entstanden auch private Anbieter. Aber nach wie vor sind wir die Caritas-Sozialstation im Landkreis. Wir sind ein eingetragener Verein, haben eine Vorstandschaft, Geschäftsführung und ca. 50 Mitarbeiter. Wir arbeiten nach den Richtlinien des Deutschen Caritasverbandes, z.B. beim Arbeitsrecht, Besoldung etc. Unser Vereinszweck ist es, sich im Sinne der katholischen Kirche karitativen und sozialen Aufgaben anzunehmen, insbesondere der ambulanten Alten- und Krankenpflege, Beratung, ambulanter Rehabilitation, Pflege, Betreuung und hauswirtschaftlicher Versorgung gebrechlicher wie behinderter Menschen. Unsere Mitarbeiter versorgen unsere Kunden im ganzen Landkreis, wenn diese Behandlungspflege (z.B. Spritzen, Kathederwechsel, Verbandswechsel etc.) oder Grundpflege (Körperwäsche, Pflege etc.) benötigen, weil sie oder die Angehörigen dies nicht mehr selbst tun können. Bei eventuellen Fragen können sich die Leser jederzeit an uns wenden: Sozialstation ND-SOB, Högenauer Weg 19, SOB, Tel. 08252/8945-0

Sind oder waren Sie auch in der Pflege tätig?

Nein, ich habe eine kaufmännische Ausbildung. Durch Fort- und Weiterbildung bei der Caritas-Akademie in Freiburg habe ich mir das notwendige „Rüstzeug“ geholt und tue dies auch weiterhin beim Caritasverband Augsburg und Regensburg.

Sie haben 50 Mitarbeiter. Bilden Sie auch Lehrlinge aus?

Nein, aber wir haben einen Kooperationsvertrag mit der Krankenpflegeschule in Neuburg, deren Schüler/innen während ihrer Ausbildung bei uns ein 5-wöchiges Praktikum absolvieren. Außerdem haben wir Praktikantinnen von Altenpflegeschulen, deren Ausbildung sich vor drei Jahren geändert hat. Sie sind mittlerweile Azubis und machen während ihrer Lehrzeit ein Praktikum mit 400 Stunden bei uns. Wir sind uns der Bedeutung dieser Aufgabe bewusst und haben spezielle Praxisanleiterinnen, die für diese Schüler zuständig sind. Die Sozialstation selbst ist kein Ausbildungsträger, da wir dafür keine Finanzierung haben.

Was freut Sie an Ihrem Beruf?

Der Umgang mit Menschen allgemein. Mich freut es, wenn unsere Mitarbeiter/innen gerne bei uns arbeiten und motiviert sind. Vor allem, wenn wir unseren Kunden die Hilfe geben, können, die es ihnen ermöglicht, möglichst lange im vertrauten Zuhause verbleiben zu können.

Was stört Sie an Ihrer Arbeit?

Die Problembewältigung macht nicht immer Spaß. Vor allem die vielen Neuerungen, die immer wieder auf’s Neue mit der Pflegeversicherung ins Haus stehen. Die Verordnungen, Vorschriften, der ganze Verwaltungsaufwand hat gravierend zugenommen. Mich ärgert es, dass dadurch weniger Zeit für den Patienten bleibt.

Was würden Sie jetzt anders/besser machen?

Im Nachhinein spricht es sich leichter, was man hätte besser machen können, aber im Augenblick fällt mir nichts ein. Wir bekommen Vorgaben von der Gesetzgebung, wir erarbeiten vieles im Team, haben eine rege Vorstandschaft. Mit dem Bau der eigenen Sozialstation ist mein Wunschtraum in Erfüllung gegangen. Ich denke, zu der Zeit, als die Entscheidung fiel, war es so in Ordnung.

Würden Sie Ihren Beruf wieder ergreifen?

Mit meinem heutigen Wissen würde ich vielleicht in einem beratenden Beruf landen, aber ansonsten..... Ich habe meine Arbeit immer gerne gemacht und 30 Jahre sind ja auch kein Pappenstiel.

Welche Hobbys haben Sie?

Lesen, Musik, Sport, mich in der Natur bewegen.

Ihr Lieblingsessen?

Ich koche mit Leidenschaft, esse wahnsinnig gern Suppen, Gemüsegerichte, Aufläufe, italienische Gerichte und lade auch gern Gäste zu einem 4-Gänge-Menü ein.

Welche Wünsche haben Sie für die Zukunft?

Privat: Gesundheit. Beruflich: Dass wir auch unter immer enger werdenden finanziellen Rahmenbedingungen unsere alten oder schwerkranken Patienten weiterhin gut versorgen und ihnen ein Stück Hilfe und Nähe bringen können. Allen Lesern wünsche ich Gesundheit, Zufriedenheit und persönliches Wohlergehen!

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