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Roland Weigert – Wirtschaftsreferent im Landratsamt ND-SOB
Neuburg, 24.06.2019 - 23:18 Uhr
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Roland Weigert – Wirtschaftsreferent im Landratsamt ND-SOB

Vita: geboren in Hohenwart, aufgewachsen in Brunnen-Hohenried, Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann – Abitur auf dem 2. Bildungsweg – Studium „Wirtschaftswissenschaften“ - seit Sept. 1999 Wirtschaftsreferent im Landratsamt ND-SOB

Welche Aufgaben hat ein Wirtschaftsreferent?
Ich bin in den Bereichen Standort- und Raumplanung, Unternehmensakquisition und Unternehmensbetreuung tätig und seit über 1 Jahr zusätzlich als Pressesprecher des Landratsamtes zuständig für die externe Kommunikation der Landkreisverwaltung auf regionaler und überregionaler Ebene.

Das hört sich interessant an.
Ja, es ist eine hochkreative Arbeit mit viel Gestaltungsspielraum. Ich versuche, für den Landkreis und den hier lebenden Menschen positive Entwicklungen anzubahnen, um ihnen z.B. Arbeit in der Region zu ermöglichen oder ein positives Lebensumfeld.

Sie haben nach der Schule zuerst einen anderen Weg eingeschlagen?
Ich habe Groß- und Außenhandelskaufmann gelernt bei der Baywa in Neuburg und in den Zweigbetrieben Niederarnbach, Burgheim und Rennertshofen. Nach der Ausbildung war ich ein halbes Jahr als Angestellter für den Bereich landwirtschaftliche Erzeugnisse zuständig. Dann habe ich auf dem zweiten Bildungsweg mein Abitur nachgeholt, um studieren zu können. Wegen meiner persönlichen Vorliebe für Wald und Wild stand das Thema Forstwirtschaft im Raum und aufgrund meiner kaufmännischen Ausbildung das Thema Betriebswirtschaft.

Sie haben sich dann für Wirtschaft und Bundeswehr entschieden?
Ja, 1990 ging ich zur Bundeswehr und absolvierte dort von 1991-94 das Studium der Wirtschaft und der Organisationswissenschaften mit dem Schwerpunkt Marketing und Controlling. Anschließend wurde ich zum JG 74 nach Neuburg versetzt. Im Zuge meiner Beförderung zum Hauptmann kam ich nach Fürstenfeldbruck und war dort ein Jahr lang Hörsaal- und Gruppenfachlehrer an der Offiziersschule.

Wie kamen Sie zu Ihrer jetzigen Position?
Nach Auflösung des Warschauer Paktes wurde die Truppenstärke der Bundeswehr zurückgefahren. Es bestand nun die Möglichkeit, vorzeitig aus dem aktiven Dienst ausscheiden zu können, was ich auch tat, als feststand, dass meine Bewerbung um die ausgeschriebene Stelle als Wirtschaftsreferent beim Landratsamt ND-SOB erfolgreich war.

Wie sehen Sie ihre tägliche Arbeit?
Als Wirtschaftswissenschaftler habe ich ein völlig anderes Aufgabenfeld als meine Kollegen und Mitarbeiter mit ihrer klassischen Ausbildung im Verwaltungsbereich. Sie vollziehen Gesetze, während ich zur Unterstützung bei Problemen von Unternehmen oder auch von Bürgern da bin. Weil diese Probleme vielseitig sind, ist auch meine Arbeit abwechslungsreich.

Können Sie uns das anhand eines konkreten Beispiels schildern?
Gestern z.B. war ich im Außendienst bei einem kleinen, aber wirklich guten Unternehmen aus dem Landkreis, das in seinem Bereich ganz vorn in der Liga mitspielt. Sie wollen in ein oder zwei Jahren ein neues Werksgelände erstellen, benötigen aber kurzfristig am jetzigen Standort noch eine Zwischenlösung, um einen großen Auftrag übernehmen zu können. Mit dem Gewinn aus diesem Großauftrag soll die geplante Investition realisiert werden. Jetzt geht es darum, eine Zwischenlösung unter den gegeben Umständen zu finden. Anderer Fall: Im Landkreis wurde auf einem Privathaus ein weiterer Mobilfunkmasten montiert. Die Mitbürger haben nun Ängste wegen der Strahlung. Nun wollte die Presse wissen, ob das genehmigt werden muss und wie das Ganze abläuft. Sie sehen, das Aufgabenfeld ist sehr breit gefächert.

Sie sind viel unterwegs bei verschiedenen Messen. Wie sehen die Menschen außerhalb unserer Region unseren Landkreis?
Er ist zweifellos attraktiv für Investoren, nur muss man gewisse Trends im Auge behalten, die wir auf der Exporial feststellten, der weltweit größten Immobilienmesse, die jährlich in München stattfindet. Vor 3-5 Jahren haben noch einzelne Landkreise mit einem eigenen Stand geworben, um Investoren zu finden. Heute präsentieren sich Standortverbünde, das sind in der Regel 3-4 Landkreise zusammen.

Aus welchem Grund?
Den Investoren interessieren keine Gemeinde-, Stadt- oder Landkreisgrenzen. Sie suchen einen Standort mit den besten Bedingungen für ihr Vorhaben hinsichtlich Gewerbeflächen, Infrastruktur, Fachkräfte usw. Deshalb ist in Zukunft eine Präsentation nur noch in einem regionalen Verbund sinnvoll. Mit der Initiative „Regionalmanagement“, die unter Führung der AUDI AG entstanden ist, wollen die Stadt Ingolstadt und die Landkreise ND-SOB, EI und PAF künftig unsere Region als Wirtschafts-, Wohn- und Lebensraum noch attraktiver darstellen.

Der fehlende Autobahn-Anschluss ist sicherlich ein Wettbewerbsnachteil für den Landkreis ND-SOB?
Auch wenn wir keinen unmittelbaren Autobahn-Anschluss haben, sind wir gut aufgestellt: Die A9 München-Nürnberg führt im Osten vorbei, die A8 München-Stuttgart im Westen. Die B300 ist eine leistungsfähige Verbindungsachse zwischen A8 und A9. Und wir haben die B16, die ja wesentlich stärker vom Verkehr frequentiert ist als die B300. Das eröffnet neue Möglichkeiten aufgrund der Warenströme West-Ost. Auf diese beiden Entwicklungsachsen B16 und B300 müssen wir ganz entscheidend setzen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Persönlich: Gesundheit. Beruflich: dass sich der Landkreis weiterhin so positiv wie in der Vergangenheit entwickelt und wir es im Regionalverbund schaffen, uns noch besser als mittelbayerischen Raum darzustellen.

Tourismus ist eine Zukunftsbranche. Ist unser Landkreis zu langweilig für Touristen?
Wir haben zwar keine Berge oder spektakuläre Seen, aber eine wunderschöne und in manchen Bereichen fast völlig unverbrauchte Kulturlandschaft, wie die Donauauen oder das Donaumoos! Wenn man im Frühjahr oder Herbst auf dem Burgwaldberg zwischen Oberhausen und Neuburg steht und in der frühen Morgensonne ins Donaumoos blickt und die sich verändernde Landschaft im Nebelspiel beobachtet, dann ist das ein sehr beeindruckendes Erlebnis, das aber die wenigsten wahrnehmen.

Sie wohnen ja selbst im Donaumoos und zwar in Karlshuld. Haben Sie Familie?
Ich habe erst vor einem Jahr, also mit 38 Jahren, geheiratet. Kinder haben wir (noch) keine.

Dann sind Sie in Sachen „Ehe“ also ein Spätzünder?
Lieber spät, als gar nicht!

Was ist ihr Lieblingsgericht?
Tafelspitz mit Röstkartoffel. Ich esse grundsätzlich gerne Spezialitäten aus Kartoffeln.

Sind Sie sportlich aktiv? Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Ich bin ein Naturmensch. Wann immer ich dazu komme, jogge ich oder mache Nordic Walking, damit auch mein Hund Auslauf hat. Ich bin auch gern auf der Jagd und mag Bergwandern.

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