Your Story: Staatlich geförderte Gifte
Es heißt, dass Brot das Grundnahrungsmittel
schlecht hin ist. Heute müssen wir hören, dass auch darin gefährliche Gifte
enthalten sind. Worin eigentlich nicht? In der Brotkruste ist der Giftgehalt
am höchsten war zulesen, aber immer noch geringer als in Chips, Kaffee oder
Pommes. Der Verbraucher kann heute aus rund 300 Brotsorten auswählen. Die Lieblingssorte
der Deutschen ist Roggenmischbrot. Spielt aber keine Rolle, denn Forscher fanden
in allen Sorten das Krebsgift Acrylamid.
Somit nimmt der Konsument täglich
cirka 100 Mikrogramm zu sich. Das Gift kann in hoher Dosis das Nervensystem
schädigen. Nun gibt es ja, „Gott sei Dank“, Richtwerte des Bundesministeriums
wie viel Gift in unseren Lebensmittel sein darf. Da geht mir persönlich der
Hut hoch. Grenzwerte ade. Wo Gift drin ist, ist es wohl kaum interessant, ob
das zulässig ist oder nicht. Ich will KEINE Gifte in Lebensmitteln. Nicht wenig,
nicht durchschnittlich, gar keine toxische Substanzen will ich darin haben,
und sie wohl auch nicht lieber Leser. Und wenn sie jetzt glauben, die Verkäufer
in Bäckereien nach den Inhalten der Brote zu fragen, vergessen sie es. Ich kenne
kein Brotverkäufer, der darauf je eine zufriedenstellende Antwort hatte. Mir
kam natürlich der Gedanke, kein Brot mehr zu essen. Ich wechselte zu Knäckebrot
über, doch was muss ich hören!
Das Knäckebrot gehört zu den am höchsten mit Acrylamid belasteten Lebensmitteln.
Bei den hoch belasteten Knäckebroten soll es sich aber um englische Ware handeln,
die aber bei uns unter deutschen Handelsmarken vertrieben wird. Gut ich esse
kein Englisches, nur noch eines aus deutschen Landen. – Hilft aber nicht, denn
die Chemiker fanden auch hier zu hohe Acrylamidwerte. Nun, was soll man noch
essen? Ich frage mich tatsächlich, ob wir absichtlich vergiftet werden? Das
dürfte der Staat eigentlich nicht zulassen, denn sonst hat er keine Steuerzahler
mehr. Ein anderer Gedanke ist, dass die Krankenkassen unbedingt mit den Verbraucherzentralen,
dem Ökotestern und den Greenpeace-Personal zusammenarbeiten müssten. Denn die
Kassen haben unsere Gesundheit zu schützen, was somit auch Kosten einsparen
würde. Doch wieder erkenne ich einen Kreislauf, der kein Ende findet. Vom Staat
erlaubt, werden wir weiterhin mit Giften verunreinigt. Irgendwann fühlen wir
uns nicht mehr wohl, dann gehen wir zum Arzt und die Krankenkassen zahlen einige
Behandlungen, dass ist meist nicht billig.
Der Staat erhöht dann auch gleich wieder irgendeine Steuer, damit das Gesundheitswesen
nicht den Bach herunter geht, statt den Konzernen der Hersteller besser auf
die Finger zuschauen, als unsinnige Richtwerte zu erlassen. Aber genauso machen
sie es ja mit den Giften, Alkohol und Zigaretten. Der Staat verdient, die Grosskonzerne
jubeln und die Kassen jammern, und der Verbraucher ist das Versuchskaninchen
der Nation, dem dies alles untergeschoben wird. In „geheimen“ Laboren werden
unsere Lebensmittel zusammengebraut und mit diversen Chemikalien aufgewertet,
so nennen sie es wahrscheinlich.
Ich würde eher sagen, wir werden damit vergiftet. „Wohl bekomm’s!“ Doch sie
könne was dagegen tun. Informieren sie sich über Gifte in Lebensmittel. Dazu
lassen sie sich zum Beispiel in das Einkaufsnetz von Greenpeace eintragen. Regelmässig
bekommen sie dann Aufklärung und sind immer auf dem neusten Stand der Dinge.
Oder schreiben sie der Verbraucherzentrale, sie informiert ebenfalls sehr gewissenhaft.
Im Internet finden sie weitere Adressen: z. B. oekotest.de, oder hearol.de Nun
wünsche ich ihnen einen guten Appetit. Und seien sie wachsam, kontrollieren
sie ihr Geschäft auf Gifte in Lebensmitteln, und wenn es dann auch welche darin
hat, meiden sie ihr Einkaufscenter, bis es die schädlichen Lebensmittel aus
dem Regal nimmt. Auf nichts reagieren die Nahrungsmittelfirmen und Lebensmittelkonzerne
mehr, als wenn der Verbraucher nicht mehr jede Ware und Produkt kauft.
Autor: R. Haemel © 2002