brennessel Magazin Online - seit 1995
Your Story: TRÄUME
Neuburg, 23.03.2019 - 09:19 Uhr
spacespacespace
men_links_top
men_left_bottom
men_links_top
Die Koepfe der Region exclusiv auf brennessel.com In kontinuierlich aktualisierten Nachrichtenquellen suchen
men_left_bottom
men_links_top
men_left_bottom
men_links_top

  werbung:

men_left_bottom


Your Story: TRÄUME

Die Landschaft sah genauso aus, wie ich es mir immer gerne in Gedanken vorstellte. Der Himmel war klar und zarte weiße, vom Wind leicht bewegte Wolken zierten das Dach der Welt. Das Tal lag sattgrün vor meinen Füßen, umgeben von imposanten Bergen auf deren Spitzen vereinzelt Schnee lag. Die Sonne mit ihren wärmenden Strahlen gab dieser Umgebung das Aussehen eines Paradieses.

Weit von mir entfernt fielen ewig und unaufhörlich Wassermaßen von Felsen herab und verschwanden als Fluss in der Landschaft. Da stand ich und atmete die ganze Natur in mich ein. Die Luft war erfrischend klar. Hummeln, Bienen und Schmetterlinge flogen scheinbar ziellos umher und ich hörte Grillen zirpen. Mit den verschiedenen Stimmen der Vögel, die sich durcheinander in der Luft bewegten oder auf den Baumästen saßen, ergab die Wiese ein großes Orchester der besonderen Art. Ohne sich miteinander abgesprochen zu haben, ertönte die Musik aus verschiedenen Klängen, die von den Insekten natürlicherweise ausgeführt wurden und das ergab eine eigenartige aber fröhliche Weise. Tief atmete ich durch und spürte eine Kraft in mir, von der ich glaubte sie nicht zu haben. Gott oder das Wesen, dass ich für diese Erschaffung verantwortlich hielt, drang in mich ein, durchströmte meinen Körper und setzte sich in meinen Geist fest. Eine Welle der Glückseligkeit drang mir in jede einzelne meiner tausend Lebenszellen.

Ich erwachte aus diesem Traum, wie immer war es zur frühen Morgenstunde. Konnten nicht alle Träume so sein, indem eine schöne Landschaft und ein Naturorchester vorkamen? Friedvoll und harmonisch. Träume, die den Menschen irgendwie kurze Zeit glücklich machen, wo man im Inneren eine wollige Zufriedenheit noch nachspürt, nachdem man schon erwacht war. Das kam leider viel zu selten vor. Meist träumt man Dinge die sich im realen Leben abspielten und uns gerade besonders beschäftigten. Die Wissenschaft geht davon aus, dass wir in der Nacht unseren Datenmüll in unserem kleinen Universum sortieren und Ballast von Brauchbaren trennten, oder Erlebtes noch einmal durchfiltern. Andere wiederum meinen, dass die Träume einem Wege aus verfahrenen und belastenden Gedanken deuten können. Ich glaube das Beides ineinander verbunden zutrifft.

Die Träume zu deuten, ist ein etwas schwieriges Unterfangen. Die Analyse erweist sich als schwierig, da die Inhalte der Träume sehr komplex sind. Hat auch der Mond Einfluss auf unser Geträumtes? Ich begann den Mondzyklus genau zu studieren, um zu sehen, inwiefern der Mond meinen Geist in der Nacht beeinflusste. Herausgekommen ist ein erstaunliches Ergebnis. Tatsächlich sind meine Träume im Inhalt und in der Art, bei den verschiedenen Mondständen, so verschieden und zugleich dem Stand des Mondes angepasst, dass ich mich fragte, inwieweit lebt man eigentlich sein Leben selbst. Sind wir wirklich so frei und unabhängig, wie wir oft glauben? Oder sind wir einer anderen Macht unterworfen, ohne etwas davon zu wissen?

Schlaf und Traum gehören zusammen. Träume entfalten sich auch besser, wenn der Schlaf ein gesunder ist. Meine Versuche, mich an meine Träume zu erinnern, waren meist erfolgreich. Ich gab sehr viel auf die Bedeutung von Träumen und vor allem auf das Gefühl, dass ich im Traum hatte. Heute vertraue ich meinen Träumen und weiß sie zum größten Teil zu deuten. Ich versuche mich dann intuitiv danach zu richten und auch neue, im Traum gezeigte Gefühle zu erkennen und zu beachten. Wenn ich mich bei der Ausführung einer Änderung gut fühlte, so hatte der Traum mit seinen aufgezeigten und verschüttenden Gefühlen mit Sicherheit recht. Träume verraten unsere geheimsten Gefühle, sagen die einen. Die anderen halten Träume schlicht für chaotische Entladungen in unserem Gehirn. Wissenschaftlich lässt sich bislang weder das eine noch das andere hundertprozentig belegen. Als sicher gilt, dass der Traumschlaf bei Kindern und Säuglingen wichtig für die Entwicklung des Gehirns ist. Einige Studien zeigen, dass die Traumphasen entscheidend für die Ablage von Informationen im Langzeitgedächtnis sind. Menschen, die vom Traumschlaf abgehalten werden, haben deutliche Erinnerungslücken. Weiterhin löscht unser Gehirn im Schlaf Erinnerungen, die nicht mehr benötigt werden oder unerwünscht sind, dabei werden neue Daten auch gespeichert. Wir brauchen also unsere Träume, um die Sinneseindrücke des Tages zu verarbeiten und um Ordnung in unserem kleinen Universum zu schaffen.

Der REMschlaf ist vor allem für die Regeneration des Gehirns wichtig, und den Tiefschlaf benötigen wir zur Erholung unseres Körpers. Zunächst sinkt dabei die Körpertemperatur, dadurch wird Energie gespart, dann werden Wachstumshormone ausgeschüttet, die unsere Zellen reparieren. Gleichzeitig wird das Immunsystem gestärkt. Wenn wir Schlaf versäumt haben, gleicht der Körper zuerst die Tiefschlafdefizite aus, dazu verlängert er einfach die Phasen. Kranke Menschen verharren besonders lang in dieser Schlafphase aus. Die Tiefschlafphase tritt hauptsächlich im ersten Teil der Nacht auf, gegen Morgen werden sie immer kürzer, so die Wissenschaft. Ich gewöhnte mir an, jeden Morgen als erstes meine Träume zu notieren, soweit ich mich an sie erinnern konnte, denn so manchmal erinnerte ich mich nicht mehr daran und fand das dann sehr schade. Mir konnte schließlich etwas entgehen, was ich für wichtig hielt und wichtig für meinen weiteren Weg war.

Doch ebenso eine gute Einrichtung ist das Erinnerungsvermögen, oft kam es tagsüber unverhofft zurück. Ich analysierte die Träume und überlegte, was das Geträumte bedeuten könnte. Ich suchte stets die Verbindung zu meinem Leben, dabei lege ich sehr viel Wert auf die Gefühle, die ich beim träumen hatte. Es gab aber auch lange Strecken, viele Morgenstunden an denen ich mich nicht an meine Träume erinnerte. Vielleicht war es Zeiten in der ich keine größeren Sorgen hatte, und keine positiven Erlebnisse? Ich bin noch nicht darauf gekommen, was es bedeutet, sich nicht an seine Träume erinnern zukönnen. Erinnert man sich tatsächlich nur an das Wichtige? Und das andere Geträumte entsorgt man ganz schnell, indem man es vergisst? Auf jeden Fall sind Träume Wegweiser, ein Schlüsseldienst des Verborgenen. Denn sicher ist, dass der Mensche bei jedem Schlaf träumt, und so ganz umsonst wird dies nicht sein.

Alle Rechte beim Autoren / www.rolandhaemel.de

men_right_top
men_right_bottom
men_right_top
men_right_top

Zufallsbild aus der Gallerie:

men_right_bottom
men_right_top
 

Umfrage:

 
Sind Sie gerne in Neuburg

 Ja
 Nein
 Ich wohne nicht hier


men_right_bottom
men_right_top
men_right_bottom
men_right_top

Linkempfehlungen:

men_right_bottom
men_right_top

Spruch des Moments:


men_right_bottom
men_right_top

men_right_bottom
 

Your Story: TRÄUME.

zurück nach oben

 
copyright (c) 1998-2019 texte&bilder&informationen ausser eigens vermerkt: brennessel magazin, neuburg | Datenschutzerklärung