Bergen 7 Neuburg – Die Pfarrei Bergen, Stadtteil von Neuburg an der Donau, kann auf eine rund 1050-jährige Geschichte zurückblicken. Bereits im Jahr 976 wurde das Benediktinerinnenkloster gegründet, und das Münster Heilig Kreuz steht in dieser historischen Tradition. So kann die Pfarrei in diesem Jahr „1050 Jahre Heiliges Kreuz von Bergen“ feiern.
Am Sonntag, 20.September 2026, eine Woche nach dem Haupt- und Titularfest der Kreuzerhöhung, wird dieser reichhaltigen und über tausendjährigen Geschichte gedacht: zunächst im Pontifikalamt, geleitet vom emeritierten Bamberger Erzbischof Ludwig Schick. Dieser beginnt um 10.30 Uhr und er stellt zugleich den großen Wallfahrtsgottesdienst für die jährlich nach Bergen pilgernden Gläubigen dar. Musikalisch gestaltet wird der Festgottesdienst vom Kirchchor Nassenfels unter der Leitung von Georg Trost, an der Orgel der Organist des Münsters, Edgar Mayer.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen in den umliegenden Gaststätten wird sich um 14.30 Uhr eine musikalische Kirchenführung anschließen.
Bergen ist ein geschichtsträchtiger Ort, an dem im Jahre 976 ein Kloster der Benediktinerinnen entstanden ist, gegründet von Wiltrud von Bergen, der kinderlosen Witwe des Herzogs Berthold von Bayern. An die benediktinische Geschichte erinnert heute noch ein Seitenaltar. Im Zuge der Reformation stand die romanische Basilika 90 Jahre lang leer. Den Jesuiten war die Aufgabe gestellt, die Kirche wieder auf die Höhe der Zeit zu bringen und eine „Aula Dei“, eine Empfangshalle Gottes zu gestalten. Dabei war das Rokkoko der Baustil, der nach Plänen von Giovanni Domenico Barbieri, dem Baumeister des Eichstätter Domkapitels von Martin Buchtler und Domenico Sales realisiert wurde.
Noch heute legt die sehr gut erhaltene romanische Krypta davon Zeugnis ab. Die prächtigen Altargemälde und die glanzvollen Deckenbilder, die vom Augsburger Rokkokomaler Wolfgang Baumgartner zum Thema Kreuzauffindung gestaltet wurden, unterstreichen die tiefe Frömmigkeit der Gläubigen, die in der bis in die Jetztzeit gehende Verehrung eines „Heilig-Kreuz-Partikels“ ihren Ausdruck findet. In den Glanzzeiten der Wallfahrt (1710 bis 1730) pilgerten bis zu 116 Pfarreien zur Wallfahrt nach Bergen.
Auch am 20. September werden wieder Wallfahrer nach Bergen bzw. Baring ziehen, aus Eichstätt, Nassenfels, Rennertshofen und weiteren Orten. Zum großen Festgottesdienst um 10.30 Uhr lädt die Pfarrei besonders ein. – Text: Edgar Mayer, Bild: Bohm
