Ingolstadt – Am gestrigen Dienstag, den 16.12.2025, versuchten Betrüger durch die inzwischen bekannte Masche „Schockanruf“ einen Ingolstädter um sein Vermögen zu bringen. Das reaktionsschnelle Handeln des 85-Jährigen führte zur Festnahme einer der Täter.
Gegen 12.25 Uhr erhielt der Rentner einen Anruf eines bislang unbekannten Täters. Dieser gab sich als Polizeibeamter aus und behauptete, die Enkeltochter des Seniors habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Um eine sofortige Haftstrafe abzuwenden, sei eine hohe Kaution erforderlich.
Der 85-Jährige durchschaute den Betrugsversuch sofort. Anstatt jedoch das Gespräch zu beenden, ging er scheinbar auf die Forderung ein. Er vereinbarte mit dem Anrufer die Übergabe von 10 000 Euro Bargeld, sowie mehreren Krügerrandmünzen.
Während der Senior die Betrüger am Telefon hinhielt, kontaktierte seine Tochter zeitgleich dazu die echte Polizei. Durch diese enge Abstimmung gelang es den Einsatzkräften der Kriminalpolizei Ingolstadt, gegen 13.48 Uhr einen „Abholer“ bei der fingierten Geldübergabe auf frischer Tat festzunehmen. Bereits im Jahr 2024 war der Rentner mit genau derselben Betrugsmasche kontaktiert worden. Auch damals reagierten er und seine Tochter vorbildlich, was ebenfalls zur Festnahme einer Abholerin führte.
Bei dem aktuell Festgenommenen handelt es sich um einen 20-jährigen montenegrinischen Staatsbürger. Der Tatverdächtige wurde heute einem Haftrichter am Amtsgericht Ingolstadt vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den jungen Mann.
Damaliger Pressebericht: Callcenterbetrüger scheitern
Tatverdächtige Geldabholerin in Untersuchungshaft
Ingolstadt, 11.09.2024 – In den Nachmittagsstunden des gestrigen Tages versuchten Kriminelle einen gut informierten Rentner mit der sogenannten Callcenterbetrugsmasche, um seine Ersparnisse zu bringen. Sie scheiterten!
Das auserwählte Opfer, ein 84-jähriger Ingolstädter, erhielt gegen 15.30 Uhr einen sogenannten Schockanruf. Dabei wurde dem rüstigen Senior von einem vermeintlichen Polizeibeamten erklärt, dass seine Nichte einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte und eine Untersuchungshaft nur noch durch die sofortige Zahlung einer Kaution über 60.000 Euro zu verhindern wäre. Der Rentner, der sofort die Betrugsmasche erkannte, handelte besonnen und gab zum Schein vor, auf die Forderung einzugehen. Währenddessen informierte seine ebenfalls in der Wohnung anwesende Tochter zeitgleich die Polizei.
Anschließend begab sich das auserwählte Opfer, wie von den Betrügern gefordert an den Geldübergabeort, allerdings zur Überraschung der dort wartenden Geldabholerin nicht alleine. Als sie Am Viktualienmarkt das Geld in Empfang nehmen wollte, wurde sie von Beamten der Kriminalpolizei Ingolstadt auf frischer Tat festgenommen.
Die Tatverdächtige wurde heute auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Ingolstadt dem zuständigen Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete gegen die 40-jährige Serbin die Untersuchungshaft an.
Polizeipräsidium Oberbayern Nord
