Sa. Jul 13th, 2024

Berlin: Um die Zahl der Organspender zu erhöhen, will eine Gruppe von Abgeordneten heute im Bundestag einen neuen Anlauf für die sogenannte Widerspruchslösung unternehmen.

Das heißt, dass jeder als Spender gilt, der vorher nicht ausdrücklich widerspricht. Ein erster Anlauf für eine Widerspruchsregelung war vor vier Jahren im Bundestag gescheitert. Die heutige Initiative geht auf einzelne Abgeordnete von SPD, Grünen, FDP, Union und Linken zurück. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Brysch, hält die Widerspruchslösung für verfassungswidrig. Grundsätzlich sei jeder medizinische Eingriff ohne Zustimmung des Betroffenen eine Körperverletzung, sagte Brysch der „Augsburger Allgemeinen“. Wer schweigt, stimme nicht automatisch zu. – BR

Kommentar verfassen