Berlin: Kurz vor dem Verkaufsstart von Silvesterfeuerwerk in Deutschland hat sich der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, für ein Verbot von privater Böllerei ausgesprochen.
Ärztepräsident Reinhardt appellierte an die Innenminister von Bund und Ländern, zu handeln und die Bevölkerung vor den – so wörtlich – „Gefahren der Knallerei“ zu schützen. Diese führe immer wieder zu schweren Verletzungen auch bei Unbeteiligten, sie ängstige viele Menschen, sei schlecht für das Klima und verursache enormen Müll, sagte Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Chef der Bundesärztekammer betonte, privates Feuerwerk sorge für volle Notaufnahmen in den Kliniken und koste die gesetzliche Krankenversicherung Millionen. Reinhardt betonte: Niemand habe etwas gegen organisierte Feuerwerke an zentralen Plätzen. Doch die wilde Böllerei müsse untersagt werden. Das habe nichts mit Verbotskultur zu tun, sondern zeuge von der Einsicht einer reifen Gesellschaft, etwas Gefährliches zu lassen. In den Niederlanden ist privates Feuerwerk ab nächstem Jahr an Silvester komplett verboten. – BR