Mo. Jul 22nd, 2024

Berlin: Der Arbeitgeberverband BDA hat Forderungen nach einer Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich zurückgewiesen.

Hauptgeschäftsführer Kampeter bezeichnete den Vorschlag in der „Bild am Sonntag“ als – so wörtlich – „Milchmädchenrechnung“. Zur Begründung führte er an, dass eine geringere Wochenarbeitszeit ein falsches Signal in der derzeitigen Lage sei. Ähnlich äußerte sich der Mercedes-Vorstandschef Källenius. Er betonte, wenn es die erste Priorität sei, bei vollem Lohnausgleich weniger zu arbeiten, gewinne man international kein Spiel mehr. Der Vorsitzende der IG Metall, Hofmann, verteidigte dagegen den Vorschlag seiner Gewerkschaft. Er führte an, dass mit einer Vier-Tage-Woche deutlich mehr Menschen bereit wären, von einer Teilzeitbeschäftigung zu Vollzeit zu wechseln und somit das Arbeitsvolumen insgesamt gesteigert werde. Außerdem habe sich der Arbeitsmarkt gewandelt, so Hofmann: Bei jungen Leuten sei Arbeitszeit wichtiger als der Verdienst. – BR

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