Fr. Mai 24th, 2024

„Tassilo, Korbinian und der Bär – Bayern im frühen Mittelalter“
Diözesanmuseum Freising
Laufzeit: 07. Mai bis 03. November 2024, Täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr

Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder, MdL, S.Em. Kardinal Reinhard Marx und der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Markus Blume eröffneten feierlich die Bayerische Landesausstellung 2024 im Dom-Gymnasium in
Freising

Freising/Augsburg, 7. Mai 2024. Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder, MdL, S.Em. Kardinal Reinhard Marx und der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Markus Blume, sowie der Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, Dr. Richard Loibl, haben am Montagnachmittag gemeinsam die Bayerische Landesausstellung
2024 im Dom-Gymnasium in Freising eröffnet. Beim Rundgang durch die Ausstellung wurden die vielen Schätze bewundert.

Bayerns Wurzeln
Dr. Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident:
„Zurück zu den Wurzeln: Heute Eröffnung der Landesausstellung „Tassilo, Korbinian und der Bär“ mit Kunstminister Markus Blume und Staatskanzleichef Florian Herrmann auf dem Freisinger Domberg. Das frühe Mittelalter ist eine sagenumwobene Zeit: Die Ausstellung im weltweit anerkannten Diözesanmuseum beleuchtet die Anfänge unserer
Christianisierung, das Leben der Bajuwaren und die königsgleiche Herrschaft der Agilolfinger. Bayern bekennt sich als Kulturstaat zu seiner reichen Geschichte und dem christlichen Menschenbild. Der Glaube bietet Halt und Orientierung. Nur wer seine Herkunft kennt, findet den richtigen Weg für die Zukunft. Herzlichen Dank allen, die diese prachtvolle Landesausstellung konzipiert und ermöglicht haben – und den Besucherinnen und Besuchern große Freude damit!“

„Heimat, Helden, Historie: Unsere neue Landesausstellung ‚Tassilo, Korbinian und der Bär‘ hat das Zeug zum Blockbuster. Hier kommen wirklich alle auf ihre Kosten – von kleinen und großen Abenteuerfans über Kulturenthusiasten bis zu Freunden bayerischer Sagen und Legenden.

Nicht nur der Ausstellungsstoff hat das gewisse Hollywood-Extra, sondern auch das Diözesanmuseum: Hier vereinen sich Glanz, Kultur und modernste Architektur. Daher absolute Besuchsempfehlung! Herzlichen Dank an das Haus der Bayerischen Geschichte und alle weiteren Beteiligten vor Ort in Freising und in ganz Bayern für modernste
Ausstellungskonzeption und einen weiteren Höhepunkt im Kulturkalender des Freistaats“, so Kunstminister Markus Blume.

Freising feiert: 724 – 2024
Korbinian kommt! Der Überlieferung nach begann mit dem Eintreffen des Heiligen im Jahr 724 die Geschichte des Bistums Freising. Der christliche Missionsbischof Korbinian kam auf Geheiß der bayerischen Herzöge. Zum 1.300-jährigen Diözesanjubiläum erzählen wir Ihnen von den Anfängen der Kirche in Bayern und vom Glanz der Herrschersippe der Agilolfinger.

Herzöge und Heilige
Unter Theodo, so wird berichtet, wirkten neben Korbinian weitere Missionare in Bayern: in Regensburg Erhard und Emmeram oder in Salzburg Rupertus. Sie legten den Grund der späteren bayerischen Kirchenorganisation. Zugleich stärkten die Agilolfinger mit Bistums- und Klostergründungen ihre Herrschaft. In der Landesausstellung begegnen Ihnen die Heiligen in kostbaren Erinnerungsstücken. Einen typischen Missionar haben wir lebensecht für Sie rekonstruiert! Korbinians tierischen Begleiter können Sie in Gestalt des berühmtesten bayerischen Bären Bruno treffen.

Weltkunstwerk und Königskampf
Die Landesausstellung gipfelt in Schatz und Schicksal Herzog Tassilos III. (748–788). Von 07. Mai bis 16. Juni 2024 dürfen wir Ihnen ein einzigartiges Weltkunstwerk und das wohl bedeutendste Objekt der bayerischen Geschichte überhaupt präsentieren: den Tassilo-Liutpirc- Kelch, gestiftet vom Herzog und seiner langobardischen Gattin aus dem heutigen Italien. Der kostbare königliche Messkelch ist das Spitzenstück eines eigenständigen Kunststils an Tassilos Hof. Mit ihren Goldschmiedearbeiten und Buchmalereien, die wir in einer Schatzkammer zeigen, hob sich diese „tassilonische Hofschule“ deutlich von der fränkisch-karolingischen Hofkunst ab.

Das Frankenreich beanspruchte die Oberhoheit, aber Tassilo regierte selbst wie ein König. In einer packenden Multivision erzählen wir Ihnen von der Blüte von Tassilos Herrschaft, seinem gefährlichen Zusammenstoß mit dem Frankenkönig Karl in den Jahren 787/88 und
bayerischem Rebellengeist – ein spannender Politkrimi des Mittelalters mit Moderator Christoph Süß.

Glanz, Kultur und Heiliges auf dem Domberg
Die Erzdiözese München und Freising ist Mitveranstalter der Landesausstellung. Ausgewählte Prunkräume des Dombezirks werden dem Publikum erstmals zugänglich gemacht. Höhepunkte sind der Fürstengang und die Dombibliothek, die der Öffentlichkeit ansonsten verschlossen sind.

Nachhaltigkeit wird großgeschrieben
Das Haus der Bayerischen Geschichte achtet bei seinen Ausstellungen auf einen möglichst hohen Wiederverwendungsgrad: statt neue Vitrinen und Möbel zu bauen oder neue Geräte zu kaufen, werden möglichst viele vorhandene genutzt. Für Neubauvitrinen wird bei der Landesausstellung 2024 erstmals ein einheitlicher Standard umgesetzt, der die spätere
Wiederverwendung erleichtert. Wir tätigen alle Anschaffungen mit Blick auf gute Nachnutzbarkeit. Die Umgebungsbedingungen in unseren Ausstellungen bewegen sich innerhalb des energiesparenden, vom Deutschen Museumsbund empfohlenen Klimakorridors.

Dank an Förderer und Partner
Die Landesausstellung wird von Förderern und Partnern maßgeblich unterstützt, ohne die ein solches Projekt nicht möglich wäre: Die Erzdiözese München und Freising als Mitveranstalter, das Diözesanmuseum als Veranstaltungsort, der Freundeskreis des Hauses der Bayerischen Geschichte e.V., das bayernwerk, Bayern 2, Merkur | tz, Mediengruppe Attenkofer und Landesgartenschau in Kirchheim. Ihnen allen sei herzlich gedankt! – Dr. Andrea Rüth, Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst 

Bildunterschrift: 240506_LP1_2149: Dr. Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte Augsburg/Regensburg bei seiner Einführung in die Ausstellung im
Dom-Gymnasium in Freising.
240506_LP1_2661: (v.l.n.r.): Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Direktor Dr. Richard Loibl, Kunstminister Markus Blume und Kardinal Reinhard Marx

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