Do. Okt 21st, 2021

München – Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek macht sich für moderne und zukunftsfeste Krankenhausstrukturen stark. Der Minister betonte am Dienstag anlässlich der Tagung der Bayerischen Krankenhausdirektorinnen und -direktoren in Bad Wörishofen: „Schon jetzt haben wir in Bayern eine ausgezeichnete Krankenhausversorgung, von der Grundversorgung bis zur Spitzenmedizin. Gerade in der Corona-Pandemie haben wir gesehen, wie überaus wichtig diese Versorgung war – die Kliniken hatten das Geschehen trotz höchster Beanspruchungen immer unter Kontrolle. Gleichwohl müssen wir unseren Blick in die Zukunft richten.“

Der Minister fügte hinzu: „Wir müssen eine adäquate Versorgung im ländlichen Raum sicherstellen und gleichzeitig unseren Spitzenplatz auch in der Spitzenmedizin verteidigen. Das geht nur mit angemessenen finanziellen Mitteln. Ich fordere daher von der künftigen Bundesregierung ein besseres Krankenhaus-Finanzierungssystem.“

Holetschek forderte: „Berlin muss dafür sorgen, dass auch künftig eine flächendeckende und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung gewährleistet ist. Das kann nur gelingen, wenn die Vergütungsstrukturen eine auskömmliche Finanzierung der Kliniken ermöglichen. Deshalb setzt sich Bayern beim Bund für eine bessere Vergütung von Vorhaltekosten zur Sicherstellung der Grund-, Regel- und Notfallversorgung sowie der Kinderkliniken ein.“

Der Gesundheitsminister ergänzte: „Klar ist, dass Bayern seit Jahrzehnten kräftig in die Krankenhäuser investiert. Allein in den letzten zehn Jahren wurde ein Projektvolumen von knapp vier Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Der Landtag hat zudem im Rahmen des Staatshaushalts 2021 die Fortführung des Krankenhausförderetats in Höhe von 643 Millionen Euro beschlossen. Das ist ein Spitzenwert! In Bayern gibt es keinen Investitionsstau im Krankenhausbereich! Aktuell sind 104 Bauvorhaben mit einer Gesamtförderung von rund 2,6 Milliarden Euro zur Finanzierung in das Jahreskrankenhausbauprogramm 2021 eingeplant und können von Trägern realisiert werden.“

Holetschek betonte: „Trotz der Investitionen steht Bayern, wie ganz Deutschland, vor großen Herausforderungen: Klar ist, dass sich die bayerische Krankenhauslandschaft verändert. Nicht nur der medizinische Fortschritt, der für viele Patientinnen und Patienten in Bayern ein Mehr an Lebensqualität bedeutet, bringt Veränderungen mit sich. Auch die Digitalisierung formt zunehmend die Medizin. Und wir erleben eine Spezialisierung von Kliniken. Die Grund- und Notfallversorgung in ganz Bayern muss selbstverständlich weiterhin gewährleistet sein!“

Der Minister fügte hinzu: „Den Wandel wollen wir gestalten. Künftig müssen wir auch verstärkt den Schwierigkeiten begegnen, medizinische Fachkräfte zu finden. Die generalistische Pflegeausbildung ist nur eines von vielen Beispielen, wie wir dem Mangel beispielsweise von Pflegepersonal entgegenwirken. So haben wir etwa auch die Ausbildungen in allen nichtärztlichen Heil- und Assistenzberufen durch finanzielle Unterstützung der privaten Berufsfachschulen schulgeldfrei gemacht. Und wir regen bei Kliniken und Kommunen an, die Arbeitsbedingungen generell zu verbessern. Bayern stellt weitere Weichen für eine zukunftsfeste Krankenhausversorgung und setzt den nachhaltigen, bedarfsgerechten Ausbau fort.“ – Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

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