Mo. Mrz 8th, 2021

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zum Volkstrauertag am 15. November: „Leid und Elend des Krieges dürfen nie vergessen werden“ – Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wesentlicher Akteur der Erinnerungs- und Gedenkkultur.

„Leid und Elend des Krieges dürfen nie vergessen werden“, so Bayerns Innenminister Joachim Herrmann anlässlich des Volkstrauertages am 15. November. „Uns muss bewusst sein, dass die für unsere Erinnerung so wichtigen Zeitzeugen immer mehr verstummen werden.“ Obwohl es in Mitteleuropa seit 75 Jahren keinen Krieg mehr gibt, zeigten doch die islamistischen Terroranschläge in Berlin, Paris, Nizza und zuletzt in Wien deutlich, wie fragil der Zustand ‚Frieden‘ ist. „Der 15. November 2020 ist ein Tag der Mahnung zu Versöhnung und Verständigung.“ Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat sich laut Herrmann in seinem über hundertjährigen Bestehen zu einem wesentlichen Akteur der Erinnerungs- und Gedenkkultur entwickelt. „Ich danke dem Volksbund für seine unermüdliche Arbeit sehr herzlich. Mit seinen nunmehr 832 Kriegsgräberstätten in 46 Staaten wird er auch in Zukunft die Lebenden an die Vergangenheit erinnern und sie mit den Folgen von Krieg und Gewalt konfrontieren. Deutschlands Nazi-Vergangenheit darf sich niemals mehr wiederholen und dafür müssen wir unermüdlich erinnern, mahnen und aufklären“, sagte der Minister.

Die 2,8 Millionen Toten, die auf den Gräberfeldern ruhen, führten deutlich vor Augen, welch hohen Preis die Menschheit wegen der fanatischen und faschistischen Nazi-Diktatur zahlen musste. Diese mahnende Erinnerung hält der Volksbund auch in seiner Jugendarbeit lebendig, indem er in seinen Workcamps und Begegnungs- und Bildungsstätten die jungen Leute zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Krieg und Gewalt auffordert. „Der Volksbund sendet damit eine wichtige Friedensbotschaft an die nachfolgenden Generationen, auf die es morgen ankommt“, sagte Herrmann. – Oliver Platzer

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