Di. Aug 9th, 2022

– Experten aus Verkehrsbranche, Politik und Kommunen beraten über ÖPNV-Strategie 2030 für den Freistaat Bayern
– Ziel ist ein bayernweit erstklassiger ÖPNV
– Strategie soll nächstes Jahr vorgestellt werden

München – Eine Verdopplung der Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr: Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, arbeitet das Bayerische Verkehrsministerium in enger Zusammenarbeit mit dem Zukunftsrat ÖPNV an einer ÖPNV-Strategie 2030 für den Freistaat. Unter Leitung von Staatsministerin Kerstin Schreyer hat der Zukunftsrat heute zum vierten Mal getagt. „Unsere zentrale Aufgabe und das Ziel der Beratungen mit dem Zukunftsrat ist es, die Zukunft des ÖPNV in ganz Bayern erstklassig zu gestalten“, erklärte Schreyer. „Mit der ÖPNV-Strategie 2030 werden wir zahlreiche Verbesserungen anstoßen, die am Ende vor allem den Fahrgästen zugutekommen. Die Strategie wollen wir im kommenden Jahr vorstellen.“

Der Zukunftsrat besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der kommunalen Spitzenverbände, der beiden größten bayerischen Verkehrsverbünde MVV (München) und VGN (Nürnberg), kommunalen und privaten Verkehrsunternehmen, der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, der Deutschen Bahn sowie Nutzervertretern in Form eines Fahrgastverbandes, des Kreisjugendrings München, der Landesseniorenvertretung und des Behindertenbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung. Gemeinsam erarbeiten die Beteiligten eine Strategie und diskutieren Ansätze, die den ÖPNV in Bayern spürbar und nachhaltig verbessern sollen. Am Ende soll eine Reihe von Handlungsempfehlungen stehen, die den öffentlichen Nahverkehr in den Bereichen Angebot und Vernetzung, Infrastruktur und Fahrzeuge, Organisation, Finanzierung, Digitalisierung und Innovation sowie Tarif, Vertrieb und Kommunikation verbessern. Erste Maßnahmen zur Weiterentwicklung des ÖPNV, wie beispielsweise die Einrichtung eines Landestarif-Rates, werden schon jetzt in Angriff genommen.

Der Freistaat Bayern arbeitet damit an der Umsetzung des gemeinsamen Ziels von Bund und Ländern, die Zahl der Fahrgäste im ÖPNV bis 2030 gegenüber dem Jahr 2019 zu verdoppeln. Dies entspricht einem Beschluss der Verkehrsministerkonferenz von 2021. „Wir können dieses Ziel nur erreichen, wenn Bund, Länder und die gesamte ÖPNV-Branche an einem Strang ziehen“, betont Schreyer. „Deshalb ist vor allem auch ein weiterer Rettungsschirm für das Jahr 2022 nötig, damit die Verkehrsunternehmen unbeschädigt durch die Corona-Pandemie kommen. Wir brauchen weiterhin einen starken ÖPNV!“ – Simon Schmaußer, Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr

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