Mi. Dez 1st, 2021

Bremen: Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bedford-Strohm, hat sich zum Ende seiner Amtszeit unzufrieden mit dem Stand der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch gezeigt.
In seinem letzten Ratsbericht sagte er bei der Synode der EKD, man sei manchen Schritt vorangekommen, aber er müsse dennoch selbstkritisch sagen: Man sei noch nicht so weit gekommen wie gewollt. Bedford-Strohm zeigte sich offen dafür, Dritte zur Aufarbeitung heranzuziehen, etwa den Staat. Auch viele Betroffene fordern eine unabhängige Aufarbeitung und kritisieren, dass sich in den vergangenen Jahren zu wenig geändert habe. Bei der Synode wird am Dienstag und Mittwoch der EKD-Rat gewählt und der Vorsitz wird neu vergeben. Bedford-Strohm stellt sich nach sieben Jahren an der Spitze nicht mehr zur Wiederwahl. – BR

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