Berlin: Behandlungsfehler führen im Gesundheitswesen laut Begutachterdienst zu jährlichen Zusatzkosten in Milliardenhöhe. Der Chef des Medizinischen Diensts der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen, Gronemeyer, geht von rund 50 Milliarden Euro durch falsche medizinische Behandlungen aus, wie er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte.
Er fordert mehr Transparenz – etwa durch Offenlegung der Fälle in einem Register und die Verpflichtung, die betroffenen Patienten zu informieren, dass die Behandlung nicht wie geplant verlaufen ist. Auch müsse es für Betroffene leichter werden, Schadenersatzansprüche durchzusetzen. Der Medizinische Dienst verzeichnete im vergangenen Jahr fast 3.750 Fälle von Behandlungsfehlern. In drei Viertel davon erlitten die Patienten dadurch gesundheitliche Schäden. – BR