Do. Mai 26th, 2022

Brüssel Belgien verschiebt wegen des drastischen Anstiegs der Energiepreise den bislang für 2025 geplanten Atomausstieg um zehn Jahre.
Ministerpräsident De Croo sagte nach einer Kabinettssitzung, diese Verlängerung werde die Unabhängigkeit des Landes von fossilen Brennstoffen in einem turbulenten geopolitischen Umfeld stärken. Belgien betreibt zwei Atomkraftwerke mit insgesamt sieben Reaktoren. Die Laufzeitverlängerung betrifft den Reaktorblock Doel 4 bei Antwerpen und Tihange 3 bei Lüttich. Die Regierung muss nun mit dem französischen Energiekonzern Engie, dem die Kernkraftwerke in Belgien gehören, über die Kosten und die Umsetzung des neuen Plans verhandeln. Belgien erzeugte zuletzt rund 40 Prozent seines Stroms durch Kernkraft. – BR

Kommentar verfassen