So. Apr 14th, 2024

Ingolstadt – Mit einer recht einfachen Methode gelingt es Betrügern immer wieder, an sensible Daten zu gelangen: Um Geheimzahlen oder Passwörter auszuspähen, reicht ihnen ein Blick über die Schulter der späteren Geschädigten. Die Kriminalpolizei warnt und gibt Verhaltenstipps.
Geldausgabeautomaten sind immer wieder im Visier von Kriminellen, die versuchen mit Hilfe verschiedener Betrugsmethoden an das Geld der Bankkunden zu kommen. Eine Masche ist beispielsweise das sogenannte Shoulder Surfen, bei dem es die Täter insbesondere auf ältere Menschen abgesehen haben.

Shoulder Surfer sind Kriminelle, die anderen bei Bankgeschäften heimlich über die Schulter spähen, um Geheimzahlen auszuspionieren. Dann versuchen sie, das Opfer abzulenken, um an die Geldkarte zu gelangen. Mit PIN und Karte ausgestattet haben die Täter ungehinderten Kontozugriff.

Zwei aktuelle Fälle im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord
Anfang des Monats schlug ein Betrüger an einem Tag zwei Mal in Ingolstadt bzw. Kösching mit dieser Methode zu. Beim Abheben von Bargeld an Bankautomaten wurde die von den Geschädigten eingegebene Geheimzahl ausgespäht. Im Anschluss sprach der bislang unbekannte Täter die Geldabheber unter dem Vorwand, behilflich sein zu wollen, an. Diese übergaben dem Unbekannten ihre Bankkarten, die in einem Fall gestohlen und im anderen Fall für eine Abhebung vor Ort verwendet wurden. Der entstandene Gesamtschaden beläuft sich auf rund 6000 Euro.

So kann man sich schützen
– Achten Sie darauf, dass Sie beim Eingeben der PIN nicht von anderen beobachtet werden. Bitten Sie aufdringliche Personen oder angebliche Helfer höflich aber bestimmt, auf Distanz zu bleiben um so einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu gewährleisten.
– Decken Sie das Tastaturfeld während der PIN-Eingabe vollständig ab, z. B. mit der anderen Hand oder einem Gegenstand (Geldbörse etc.).
– Nutzen Sie keinen Bankautomaten, an dem Ihnen etwas ungewöhnlich erscheint (z. B. ein zerstörter Sichtschutz am Eingabefeld). Verständigen Sie bei Verdacht auf Manipulation die Polizei bzw. die Bank.
– Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge. Wenden Sie sich bei Auffälligkeiten sofort an Ihre Bank.
– Haben Sie den Verdacht, dass jemand Ihre Kartendaten ausgelesen hat, lassen Sie die Karte umgehend über Ihre Bank bzw. den bundesweiten Sperrnotruf unter 116 116 sperren. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. – Polizeipräsidium Oberbayern Nord

Weitere Informationen finden sich im Internet unter https://www.polizei-beratung.de/aktuelles/detailansicht/betrueger-am-bankautomat-shoulder-surfer/

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