Di. Mai 21st, 2024

Ingolstadt – Am gestrigen Mittwoch gelang es Betrügern, durch einen sogenannten Schockanruf eine hohe Bargeldsumme sowie Schmuck zu erbeuten. Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die Ermittlungen übernommen.

Gegen 15:00 Uhr meldete sich ein angeblicher Polizeibeamter telefonisch bei einer 74-jährigen Frau aus Gerolfing und erklärte, ihre Schwester hätte einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Eine sofortige Haft wäre nur durch die Hinterlegung einer hohen Kautionssumme zu vermeiden.

Die Seniorin ließ sich im Verlauf des Gespräches derart unter Druck setzen, dass sie schließlich rund 15 000 Euro sowie mehrere Schmuckstücke an einen unbekannten Abholer übergab. Dieser Mann war auffallend jung (geschätzt etwa 18 Jahre), ca. 165-168 cm groß und schlank, hatte blonde Locken und trug schwarze Kleidung.

Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die Ermittlungen übernommen. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde der Täter gegen 16:30 Uhr mit einem Taxi nach Gerolfing gebracht und verließ dieses im Bereich der Gerolfstraße/Am Hirtenfeld.

Die Ermittler bitten eventuelle Zeugen, die den Verdächtigen oder insbesondere auch dessen Abholung vom Tatort beobachten konnten, die Polizei unter der Telefonnummer 0841-93430 zu kontaktieren.

Zudem rät die Kriminalpolizei:

– Legen Sie auf, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.

– Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!

– Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an!

– Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.

– Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen!

– Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei!

– Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen!

– Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter.

Polizeipräsidium Oberbayern Nord

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