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Emotionen im Jahr 2006
Neuburg, 31.10.2020 - 14:35 Uhr
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Emotionen im Jahr 2006

Das hat uns im vergangenen Jahr......

... gefreut

° Papst Benedikt auf Reisen: Bei seinem Heimatbesuch in Bayern wird Papst Benedikt XVI. begeistert gefeiert. Als er jedoch bei einer Vorlesung in der Uni Regensburg den byzantischen Kaiser Manuell II. zitiert („Der Prophet Mohammed hat nur Schlechtes und Inhumanes gebracht“), löst er damit in der bereits durch den Karrikaturen-Streit aufgebrachten islamischen Welt massive Proteste aus. Erst als er während seines Türkei-Besuchs Ende November mit dem obersten islamischen Religionsführer in der Blauen Moschee gemeinsam betet, gewinnt er viele Sympathien. Jetzt will die Türkei sogar mit dem Papst-Besuch werben, um mehr Touristen ins Land zu locken.

° Berlin ist abgeblitzt: „Arm aber sexy“, so schildert Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit gern die subventionsverwöhnte Bundeshauptstadt, die auf einem Schuldenberg von mehr als 60 Mrd sitzt. Vor 16 Jahren waren es noch 6,4 Mrd. Die Klage des Landes Berlin auf finanzielle Hilfe des Bundes wegen einer Haushaltsnotlage wurde jedoch vom Bundesverfassungsgericht abgelehnt. Sparen ist nun angesagt – so wie in anderen Bundesländern auch.

° Aufschwung am Arbeitsmarkt: Angesichts der neuesten Arbeitsmarktdaten geriet Bundesarbeitminister Müntefering in Euphorie. Im November, dem Monat in dem die Arbeitslosenzahlen normalerweise immer steigen, sank sie überraschend auf 9,6 Prozent = 3.995.000. Zum Vergleich: Die 5,2 Mio Erwerbslose im März 2005 waren Nachkriegsrekord! Ende 2005 kam der Regierungswechsel. Danach ging es ständig aufwärts mit der Konjunktur und abwärts mit den Arbeitslosenzahlen. Auch die Weltmeisterschaft schuf Jobs. Im kommenden Jahr erwarten die Volkswirte trotz MWSt-Erhöhung weiter sinkende Arbeitslosenzahlen, denn alle Indikatoren entwickeln sich positiv: So ist z.B. die Zahl der schwer vermittelbaren jungen Jobsuchenden binnen 12 Monaten um 100.000 zurückgegangen; die Arbeitsagenturen gelingt es inzwischen Hartz-IV-Empfänger in Jobs zu bringen; es entstehen immer mehr Arbeitsplätze.

° Deutsche Doppelspitze bei EU: Am 1. Januar wird Bundeskanzlerin Angela Merkel Ratsvorsitzende von EU und G8. Sechs Monate lang wird sie für Europa sprechen, ihre Minister die jeweiligen Sitzungen in Brüssel und in Deutschland leiten und bei jedem Streit einen Kompromiss finden müssen. Das wird nicht ganz einfach werden, weil Deutschland beim Europäischen Gerichtshof mehrfach auf der Anklagebank sitzt und Merkel als EU-Vorsitzende keine deutschen Interessen vertreten darf, sondern für alle sprechen muss. Der zweite Deutsche an der EU-Spitze ist Hans-Gert Pöttering, der im Januar zum Präsidenten des Europäischen Parlaments gewählt wird. Er ist seit 1979 im Europäischen Parlament, zu einer Zeit als Angela Merkel noch hinter dem „Eisernem Vorhang“ in der DDR lebte. Deutlicher kann man die friedensstiftende Wirkung Europas wohl nicht machen.

... empört

° Braunbär Bruno: Fünf Wochen lang streunte er durch Bayern, riss Schafe und Haustiere auch in Wohngegenden. Die einen wollten den "Problembären" deshalb aus dem Verkehr ziehen, die anderen hielten ihn für einen ungefährlichen Kuschelbären. Wochenlang waren alle Versuche, ihn lebendig zu fangen, mittels US-Spezialfalle bis hin zur Hundestaffel finnischer Bärenjäger, gescheitert. Bruno wurde zum internationalen Medienstar. Sein Abschuss löste eine Welle der Empörung aus. Wütende Leserbriefe, Rücktrittsforderungen und Strafanzeigen gegen den bayerischen Umweltminister, Morddrohung blindwütiger Tierfreunde gegen die Schützen etc. Doch was wäre gewesen, wenn „Bruno“ einen Menschen angefallen hätte?? Angesichts der Aufruhr um seinen Abschuss fragt man sich aber auch, warum sich nicht genau so viele Leute darüber aufregen und engagieren, wenn in ihrer Nachbarschaft ein Kind verwahrlost, geschlagen oder missbraucht wird?
° Bekenntnis von G. Grass: Fassungslos reagierten viele auf das verspätete Geständnis des Schriftstellers, Nobelpreisträgers, Danziger Ehrenbürgers und linken Moralapostels Günter Grass, der unerbitterlich die NS-Vergangenheit von Politikern wie G. Kiesinger, Karl Schiller und anderen angeprangert hatte, aber jahrzehntelang verschwieg, dass auch er selbst als 17-Jähriger in den letzten Kriegsmonaten in die Waffen-SS eingezogen worden war. Scheinheiligkeit pur! Aber warum gerade jetzt sein Bekenntnis? Sicherlich hat er dadurch viel Publicity für sein neues Buch!
° Totenschändung: Die Veröffentlichung von Fotos in einer Boulevardzeitung, auf denen deutsche Soldaten in Afghanistan mit zum Teil obszönen Gesten mit einem Totenschädel posieren, schockte ganz Deutschland. Die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen Störung der Totenruhe, ferner wurde ein Disziplinarverfahren gegen die Beteiligten eingeleitet. In Berlin wurde zudem die Sorge laut, dass die Bilder vom „Totenkopf-Spiel“ die Gefährdung der knapp 3000 deutschen Soldaten in Afghanistan erhöhen könnte.

° Giftmord an russischem Ex-Spion: Der ehemalige russische Geheimagent A. Litwinenko wurde in London mit einer hohen Konzentration der radioaktiven Substanz Polonium 210 getötet. Der britische Staatsbürger recherchierte im Fall der ermordeten russischen Journalistin Anna Politkowskaja. Auf dem Sterbebett machte Litwinenko Präsident Putin für seinen Tod verantwortlich. Dieser wies alle Anschuldigungen zurück.

Ein neues Buch, ein neues Jahr
Was werden die Tage bringen?
Wird's werden, wie's immer war
Halb scheitern, halb gelingen?
Theodor Fontane

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