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Rückblick 2006 regional
Neuburg, 26.11.2020 - 15:59 Uhr
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Rückblick 2006 regional

Rückblick 2006 regional

° Großsägewerk in Oberhausen? Holz-Kausner aus Tirol, einer der größten europäischen Holzverarbeiter, hat in Oberhausen einen Bauantrag für ein riesiges Sägewerk auf dem IVG-Gelände gestellt. 65 Mio Euro würde das Unternehmen investieren und bis zu 300 neue Arbeitsplätze schaffen. Der Haken an der Sache: Oberhausen muss erst den Wettlauf mit der Konkurrenz aus Landsberg gewinnen, denn auch dort hatte das Unternehmen einen ähnlichen Bauantrag gestellt.

° Königsmooser gewählt: Peter Mosch aus Königsmoos wurde zum neuen Vorsitzenden des Betriebsrats bei Audi Ingolstadt gewählt. Da viele Arbeitnehmer aus unserer Region beim Ingolstädter Automobilhersteller arbeiten, ist es natürlich besonders erfreulich, dass jemand aus dem Landkreis die Führung der Arbeitnehmervertreter übernehmen durfte.

° Neuer Bürgermeister in SOB: Wegen mehrerer Fälle der Untreue wurde Josef Plöckl vom Dienst suspendiert. Nach Bestätigung des Urteils durch den< Bundesgerichtshof wählte Schrobenhausen einen neuen Bürgermeister: Dr. Karlheinz Stephan.

° 6,22 Promille im Blut: Weil die Ehefrau die Scheidung eingereicht hatte, kam es zwischen einem Ehepaar in Rennertshofen zum Streit. Die Polizei musste eingreifen und den deutlich betrunkenen Ehemann in Gewahrsam nehmen, als er seine Frau schlug und bedrohte. Er hatte 6,22 Promille Alkohol im Blut!!! Bei dem Alkoholpegel müsste man eigentlich eher schreiben: Er hatte Blut im Alkohol!

° Westpark will erweitern: Bei den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 10-jährigen Bestehen des Ingolstädter Westparks ließ Centermanager F. Hausschmid die Bombe platzen: Die Ingolstädter Shopping Mall soll um 15.000 qm auf eine Verkaufsfläche von 37.000 qm erweitert werden! In den 10 Jahren seines Bestehens hat der Westpark seinen Jahresumsatz von 82 Mio auf über 140 Mio gesteigert und sicherlich auch aus dem Landkreis ND-SOB erheblich Kaufkraft abgeschöpft, was die örtlichen Einzelhändler nicht gerade begeistert. Es ist auch äußerst ungerecht: Ingolstadt bekommt aufgrund seiner Einwohnerzahl immer wieder erhebliche Verkaufsflächen genehmigt, die wie ein Bermuda-Dreieck die Kaufkraft aus den umliegenden ländlichen Regionen abziehen, während die Kleinstädte nur kleinere Verkaufsflächen ausweisen dürfen und deshalb nie die Chance haben, um große Märkte und Besuchermagneten ansiedeln lassen zu können.

° Sautrogrennen: Die einen sahen schon den kulturellen Untergang Neuburgs oder jammerten aufgrund der Lärmbelästigung – die anderen hatten einfach nur Spaß. Das Bayern-Finale im Sautrogrennen mit anschließendem Open Air zog rund 5.000 Besucher an und sorgte vorher und nachher für reichlich Diskussions- und Leserbriefstoff. Sogar eine Berliner Rentnerclique, die ihren Altersitz nach Neuburg verlegen wollte, wurde dadurch abgeschreckt. Ob Neuburg das jemals verkraften wird??

° Polizeirazzia im Altersheim: Parallel zum Sautrogrennen und lautem Openair-Event an der Donau haben in einem Altersheim am Schwalbanger die Senioren richtig die „Sau raus gelassen“, so dass gleich die Polizei anrücken musste! Radau, Alkohol, Drogen, Sex und Rock `n Roll etwa? Nein! Die Rentner hatten sich bei einem Volksmusikabend mit Heino, Hellwig, Hertel und Konsorten vergnügt, wodurch sich ein Anwohner gestört fühlte.

° Eurofighter: Großer Empfang für den ersten Eurofighter, der in Neuburg landete. Das Jagdgeschwader 74 in Neuburg ist bundesweit der erste Einsatzverband, der mit dem neuen Flugzeug ausgestattet wurde.

° Neues Domizil: Über 100 Jahre lang wurde Neuburg vom Brandl aus mit Energie versorgt. Die Gebäude waren nicht nur alt, sondern auch durch das Hochwasser arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Nun konnten die Neuburger Stadtwerke in ihr neu erbautes, 7 Mio teures Domizil an der Grüner Straße ziehen.

° Bergdrama: Bei einer Bergwanderung am Königsees stürzte eine Hollenbacher Mutter vor den Augen ihrer Familie 100 m in die Tiefe und starb aufgrund ihrer schweren Verletzungen noch am Unfallort.

° Neuer Bischof in Eichstätt: Seit Bischof Walter Mixa im Oktober 2005 nach Augsburg wechselte, war seine Stelle in Eichstätt vakant. Nun ist der Bischofsstuhl wieder besetzt. Abt Gregor Maria Hanke, der seit über 10 Jahren das Benediktinerkloster in Plankstetten leitete und es zu einem ökologischen Vorzeigebetrieb machte, wurde sein Nachfolger.

° Erfolg mit „Bruchstücke“: Viel Zustimmung aber auch Kritik erntete die Eigenproduktion des Neuburger Stadttheaters „Bruchstücke“, ein Psychogramm über Theo Berger, dem Ausbrecherkönig aus dem Donaumoos. Das Stück, in dem vor allem Winfried Frey als Theo Berger und Werner Rom als sein Vater durch ihre schauspielerische Leistung beeindruckten, sorgte aufgrund des Lokalkolorits in der ganzen Region für Gesprächsstoff und geteilte Meinungen, denn Berger hatte einerseits ständig die Polizei gefoppt und Frauen erobert, andererseits viele Menschen bei seinen Taten, Fluchten und Mordversuchen in Angst und Schrecken versetzt. Über 3500 Besucher sahen die Aufführungen, ein Besucherrekord für das Neuburger Stadttheater!

°Kulturpreis 2006: Der Chor „Windrose“ und Alois J. „Hannes“ Hajtmar teilten sich den diesjährigen Kulturpreis der Stadt Neuburg. Der 47-stimmige Chor, der heuer sein 25-jähriges Jubiläum feierte, ist in zahlreichen Musikrichtungen zuhause. Zu seinen Stärken zählen Volkslieder, Songs, Klassik und Romantik, Gospels und Spirituals, Jazz und Swing, Pop, Moderne und seit neuestem das Musical. Der Neuburger Künstler Hajtmar, der einige Wochen nach der Verleihung des Preises starb, war als Grafiker, Schauspieler, Regisseur, Autor und Maler bekannt. Seine kosmische Malerei, Quadrate und Dreiecke, Spiralen und Abstraktes im Stil von J. Pollock zogen das Publikum in seinen Bann, ebenso seine Rolle als „Mammon“ im Jedermann.

° Rätselhafte Erkrankungen: Wochenlang hielten fünf unerklärliche Krankheitsfälle an der Schule in Rennertshofen die Gesundheitsbehörden in Atem. Viele Eltern waren um die Gesundheit ihrer Kinder besorgt. Sicherheitshalber wurde Mitte Oktober die Schule geschlossen und fieberhaft nach den Gründen für die Erkrankungen geforscht. Die Bevölkerung rätselte mit: Viren? Mobilfunk- oder sonstige Strahlungen? Giftstoffe in Böden oder Wänden der Schule? Drogen? Schnüffeleien? Stress? Schulangst? Inzwischen gaben Behörden und Ärzte Entwarnung, wollten aber die Diagnose wegen der Schweigepflicht nicht verraten. Die Eltern der Mädchen gaben es jedoch bekannt: „Erschöpfungssyndrom in Verbindung mit Massenhysterie“. Die Erklärung überzeugte weder Eltern noch die Bevölkerung.

° Job-Paradies Eichstätt: Der Landkreis Eichstätt mit seinen 123.000 Einwohnern hatte im November die niedrigste Arbeitslosenquote in ganz Deutschland, nur 2,4 %!! (Bundesdurchschnitt 9,6 %, Bayern 5,8%). Statistisch gesehen kommt auf 100 Einwohner nur ein Langzeitarbeitsloser (Hartz IV-Empfänger), der Bundesdurchschnitt liegt bei sechs. Wo liegen die Gründe dafür? Viele Berufstätige arbeiten bei Audi in Ingolstadt oder bei einem Zulieferer im Eichstätter Landkreis. Außerdem gibt es eine Vielzahl kleinerer Betriebe, die eine sehr enge Bindung zu ihren Mitarbeitern haben. Dazu kommt die Steinindustrie, Landwirtschaft und der Tourismus im Altmühltal. Eichstätt profitiert auch von seiner geographisch günstigen Lage zwischen den Ballungszentren München, Nürnberg und Augsburg.

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