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Schulanfang 2003: Jetzt geht's los
Neuburg, 01.12.2020 - 15:04 Uhr
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Schulanfang 2003: Jetzt geht's los

Die Ferien sind bald vorbei! Mit Grausen denken die einen daran, während die anderen - vor allem die ABC-Schützen - sich auf die Schule freuen. Auch wenn ein bisschen Angst vor allem Neuen mit dabei ist, stellt sich die Schule meist als weniger schlimm heraus, wie manche - die Eltern mehr als ihre Kinder - befürchten.

Hoffentlich wird der eigene Sprössling, daheim der Zappelphilipp in Person, endlich mal ein paar Stunden ruhig sitzen bleiben! Bekommen sie einen guten Lehrer, der mit Kindern gut umgehen kann? Wird der schüchterne Sohn/ die Tochter mit den Mitschülern klarkommen oder sich "unterbuttern" lassen? Wird sie/er den Lehrstoff kapieren und die Hausaufgaben immer ordentlich machen? Das sind Fragen, die sich viele Eltern kurz vor dem Schulstart stellen. Für die Kinder zählt eher, was in der Schultüte wohl für Überraschungen zu finden sein werden und was sie am ersten Tag anziehen sollen. Ein neues Outfit kann da sehr zum Selbstbewusstsein der Kleinen und zur Freude auf den neuen Lebensabschnitt beitragen. Diesen sollte man natürlich unbedingt mit der Kamera oder von einem Fotografen fest halten lassen. Vor Schulbeginn sollte auch beim Augenarzt oder Optiker ein Sehtest durchgeführt werden, dann nicht selten beruht eine Lernschwäche auf mangelnde Sehfähigkeit.

Frühstück verhindert Leistungstief
Um vom Start weg schon die richtigen Voraussetzungen zu haben, ist ein gesundes Frühstück und Pausenbrot wichtig! Nur zwei Drittel der 6-14-jährigen Kinder frühstücken und nur die Hälfte nimmt ein Pausenbrot mit in die Schule. Viele bekommen nur Geld von zuhause mit, womit sie sich dann etwas Süßes kaufen. Gesundheitsexperten sehen darin eine gefährliche Entwicklung, denn jedes fünfte Kind in Bayern ist bereits übergewichtig. Kinder, die kurz nach dem Aufstehen einfach nichts essen können oder wollen, sollten in der Schule ein reichhaltiges, gesundes zweites Frühstück zu sich nehmen.

Am Morgen sind im Körper die Kohlenhydratspeicher reduziert, wobei diese ideale Lieferanten für das Gehirn sind. Um in der Schule leistungsfähig und konzentriert zu sein, benötigen die Kinder einen Nachschub an Energie, Vitaminen und Mineralstoffen. Sind die Energievorräte erschöpft, kann es zu Konzentrationsschwächen, Müdigkeit oder sogar Übelkeit kommen. Frisches Obst, knackiges Gemüse, Müsli, fettarme Milchprodukte, Vollkornbrot mit magerer Wurst, Käse oder vegetarische Aufstriche sind das Richtige. Auch ausreichendes Trinken ist besonders wichtig. Grundschulkinder benötigen mindestens 1 Liter pro Tag. Geeignet sind Fruchtschorlen, oder ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees.

Sicher zur Schule & zurück
Viele Eltern begleiten anfangs ihre Kinder auf dem Weg zur Schule. Irgendwann werden die ABC-Schützen den Weg alleine gehen müssen. In einem Rollentausch können die Eltern etwaige Unsicherheiten des Sprösslings erkennen. Die Benutzung eines Fahrrades für den täglichen Schulweg ist nicht vor dem 4. Schuljahr gestattet. Eltern, die ihre Kinder mit dem Pkw zur Schule befördern, sollten darauf achten, dass die Mädchen und Buben in einem der Alters- und Gewichtsklasse angepassten Autokindersitz gesichert und richtig angeschnallt sind. 2/3 der Kinder sind nämlich nicht richtig gesichert! Jedes Jahr verunglücken so ca. 50.000 Kinder auf der Straße.

Gehen sie zu Fuß zur Schule, sollten die Kids farbenfrohe Kleidung tragen, um besser von den Autofahrern gesehen zu werden. Auch die Reflektoren an den Schulränzen sorgen vor allem im Herbst und Winter, wenn der Schulweg teils bei Dunkelheit oder Dämmerung zurückgelegt werden muss, für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Selbstverständlich sollten die Kinder rechtzeitig auf den Schulweg geschickt werden. Denn Hektik und Hetze führen zu Unkonzentriertheit und riskantem Verkehrsverhalten.

Autofahrer aufgepasst!
Kraftfahrer sollten sich rechtzeitig darauf einstellen, dass wieder vermehrt Schulkinder am Straßenverkehr teilnehmen. Durch ihr unberechenbares und spontanes Verhalten beschwören sie unbewusst Gefahrensituationen herauf, die nur durch das besonnene und rücksichtsvolle Verhalten der Autofahrer kompensiert werden können.

Nachhilfe ist keine Schande
Nicht nur die Kinder sind heute oft überfordert, wenn es um schulische Leistungen geht. Auch die Eltern, vielfach beide berufstätig, stehen den wachsenden Anforderungen, die an ihre Kinder gestellt werden, manchmal hilflos gegenüber, obwohl sie gerne helfen möchten. Dabei sind schlechte Noten nicht immer auf Faulheit oder gar Dummheit der Kinder zurückzuführen. Wer seinem Kind helfen möchte, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, sich selbst jedoch nicht in der Lage fühlt, sollte sich an erfahrene Fachkräfte wenden. Sie unterrichten 4 bis max. 6 Kinder in einer Gruppe, die nach Altersklassen und Fächerschwerpunkte eingeteilt werden. Zuerst bearbeiten die Schüler unter Aufsicht und Anleitung ihre Hausaufgaben. Danach wird eine Leistungsanalyse erstellt, die genau erkennen lässt, wo die Schwächen liegen. Aufgrund dieser Analyse werden die vorhandenen Defizite langfristig abgebaut. Das lernen in kleinen Gruppen fördert die Motivation und Lernbereitschaft.

Nicht jedes Kind muss Abi machen!
Die neue Hirnforschung hat herausgefunden: Die Entfaltung der Intelligenz geschieht nicht durch Dressur. Wer sich zum Beispiel viel mit dem Kleinkind beschäftigt, regt es zum Spielen an. Lesen Sie ihm Bilderbücher vor. Das motiviert das Kind im Schulalter zum Lesen und Lernen. Lassen Sie dabei auch die Großeltern ran! Jedes Kind ist eine Neuheit! Beobachten Sie auf welchem Gebiet Ihr Kind besonders begabt ist. Bauen Sie mit ihm ein Hobby auf! Praktisch begabte Kinder sind genauso viel wert wie die mit der theoretischen Intelligenz. Nicht für alle ist deshalb das Gymnasium mit dem Abitur die richtige Schulform. Es kann um so eher zum Schiffbruch kommen, je mehr das Kind schulisch überfordert ist. Besser ein guter Hauptschul- oder Realschulabschluss als ein verkorkstes Abitur mit einem verzweifelten Jugendlichen. Nicht durch das Abitur wird der Mensch hochwertig, sondern durch seine Menschlichkeit. Kümmern Sie sich als Eltern um die Schularbeiten. Bei unserer Schulform ist es unvermeidlich, dass sich Eltern vom ersten bis zum letzten Schultag für den schulischen Alltag ihres Kindes interessieren müssen/sollen. Kinder brauchen auch hier Rückhalt von den Erwachsenen. Man sollte sie in Schutz nehmen, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen, aber man muss ihnen auch helfen, Lehrer zu verstehen und diese zu respektieren, so Kinderpsychologin und Bestsellerautorin Christa Meves.

Mobbing in der Schule
Da fallen abwertende oder beleidigende Äußerungen, wenn ein bestimmter Schüler aktiv im Unterricht mitarbeitet, oder Mädchen tuscheln über die Kleidung oder die Figur einer Mitschülerin, da bittet man einen Klassenkameraden um seine Aufzeichnungen und macht sich gleichzeitig darüber lustig, dass der "Streber" mitgeschrieben hat, oder aggressives Verhalten und Drohungen bzw. Einschüchterungs- oder Erpressungsversuche gegenüber anderen Kindern....... Die Beispiele ließen sich beliebig fortsetzen.

Negative Auswirkungen
Vielleicht denken jetzt manche Eltern, dass es das immer gegeben hat und man damit halt leben muss. Dieser Meinung sind Schulexperten jedoch nicht. Denn diese Verhaltensweisen, auch Mobbing genannt, haben für die Schüler äußerst negative Auswirkungen: Lernunlust, depressive Verstimmung, Konzentrationsstörungen, absinkende Leistungen oder Schulangst - Auswirkungen, von denen vor allem die Schule betroffen ist. Darüber hinaus können aber derartige Formen, mit Konflikten umzugehen auf Opfer- und Täterseite im weiteren Leben z.B. im Beruf, zu massiven Schwierigkeiten führen. Deshalb sollte man solchen Verhaltensweisen frühzeitig entgegenwirken.

Was können die Lehrkräfte dagegen tun?
Derartige Entwicklungen sensibler wahrnehmen und klar Standpunkt beziehen. Betroffene ermuntern, sich den Lehrern anzuvertrauen. Die Täter auf die Folgen für sie selbst und die Opfer hinweisen. Eindeutige Signale setzen, um Täter zu stoppen und das Selbstvertrauen der Opfer zu stärken. Junge Leute darüber aufklären, dass man eigene Probleme nicht löst, indem man anderen irgendwelche bereitet. Wenn Eltern hier die Schule unterstützen, helfen Sie nicht nur der Schule, sondern auch den jungen Leuten, seien sie nun Opfer oder Täter.

Vorsicht bei Medikamenten für Kinder!
Ihr Kind kommt aus der Schule und klagt über schlimme Kopfschmerzen? Da der Hausarzt an diesem Nachmittag keine Sprechstunde hat, gibt ihm so manche Mutter Schmerztabletten und rechnet dabei vor: Wenn ein Erwachsener mit 80 Kilo Gewicht eine Tablette nehmen soll, bekommt ein Kind mit 40 kg eine halbe. Doch das kann gefährlich werden, denn Kinder haben einen ganz anderen Stoffwechsel und verarbeiten Arzneistoffe anders als Erwachsene. Ohne Rücksprache mit dem Apotheker oder Arzt sollen keine Medikamente verabreicht werden. Arzneistoffe werden von den Kindern auch langsamer ausgeschieden, werden zum Teil schneller ins Gehirn transportiert und können dort Schädigungen hervorrufen, wie z.B. Aspirin oder alle ASS-haltigen Präparate. Stattdessen sollte auf Paracetamol oder Ibuprofen zurückgegriffen werden. Auch Hustensaft und Erkältungssalben für Erwachsene können für Kinder gefährlich werden.

 

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