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Betriebsrundgang im Klinikum Ingolstadt
Neuburg, 05.12.2020 - 16:33 Uhr
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Betriebsrundgang im Klinikum Ingolstadt

1. Teil: Logistik und Außenanlagen

Medizinische Kompetenz, erstklassige Versorgung und individuelle Betreuung - im Klinikum Ingolstadt ist jeder Patient in guten Händen. Bestmögliche Behandlung und Therapie garantieren die national und international anerkannten Mediziner in den 17 Kliniken und Instituten sowie den drei Belegkliniken.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit der einzelnen Spezialisten ermöglicht umfassende medizinische Betreuung und Beratung. Auch in unvorhersehbaren Notfällen ist stets ein Spezialist vor Ort, und kurze Transportwege erhöhen den Komfort.
Bei unserem Betriebsrundgang möchten wir unseren Lesern das Klinikum Ingolstadt als Vollversorger und als zweitgrößten Arbeitgeber Ingolstadts ausführlich vorstellen.

Vollversorgung braucht Logistik - Wirtschaftsbetriebe!

Zu den Wirtschaftsbetrieben im Klinikum zählen die Großküche, die Wäscherei, Heizung/Lüftung/Klimatisierung, Strom, Ver- und Entsorgung. Diese Bereiche haben allesamt eine Gemeinsamkeit - die Unterscheidung von ‘unreinen’ und ‘reinen’ Bereichen. Dies wird an einem Beispiel deutlich. In der Großküche werden für 1000 Patienten Essen vor- und zubereitet. Die Verteilung derselben muss natürlich in einem gewissen vorgegebenen sehr engen Zeitraum erfolgen. Die Lastenaufzüge werden in ‘reine’ und ‘unreine’ unterschieden. Essenscontainer, die zurückkommen sind demnach im ‘unreinen’ Aufzug und frisch zubereitete Essen im ‘reinen’... - auf dem Weg hin zum Zielort. Grundsatz ist: Es dürfen nie nie nie unreine Sachen oder Materialien mit reinen Bereichen in Berührung kommen. Die gesamte Logistik baut auf diesem Prinzip auf, was an weiteren Beispielen noch deutlicher werden wird. Selbst original verpackte Lebensmittel, die vom Patienten verschmäht wurden, wie z.B. ein verschlossener Joghurt-Becher, darf nicht wieder zurück in die Küche gelangen, sondern muss entsorgt werden.

Von der Bestellung bis zum Verzehr...

Der Patient kann täglich zwischen den angebotenen Menüs auswählen. Durch die Umstellung von Barcodes auf Ipac-System ist man dadurch bei der Versorgung des Kunden noch flexibler geworden. Der Patient hat somit keinen Erkennungscode mehr, sondern eine Nummer, unter der die Bestellungen von der Station erfasst werden und somit in die Küchendisposition gelangen. Angenehmer Effekt hierbei ist vor allem der Vorteil bei der Lebensmitteldisposition. Die Mitarbeiter können die zu bestellenden Mengen an Mehl, Zucker, Fleisch etc. etc. genau bestimmen. Die Bestückung der einzelnen individuellen Mahlzeiten erfolgt per Fließband. Alle Gerichte werden hier nach den bestellten Vorgaben exakt zusammengestellt, überprüft und in den dafür vorgesehenen Container eingeschichtet - 20 Tabletts pro Container-Wagen. Die Verteilung erfolgt jeden Tag nach dem gleichen Muster. Die Station, die am weitesten entfernt liegt, bekommt als erstes die fertig zubereiteten Essen. Zum Beispiel wird ein Speiseeis extra stärker tiefgekühlt, damit es in der Verteilungszeitspanne nicht schmilzt. Sogar ein solches Detail wird vom Computer genauestens ausgerechnet. Den Patienten gewährt dies immer bestmögliche Essensqualität und einen ausgewogenen verlässlichen Service.

Küchenchef Hermann Ganser kocht KomfortPlus

Seit 34 Jahren arbeitet Hermann Ganser im Klinikum. Sein Team besteht derzeit aus über 50 Mitarbeitern. Selbst bereitet er gerade ein Menü für eine Geburtstagsfeier eines verdienten Arztes zu. Es gibt Pfifferlinge mit Tagliatelle und feine Pariser Karotten. “Sonderveranstaltungen gehören selbstverständlich auch zu meinen Aufgabengebieten, genau wie auch die Zubereitung der KomfortPlus-Essen. Im Schnitt kochen wir täglich 50 dieser exklusiven Gerichte, die natürlich nicht zum ‘normalen’ Menüprogramm gehören und extra bestellt werden müssen. Küchenleiter bin ich bereis seit 1984, also seit fast genau 20 Jahren."

Entsorgung und Sterilisation

Das Klinikum unterliegt den Vorgaben der Mülltrennung. In der Entsorgungsabteilung werden u.a. aus Datenschutzgründen Patientenunterlagen geschreddert und entsorgt. Besondere Aufmerksamkeit gilt bei der Entsorgung und Sterilisation wieder dem Grundsatz ‘rein’ und ‘unrein’. Bis zum sog. ‘Steri’ gilt der unreine Bereich, der naturgemäß mit dem Übergang in die Sterilisationskammer endet. Das nunmehr bekannte Prinzip findet auch bei der Bettenwaschanlage Anwendung. Die Bettgestelle wie die Matratzen werden mit Dampfhochdruck gereinigt und an der ‘reinen’ Seite wieder dem Kreislauf zugeführt.

Täglich tonnenweise Wäsche - Tendenz steigend...

Wichtig bei der Reinigung der Wäsche ist die gleichmäßige Befüllung der großen Waschanlage. Aus diesem Grund werden die Wäschesäcke vorher gewogen. Eine digitale Überwachung der Befüllung garantiert die entsprechende Auslastung der Maschine. Zwischen Be- und Entfüllung der Maschine trennt eine Mauer wiederum den unreinen und den reinen Bereich. Die Wäsche kommt ungemischt in den Wäschesortierer. Wäschebügel, die seit neuestem mit einem Chip versehen sind, werden auf die Wäscheart programmiert. Hemd, Hose, Kittel etc. können jetzt unterschieden und somit dem entsprechenden Verarbeitungsgang zugeführt werden. Große Maschinen besorgen das Zusammenlegen, Mangeln und Ablegen bis zum späteren Weitertransport. Vorher aber werden die Wäschestücke überprüft und z.T. wieder in der eigenen Näherei ausgebessert. U.a. werden bei der Größe der Wäscherei auch andere Einrichtungen bedienstleistet. Diese profitieren von der Flexibilität unserer Wäscherei und nehmen seit vielen Jahren unser Angebot in Anspruch. Die Nutzung der Wäscherei als freien Dienstleister ist aber noch ausbaufähig, soll heißen, auch andere Einrichtungen wie z.B. Kindergärten oder Kliniken aus benachbarten Orten könnten ihre Wäsche im Klinikum waschen und somit finanzielle Mittel einsparen. Es macht doch viel mehr Sinn von bestehendem KnowHow zu profitieren als sich evtl. beim Aufbau eines eigenen Wäschesystems zu verkalkulieren.

Eigene Werkstätten im Handwerkbereich

Dem Ruf des Vollversogers wird das Klinikum nicht nur im Außen gerecht, nein, auch intern gilt der Grundsatz der Selbst- und Vollversorgung. Mit den 70 Mitarbeitern der hauseigenen Handwerksabteilung in den Bereichen Schlosserei, Elektrik, Heizung/Lüftung/Klimatisierung, Schreiner- und Malerarbeiten werden anfallende Arbeiten schnellstens erledigt und sind keinen Wartezeiten unterworfen. Aber fragen wir doch einfach den Handwerkermeister für Heizungs- und Lüftungsanlagen Georg Schmalzl: “Die Energieleistung des Klinikums beziffert sich auf ca. 23.000 KW. Das entspricht der Energieaufwendung für ca. 1.000 Einfamilienhäuser. Unsere Aufgaben umfassen Wartung, Instandhaltung und Prüfung aller Anlagen. Dazu muss sich unser Team mit den anderen Handwerkern abstimmen. Dies gilt insbesondere für die ganze Verrohrung und Verleitung des Hauses. Hier existieren exakte Pläne für den gesamten Hinter- und Untergrund, nach denen wir uns richten und arbeiten und dieselben natürlich fortschreiben, ähnlich einem Vermessungsbüro, das eine Kommune plan- und vermessungstechnisch betreut. Unser Hauptaugenmerk liegt auf dem Heizungsbetrieb, der Dampfproduktion wie Klimatisierung des gesamten Klinikums anhand von verschiedenen Anlagen und der Installation und Wartung der verschiedenen Filterstufen. Besonders sensibel sind die sterilen Bereiche, wie z.B. der OP oder das Mutter-Kind-Zentrum. Die Luft für diese Bereiche wird dreimal gefiltert. Wichtig dabei ist die sensiblen Bereiche mit einem Endfilter auszurüsten. Zwischen Endfilter und klimatisiertem Raum darf keine Lüftungsstrecke mehr liegen, um Keimfreiheit soweit als möglich zu gewährleisten. Ein kontinuierlicher Wechsel der Filter gehört u.a. zu unseren Aufgaben.”

Kaum zu beschreiben ist der Gang durch die gewaltigen Katakomben des Klinikums. Schmalzl ist so freundlich unser Team zu begleiten und gibt wertvolle Informationen über Funktionalität des Gesamtsystems. Hier ins Detail zu gehen würde beinahe den Rahmen sprengen und die Gesamtlänge der verlegten Rohre und Leitungen könnte von den Ausmaßen her einer Reise durch Europa gleichkommen. Anschaulich konnte Schmailzl den Weg der Leitungen bis in die Fachabteilungen vermitteln, über die wir im zweiten Teil unseres Betriebsrundganges berichten werden.

Dem Klinikum auf’s Dach steigen...

Nach so viel Untergrund und Klimatisierung, Heizung, Küche, Wäscherei etc. etc. - da zieht es einen förmlich auf’s Dach. Der Blick geht hinunter in den schönen Patientengarten. Die Baustelle vom neuen Geriatriezentrum zeigt schon einen klaren Umriss für die bald umgesetzte neue Baulichkeit. Der Patientengarten erscheint von hier oben nicht so groß wie er eigentlich ist - das muss an der Höhe liegen. Die Wege sind klar zu sehen und der Patient kann sich in einer parkähnlichen Anlage von den Strapazen erholen oder mit seinem Besuch einen Spaziergang machen. Es war 1992 ein großes Glück, dass die Außenanlagen des Klinikums in die Landesgartenausstellung mit einbezogen wurden. Noch heute kann man die gestalterische Hand der Fachleute und Künstler erkennen. Vom Dach des Klinikums aus hat man einen wunderbaren Blick über die Donaustadt und wer meint, Ingolstadt wäre nur ein schnöder Industriestandort, der hat weit gefehlt. Man sieht mehr Grün als Häuser und manch’ einer würde wohl kaum glauben, dass dort unten eine Stadt mit nahezu 130.000 Einwohnern lebt und pulsiert.
Diese Menschen und die vielen aus dem Ingolstädter Umland brauchen ein Krankenhaus, dass Vollversorgung garantieren kann. Auf diesem Betriebsrundgang, den uns Pressesprecher Joschi Haunsperger ermöglichte, möchten wir diesen Anspruch etwas ausleuchten und freuen uns schon heute auf den nächsten Teil - dann geht es ans Eingemachte, nämlich in die Fachabteilungen...!

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