Do. Mai 19th, 2022

Seit einem Jahr im Amt: Rückblick und Zukunftsaussicht
Karlshuld – Vor einem Jahr, mitten in der ersten Welle der Corona-Pandemie, hat Michael Lederer das Amt des. 1. Bürgermeisters von Karlshuld übernommen. Er löste seinen Amtsvorgänger Karl Seitle ab, welcher die Gemeinde 36 Jahre lang geleitet hatte und erst kürzlich, im Februar 2021, verstorben ist.
Auch wenn er zuvor schon jahrelang Mitglied des Gemeinderats und 2. Bürgermeister war und somit kein Neuling in der Regionalpolitik mehr ist, betont der Bürgermeister, dass er in seinem neuen Amt zunächst einmal ankommen und ein Gespür für seine Mitarbeiter bekommen musste. Auch einige Projekte aus der Zeit seines Vorgängers mussten noch erfolgreich abgeschlossen werden, allen voran das Haus für Kinder – das größte Projekte der letzten Jahrzehnte, das inzwischen als so gut wie fertig bezeichnet werden kann.

Als nächstes ist das Feuerwehrhaus dran
Nun, da die Kleinen im neuen, schönen, fertigen Haus für Kinder ihre Kindergartenzeit in vollen Zügen genießen können, steht als nächstes der Bau des neuen Feuerwehrhauses an. Herr Lederer hat das Projekt schon in der Rolle als 2. Bürgermeister unter der Leitung seines Amtsvorgängers mit angeschoben, und inzwischen ist die Planung sehr weit fortgeschritten. Ein fertiges, komplett durchdachtes Feuerwehrhaus ist schon konzipiert worden. Der erste Spatenstich wird höchstwahrscheinlich noch heuer, 2021, gesetzt werden und der Bürgermeister hofft natürlich auf eine schnelle Umsetzung, denn ein neues Feuerwehrhaus sei dringend notwendig.
Besonders vorteilhaft sei an dem Projekt, dass das Grundstück groß genug ist, um in Zukunft noch das ebenfalls schon seit einiger Zeit existierende Projekt Bauhof darauf zu realisieren.

Erweiterung der gemeinsamen Kläranlage Karlshuld/ Königsmoos
Ähnlich dringend ist die Sanierung und Erweiterung der Kläranlage, die sich die Gemeinde Karlshuld mit Königsmoos teilt. Die Gemeinden sind in den letzten Jahrzehnten deutlich angewachsen – Karlshuld ist sogar eine der am stärksten wachsenden Gemeinden des Landkreises Neuburg/Schrobenhausen – und gerade die Corona-Pandemie hat deutlich gemacht, dass die Kläranlage am Limit ist: Mehr Menschen als sonst waren zuhause, und die Pumpstationen der Kläranlage haben das Abwasser nur noch mit absoluter Höchstleistung oder überhaupt nicht mehr wegbringen können.
Die vielen Schwächen und Störungen, die mittlerweile an der 1986 errichteten Anlage bestehen, müssen angegangen werden und werden teurer werden als genommen: Bislang waren etwa 4 Millionen geplant, doch die Optimierung der Pumpstationen und Druckleitungen werden zusätzlich noch weitere 1,5 bis 2,5 Millionen Euro an Investitionen erfordern.
Doch finanzielle Abhilfe ist in Sicht, und zwar von Seiten des Freistaats Bayern: Schaffen es die Gemeinden, mit ihrer neuer Kläranlage CO2 einzusparen, erhalten sie eine Förderung. Momentan läuft diesbezüglich eine Potenzialanalyse.

Neubausiedlungen gegen die Wohnraumnot
Karlshuld ist beliebt, viele Menschen aus dem Umfeld, vor allem aus dem Raum Ingolstadt, zieht es in die sympathische Gemeinde mit der vorteilhaften Lage und Verkehrsanbindung. Das bringt eine ständig bestehende Wohnraumnot mit sich, welcher Michael Lederer mit der Errichtung zweier Neubaugebiete entgegenkommen möchte.
Eines von ihnen, ein 2,5 Hektar großes Grundstück in der Neuburger Straße, soll in den nächsten drei Jahren verkaufsfertig sein, sodass die Bürger dort – zu bezahlbaren Preisen – Grundstücke erwerben und ihre Eigenheime bauen können. Auch in der Kindergartenstraße könnten demnächst noch 50 Wohneinheiten entstehen.
Außerdem braucht Karlshuld Gewerbeplätze, denn das Industriegebiet ist voll. Auch wenn der Plan, neuen Raum für Karlshulds Gewerbetreibende zu schaffen, nicht ganz einfach zu realisieren ist, steht er auf der Prioritätenliste doch ganz weit oben, so der Bürgermeister.

Des Weiteren ist eine Tagespflege und eine Wohnsiedlung für ältere Menschen in Planung. Hier sollen sich Senioren günstig einmieten können, die in ihren großen Häusern altersbedingt nicht mehr zurechtkommen und sich deshalb nach einer kleineren, weniger anstrengenden Wohnung sehnen.

Der Bürgermeister freut sich über den Zusammenhalt in der Gemeinde
Michael Lederer ist mitten in der Corona-Pandemie – einer sehr außergewöhnlichen, fordernden Zeit – der neue Bürgermeister Karlshulds geworden, doch die schwierige Situation hat umso mehr gezeigt, dass die Gemeinde zusammenhält und viel schaffen kann: Gerade erst hat das Landratsamt in Zusammenarbeit mit dem BRK Ortsverband ein Corona-Schnelltest-Zentrum eröffnet, das erste überhaupt in den Ortschaften. Dort geben ehrenamtliche Mitarbeiter/innen ihr Bestes, um einen lückenlosen Ablauf der Tests zu gewährleisten.
Generell hat der Bürgermeister einen Gemeinderat hinter sich, der sehr gut mit- und zusammenarbeitet. Herr Lederer bezeichnet ihn als entscheidungsfreudig und offen für neue Wege. Stets steht eine Politik im Fokus, die Karlshuld weiterbringt und das Wohl der Gemeinde nie hinter bestimmte Fraktionsinteressen stellt. Das ist schon seit Jahren so, betont der Bürgermeister stolz, und wird sicherlich auch in Zukunft so bleiben. – brennessel Magazin

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