So. Jul 3rd, 2022

Hannover – Markus Hiermeier aus Wellheim im Landkreis Eichstätt hat sich in der Kategorie Geschäftsidee für den CeresAward 2022 qualifiziert. Er zählt damit bereits zu den 30 besten Landwirt*innen im deutschsprachigen Raum. Ob er am 12. Oktober in Berlin mit dem Sieg in seiner Kategorie ausgezeichnet oder sogar zum „Landwirt des Jahres“ gekürt wird, entscheiden fachkundige Juroren, welche die Kandidat*innen ab jetzt auf ihren Höfen besuchen und bewerten.

Es ist wieder so weit: agrarheute, die führende Informationsquelle zur deutschen Landwirtschaft aus dem Hause dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag, ermittelt im Rahmen des CeresAward die besten Landwirte und Landwirtinnen des Jahres 2022. Aus dem Landkreis Eichstätt hat sich für das Finale qualifiziert:

Markus Hiermeier: Eine Mohnmühle für das Altmühltal
Im landschaftlich reizvollen Altmühltal führt Markus Hiermeier als erster Landwirt eine Tradition fort, die es in Europa schon seit der Antike gibt: Er baut Mohn an, um daraus Öl zu pressen und dessen Samen zu ernten. Hiermeier hat sogar noch mehr zu bieten: Auch aus Sonnenblumenkernen, Hanfsamen und Kürbiskernen stellt er in seiner Mühle Öle her, die er nicht nur in seinem Hofladen und auf Regionalmärkten an, sondern auch an Großkunden wie Bäckereien verkauft. Entwickelt hat der Biobauer den heutigen Betrieb nach Aufgabe der Milchviehhaltung, um seiner Familie eine zukunftsfeste Perspektive zu schaffen.
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Der mit 20.000 Euro dotierte Preis ist die höchste Auszeichnung in der Landwirtschaft und wird in diesem Jahr zum neunten Mal verliehen. Der CeresAward richtet sich an alle Landwirte im deutschsprachigen Raum, die mit ihrem Betrieb einen besonders innovativen und nachhaltigen Weg gehen: Sie greifen den Trend in der Gesellschaft nach Regionalität und Umweltbewusstsein auf und schaffen es, durch clevere Ideen Mehrwert für die Umwelt und den Betrieb zu schaffen.

Aktuell brechen die fachkundigen Juroren auf, um sich vor Ort ein Bild der nominierten 30 Betriebe zu machen und die Landwirte und Landwirtinnen und ihre Familien in Deutschland und Österreich zu besuchen. Die Jury besteht aus je einem agrarheute-Fachredakteur, einem Repräsentanten eines Fachverbandes sowie einem Vertreter des jeweiligen Kategoriesponsors. Anschließend wählen sie aus den Finalisten die Preisträger der jeweiligen Kategorie. Aus deren Kreis wird wiederum der Landwirt oder die Landwirtin des Jahres ermittelt. Es werden Sieger in zehn Einzelkategorien ausgezeichnet: Ackerbauer, Energielandwirt, Biolandwirt, Junglandwirt, Rinderhalter, Schweinehalter, Geflügelhalter, Manager, Unternehmerin sowie Geschäftsidee. Die feierliche Preisverleihung, zu der über 400 Gäste aus Landwirtschaft und Politik erwartet werden, wird voraussichtlich am 12. Oktober in Berlin stattfinden.

Simon Michel-Berger, Chefredakteur von agrarheute, lobt die hohe Bandbreite an Betriebskonzepten, mit denen sich die Finalisten für den CeresAward beworben haben: „Der Trend zu Nachhaltigkeit und bewusster, regionaler Ernährung in der Gesellschaft hat die heutige Landwirtschaft geprägt. Sowohl im Umweltschutz, beim Tierwohl und in der Zusammenarbeit mit der Gesellschaft finden Landwirte spannende Lösungen für die Anforderungen, die an sie gestellt werden“. Außerdem macht Michel-Berger deutlich: „Wie wichtig Nahrungssicherheit und die Qualität unseres Essens sind, zeigt sich angesichts der massiv steigenden Lebensmittelpreise besonders. Wenn wir uns in Deutschland keine Gedanken machen müssen, ob wir uns morgen unser Essen noch leisten können, dann liegt das an der harten Arbeit unserer Landwirtinnen und Landwirte“.

Die 30 Finalisten für den CeresAward 2022 im Überblick:

Baden-Württemberg:
Norbert Steidle aus Deggenhausertal (Kategorie Biolandwirt)
Rainer Stadler aus Weinheim (Kategorie Geschäftsidee)

Bayern:
Michael Schrüffer aus 97215 Weigenheim (Kategorie Ackerbauer)
Frederick Cäsar aus 97534 Waigolshausen (Kategorie Biolandwirt)
Hannes Porzelt aus 96274 Itzgrund (Kategorie Energielandwirt)
Erwin Beisl aus Marklkofen (Kategorie Geflügelhalter)
Thomas Strauß aus Geiselhöring (Kategorie Geflügelhalter)
Markus Hiermeier aus Wellheim (Kategorie Geschäftsidee)
Christian Reichle aus Ottobeuren (Kategorie Junglandwirte)
Frieder Meidert aus Soyen (Kategorie Rinderhalter)
Manfred Aue aus Fürstenzell (Kategorie Schweinehalter)
Karin Kopold aus Brunnen (Kategorie Unternehmerin)

Brandenburg:
Benedikt Bösel aus Briesen (Kategorie Manager)

Niedersachsen:
Wilhelm Jochen Behn aus Groß Twülpstedt (Kategorie Ackerbauer)
Sönke Strampe aus Bad Bevensen (Kategorie Biolandwirt)
Benno Föcke aus Haselünne (Kategorie Energielandwirt)
Holger Hogt aus Itterbeck (Kategorie Geflügelhalter)
Stefan Golze aus Dassel (Kategorie Junglandwirt)
Christoph Becker aus Wietzendorf (Kategorie Manager)
Lena Timmermann aus Nordloh (Kategorie Rinderhalter)
Andreas Sprengel aus Bad Gandersheim (Kategorie Schweinehalter)

Nordrhein-Westfalen:
Christian Vincke aus Everswinkel (Kategorie Manager)
Katrin Schütz aus Arnsberg (Kategorie Rinderhalter)

Österreich:
Valentin Seiringer aus Wieselburg (Kategorie Ackerbauer)
Christoph Brandtner aus Sierndorf (Kategorie Geschäftsidee)
Martina Hopf aus Gaal (Kategorie Junglandwirt)

Rheinland-Pfalz:
Manuela Holtmann aus Gillenfeld (Kategorie Unternehmerin)

Sachsen-Anhalt:
Wouter Uwland aus Wettin-Löbejün (Kategorie Schweinehalter)

Schleswig-Holstein:
Rainer Carstens aus Friedrichsgabekoog (Kategorie Energielandwirt)
Urte Meves aus Eddelak (Kategorie Unternehmerin)

Mehr über den CeresAward und die Finalisten erfahren Sie unter:
www.ceresaward.de/shortlist-2022/    –  Agnes Michel-Berger, dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag

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