Di. Nov 29th, 2022

Wird Karin Kopold aus Brunnen Landwirtin des Jahres 2022?

Hannover – Wer wird Landwirtin oder Landwirt des Jahres 2022? Am 12. Oktober ist es so weit: Im Rahmen der Galaveranstaltung „Nacht der Landwirtschaft“ vergibt agrarheute, die führende Informationsquelle zur deutschen Landwirtschaft aus dem Hause dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag, in Berlin diese hohe Auszeichnung. 30 Landwirtinnen und Landwirte stehen in 10 Kategorien im Finale des CeresAward. Eine davon ist Karin Kopold aus Brunnen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Das Jurorenteam hat sise jüngst auf ihrem Hof besucht und beurteilt.

Karin Kopolds Kartoffel-Manufaktur ist genauso, wie man sich das vorstellt. Mit den eigenen Händen und mit Liebe entsteht eine ganze Palette hochwertiger Kartoffelprodukte. Für Kartoffelliebhaber der Himmel auf Erden. Vom Reiberdatschi, über Kartoffelsalat bis hin zu süßen Knödelvarianten reicht Kopolds Angebot. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts hat sich die Landwirtsfamilie in der kleinen Gemeinde Brunnen bei Schrobenhausen dem Kartoffelanbau verschrieben. Mit dem Kauf der Firma Beck‘s aus Niederbayern gelang der Unternehmerin im Jahr 2003 der Schritt vom reinen Kartoffelanbau hin zur Manufaktur. Mittlerweile unterstützen 14 Mitarbeiter Karin Kopold bei der Erfüllung ihres Traums. „Ich bin gerne kreativ und mag Langeweile überhaupt nicht. Ständig probiere ich neue Rezepte und Kartoffelsorten aus. Sind meine Kunden zufrieden, bin ich es auch“, beschreibt Kopold ihre Betriebsphilosophie.

Kopold ist in der Kategorie Unternehmerin für den mit 20.000 Euro dotierten CeresAward qualifiziert – der höchsten Auszeichnung in der Landwirtschaft. Vergeben wird der Award von agrarheute, der führenden Fachmedienmarke im Agrarbereich aus dem Hause dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag. Neben dem Gesamtsieger, dem Landwirt des Jahres, werden Sieger in den zehn Einzelkategorien Ackerbauer, Energielandwirt, Biolandwirt, Junglandwirt, Rinderhalter, Schweinehalter, Geflügelhalter, Manager, Unternehmerin und Geschäftsidee ausgezeichnet. Ins Finale für den CeresAward haben es nach einer umfangreichen Bewertung 30 Betriebe aus Deutschland und Österreich in den zehn Kategorien geschafft – also 3 Betriebe pro Kategorie. Eine hochkarätige Fachjury hat in den letzten Wochen alle Betriebe bei einer intensiven Betriebsbegutachtung ins Visier genommen. Die Jury jeder Kategorie besteht aus je einem agrarheute-Fachredakteur, einem Repräsentanten eines Fachverbandes sowie einem Vertreter des jeweiligen Kategoriesponsors.

Das Geheimnis, wer Gewinner in jeder Kategorie und wer Landwirtin/ Landwirt des Jahres wird, wird auf der Gala „Nacht der Landwirtschaft“ am 12. Oktober 2022 im Zoopalast in Berlin gelüftet: Hier werden die 10 Sieger der Kategorien und die Landwirtin oder der Landwirt des Jahres gekürt; aus dem Kreis der zehn Kategoriesieger wird die Landwirtin oder der Landwirt des Jahres ermittelt. Wie in jedem Jahr werden zu dieser Veranstaltung hochkarätige Persönlichkeiten aus der Agrarwirtschaft, Politik und Verbänden erwartet. Auftakt zur Gala ist ein Empfang um 18.00 Uhr mit anschließender festlicher Preisverleihung ab 19:30 Uhr.

Die Vielfalt der Landwirtschaft ist groß und dementsprechend unterschiedlich sind die Betriebe, die die Juroren in diesem Jahr im Rahmen ihrer Stippvisite auf den Höfen kennengelernt haben. Aber eines ist überall gleich: die Landwirtinnen und Landwirte im Finale des CeresAward zeichnen sich durch Ideenreichtum und ein starkes Engagement für Mensch, Tier und Natur aus.

Simon Michel-Berger, Chefredakteur von agrarheute: „Die Wahl für die Landwirtin oder den Landwirt des Jahres war in diesem wie immer sehr schwierig. Die Betriebe sind alle exzellent aufgestellt und erbringen beeindruckende Leistungen für Umweltschutz und Gesellschaft. Die Messlatte lag in diesem Jahr ausgesprochen hoch, entsprechend schwer ist es, nur eine oder einen ‚Besten‘ zu küren.“ Die Anforderungen, die heutzutage an die Landwirtschaft gestellt werden, seien insgesamt herausfordernd. Wer sich in einem solchen Umfeld vor anderen hervortut „macht wirklich einen bemerkenswerten Job. Das sind Pioniere in der Landwirtschaft, die die Branche voranbringen und der Gesellschaft vor Augen führen, dass Landwirtschaft eine zukunftsträchtige Branche ist“, so Michel-Berger. – Agnes Michel-Berger, CeresAward

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