Eichstätt, (upd) – Das Eichstätter Wetterjahr 2025 fügt sich in den bundesweiten Trend ein: Wie in ganz Deutschland war das Wetter in der Altmühlstadt geprägt von ungewöhnlicher Wärme, außergewöhnlich vielen Sonnenstunden und wenig Niederschlag. Für Eichstätt lassen sich diese Daten anhand der KU-Wetterstation nachvollziehen – allerdings mit kleinen Einschränkungen.
Da die Wetterstation auf dem Eichstätter Campus bis zum 19. Februar außer Betrieb war, liegen für die ersten Wochen des Jahres keine lokalen Daten vor. Für Januar und Februar, sowie die Jahresmitteltemperaturen und die Jahresniederschlagssumme wird deshalb auf die Daten der DWD-Wetterstation im gut drei Kilometer entfernten Landershofen zurückgegriffen. Aufgrund von Sensorausfällen wurden für Juli und August ebenfalls die Niederschlagsdaten der Station in Landershofen verwendet. Die gemessene Jahresmitteltemperatur betrug 9,3 °C und lag damit über dem langjährigen Durchschnitt der Referenzperiode 1961–1990 von 7,9 °C. Auffällig war die Trockenheit: Mit einer Niederschlagssumme von nur 591,4 mm wurden nur rund drei Viertel des langjährigen Mittels von 772,6 mm erreicht.
Bereits das Frühjahr zeigte sich ungewöhnlich trocken. Im März fielen nur 12,4 mm Niederschlag (langjähriges Mittel: 48,1 mm), im April sogar nur 12,8 mm. Beide Monate waren zudem überdurchschnittlich warm mit Durchschnittstemperaturen von 6,2 °C im März und 11,7 °C im April. Im April wurden bereits fünf meteorologische Sommertage mit Temperaturen über 25 °C registriert. Mit 262 Sonnenstunden war der April zudem ausgesprochen sonnig. Der Mai setzte diesen Trend fort: Mit 284 Sonnenstunden war er der sonnigste Monat des Frühjahrs. Die Durchschnittstemperatur lag bei 14,0 °C, der Niederschlag bei nur 36,7 mm verteilt auf zehn Tage – deutlich weniger als im langjährigen Mittel von 76,2 mm.
Der Juni brachte erstmals etwas mehr Regen mit 73,3 mm, allerdings immer noch auf moderatem Niveau. Gleichzeitig war er extrem warm: Die Durchschnittstemperatur lag bei 20,5 °C, am 29. Juni wurde mit 36,7 °C die Höchsttemperatur gemessen. Insgesamt wurden 25 Sommertage (Tagesmaximum über 25 °C) und 15 heiße Tage (Tagesmaximum über 30 °C) verzeichnet. Der Juli war etwas kühler mit 19,7 °C im Mittel, es konnten dennoch noch acht heiße Tage verzeichnet werden. Er brachte höhere Niederschlagsmengen (91,4 mm, gemessen in Landershofen), die sogar die des langjährigen Mittels leicht übersteigen (+13 mm). Der August war etwas trockener mit 41.8 mm Niederschlag (Landershofen). Die Durchschnittstemperatur lag bei 19,4 °C, es wurden 11 heiße Tage registriert.
Der September war der niederschlagsreichste Monat des Jahres. Mit 112,5 mm fiel fast ein Drittel des gesamten Jahresniederschlags in diesem Monat. Die größten Mengen wurden am 4. September (33,9 mm) und 24. September (23,3 mm) gemessen. Damit war der September der einzige Monat, der nasser ausfiel als das langjährigen Mittel (58,6 mm). Gleichzeitig nahm die Sonnenscheindauer deutlich ab auf 160 Stunden (August: 271 Stunden). Die Durchschnittstemperatur lag bei 14,6 °C. Der Oktober war wieder trockener (24,1 mm) und deutlich kühler (9,2 °C im Mittel). Am 31. Oktober trat mit –1,3 °C der erste Frost auf. Der Monat endete windig, was viele Eichstätterinnen und Eichstätter zum Drachensteigen nutzten.
Im November sanken die Temperaturen weiter, es wurden 13 Frosttage registriert. Der erste Schnee fiel am 24. November. Gleichzeitig setzte sich im Altmühltal eine ausgeprägte Nebelperiode durch, die bis in den Dezember hinein anhielt. Dies spiegelte sich in den Sonnenstunden wider: 55 Stunden im November, nur noch 26 Stunden im Dezember. Der Dezember begann zunächst mild mit 13,3 °C am 8. Dezember, kühlte zum Monatsende jedoch stark ab. Am 31. Dezember wurde mit –11,2 °C der tiefste Wert des Jahres gemessen.
Zusammenfassend war das Wetterjahr 2025 in Eichstätt leicht wärmer als im langjährigen Mittel und vergleichsweise trocken. Besonders der Sommer war von Hitze geprägt, auch wenn die Niederschläge im Juli zeitweise überdurchschnittlich ausfielen. Insgesamt bestätigen die Daten für Eichstätt weiterhin, was auch für ganz Deutschland zu beobachten ist: die Entwicklung hin zu wärmeren und tendenziell trockeneren Jahren. – Dr. Christian Klenk, KU Eichstätt-Ingolstadt
