Berlin: Die Pläne der Bahn, ihre Zugbegleiter mit sogenannten „Bodycams“ auszustatten, sorgen bei Datenschützern für Kritik.
Der hessische Landesbeauftragte Roßnagel warnte im „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ vor einem starken Eingriff in die Grundrechte von Passagieren. Aufnahmen seien nur anlassbezogen zulässig und müssten auf das geringstmögliche Maß beschränkt werden. Eine permanente Aufzeichnung lehnte er ab, stattdessen sollten die Geräte seiner Ansicht nach nur in „eskalierenden Situationen“ aktiviert werden. Die Stiftung Datenschutz plädierte zudem dafür, Fahrgäste genau darüber zu informieren, wenn sie gefilmt würden. Die Bahn hatte bei ihrem Sicherheitsgipfel gestern angekündigt, künftig alle Beschäftigten mit Kundenkontakt Körperkameras anzubieten. Hintergrund ist der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz vergangene Woche. – BR