So. Apr 21st, 2024

• Arbeitslosigkeit geht leicht zurück
• Quote sinkt auf 2,5 Prozent
• Heiße Phase am Ausbildungsmarkt
• Förderung der beruflichen Weiterbildung wichtiger denn je

„Man wünscht sich immer etwas weniger“, kommentiert Johannes Kolb, Vorsit-
zender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ingolstadt, die aktuelle Ent-
wicklung der Arbeitslosenzahlen. „Unser regionaler Arbeitsmarkt erweist sich
weiterhin als robust, konjunkturelle Schwächen sind verhalten spürbar. Der Rück-
gang der Arbeitslosigkeit Im April um insgesamt 138 Personen ist eher gering,
aber auch darauf zurückzuführen, dass Beschäftigte, die in der Vergangenheit
über die Wintermonate entlassen wurden, von den Betrieben nicht mehr freige-
stellt werden.“

Am Stichtag im zu Ende gehenden Berichtsmonat waren im gesamten Agenturbezirk
Ingolstadt, der neben dem Stadtgebiet Ingolstadt auch die Landkreise Eichstätt, Neu-
burg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen umfasst, 7.377 Bürgerinnen und Bürger von Ar-
beitslosigkeit betroffen. Im Vergleich zum Vormonat errechnet sich ein Rückgang um
138, im Vorjahresvergleich eine Zunahme um 1.312. Insbesondere bei nichtdeutschen
Staatsangehörigen und Frauen ist der Anstieg deutlich. Die Arbeitslosenquote sinkt um
0,1 Punkte auf 2,5 Prozent. Im April 2022 lag sie bei 2,1 Prozent.

Offene Stellen
Das Angebot an offenen Arbeitsstellen präsentiert sich mit insgesamt 4.716 – 106 mehr
als im März, 355 mehr als vor einem Jahr – erneut auf hohem Niveau. Die Vakanzen
umfassen ein breites Spektrum. Insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe, im Bereich
der Energie- und Elektrotechnik, in der Logistik, im Verkauf, im Bürobereich und in der
Pflege besteht großer Personalbedarf.

Ausbildungsmarkt
„Am Ausbildungsmarkt läuft die heiße Phase. Ende April sind uns noch 1.864 attraktive
Ausbildungsplätze zur Besetzung gemeldet. Alle Schülerinnen und Schüler, die noch
unschlüssig sind oder noch nicht die passende Lehrstelle gefunden haben, sollten sich
jetzt an die Berufsberatung für ein individuelles Beratungs- oder Vermittlungsgespräch
wenden“, rät Johannes Kolb. Kontaktaufnahme ist am schnellsten und einfachsten per
Mail möglich: Ingolstadt.Berufsberatung@arbeitsagentur.de.

Förderung beruflicher Weiterbildung
Im Agenturbezirk Ingolstadt nehmen aktuell 617 zuvor arbeitslos gemeldete Personen
an einer aus den Mitteln der Arbeitslosenversicherung geförderten beruflichen Weiterbil-
dungsmaßnahme teil. „In unserer schnelllebigen Arbeitswelt, die geprägt ist von Techni-
sierung, Flexibilisierung, Digitalisierung und Transformation sind Wissen und Qualifika-
tion unsere wichtigste Ressource. Mit dem Instrument der Förderung beruflicher Weiter-
bildung verfolgen wir das Ziel, von Arbeitslosigkeit Betroffene wieder nachhaltig in den
Arbeitsmarkt zu integrieren. Um eine dauerhafte Beschäftigung zu sichern, sollen Be-
schäftigungschancen erweitert und Beschäftigungsfähigkeit erhalten werden. Die Inves-
tition in Beschäftigungsfähigkeit legt den Grundstein zur Prävention von Arbeitslosigkeit,
gleichzeitig kann sie einen Beitrag zur Deckung des Fachkräftebedarfs leisten“, erklärt
Johannes Kolb.

Der Arbeitsmarkt im Stadtgebiet Ingolstadt und in den Landkreisen:

Im Stadtgebiet Ingolstadt hat sich die Zahl der arbeitslosen Personen im Berichtsmonat
April um 49 auf 2.663 verringert. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um 165
Personen. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt 3,3 Prozent und sank damit gegenüber
dem Vormonat um 0,1 Punkte. Vor Jahresfrist lag sie bei 3,1 Prozent. Aktuell gibt es
1.435 gemeldete unbesetzte Stellen, 36 weniger als im Vormonat.

Entgegen dem allgemeinen Trend stieg die Arbeitslosigkeit im Landkreis Eichstätt er-
neut leicht an. Zum Stichtag waren 1.761 Personen auf Arbeitssuche, 42 mehr als im
Vormonat, 650 mehr als vor Jahresfrist. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 2,3 Pro-
zent (Vormonat: 2,3 Prozent, Vorjahr: 1,4 Prozent). 1.218 Arbeitsstellen, 86 mehr als im
Februar, sind den Vermittlungsfachkräften aktuell als vakant gemeldet.

Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen hat sich die Zahl der von Arbeitslosigkeit be-
troffenen Personen im Vergleich zum Vormonat etwas verringert. 1.474 Landkreisbe-
wohner und damit 63 weniger als noch im März sind aktuell auf Jobsuche (April 2022:
1.132). Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,1 Punkte und pendelt sich bei 2,6 Prozent ein
(Vorjahr: 2,0 Prozent). 811 Arbeitsstellen sind als vakant gemeldet, acht mehr als im
Vormonat, 15 mehr als vor Jahresfrist.

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Pfaffenhofen ist im Vergleich zum März weiter ge-
sunken. Im zu Ende gehenden Monat waren an der Ilm 1.479 Bürgerinnen und Bürger
von Arbeitslosigkeit betroffen, 68 weniger als im Vormonat. Im Vorjahr waren 155 Per-
sonen weniger gemeldet. Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,1 Punkte und unterschreitet
mit sehr guten 1,9 Prozent (Vorjahr: 1,7 Prozent) die 2,0 Prozentgrenze. Das Arbeits-
platzangebot umfasst 1.252 offene Stellen und damit 48 mehr als im Vormonat und 139
mehr als im Vorjahr. – Peter Kundinger, Agentur für Arbeit Ingolstadt

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