So. Jul 21st, 2024

• Saisonal- und witterungsbedingter Anstieg der Arbeitslosigkeit• Außenberufe besonders betroffen• Quote klettert auf 2,9 Prozent„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im ersten Monat des neuen Jahres ist größten-teils saisonal- und witterungsbedingt. Betroffen von der vergleichsweise modera-ten Zunahme, einer der geringsten in einem Januar im vergangenen Jahrzehnt,sind in erster Linie die von männlichen Arbeitskräften dominierten Außenberufe,vor allem die Land- und Forstwirtschaft, der Gartenbau sowie der Baubereich unddie davon abhängige Logistik“, fasst Astrid Kutz, Geschäftsführerin Operativ beider Agentur für Arbeit Ingolstadt, die jüngste Entwicklung am regionalen Arbeits-markt zusammen.

Zum Zähltag im Januar waren im Stadtgebiet Ingolstadt und in den Landkreisen
Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen insgesamt 8.424 Personen von
Arbeitslosigkeit betroffen, 941 (davon 714 männlich) mehr als noch zum Ende 2023.
Gegenüber dem Januar des Vorjahres stieg die Zahl, der Beschäftigungssuchenden um
558 Bürgerinnen und Bürger. Die Arbeitslosenquote pendelt sich aktuell bei 2,9 Prozent
ein, ein Anstieg zum Vormonat um 0,3 Punkte. Vor Jahresfrist lag sie bei 2,7 Prozent.
Offene Stellen

Insgesamt 4.741 offene Arbeitsstellen, 34 weniger als noch im Dezember, aber 449 mehr
als vor Jahresfrist, sind den Vermittlungsfachkräften der Agentur für Arbeit Ingolstadt im
zu Ende gehenden Berichtsmonat zur Besetzung gemeldet. Der Zugang von insgesamt
538 vakanten Beschäftigungsmöglichkeiten war sowohl im Vormonats- (minus 12) als
auch im Vorjahresvergleich (minus 71) etwas rückläufig. Bedarf melden insbesondere
der Metallbau, Maschinen- Fahrzeug- und Elektrotechnik, der IT-Bereich, Handel und
Verkauf, der Logistiksektor und das Sozial- und Gesundheitswesen: „Das Schließen der
Fach- und Arbeitskräftelücke bleibt auch in 2024 ein absolut zentrales Thema“, erklärt
Astrid Kutz.

Bewerberseite
Die Struktur der arbeitslos gemeldeten Personen stellt sich aktuell wie folgt dar: Von den
8.424 Betroffenen sind 4.772 männlich, 3.652 weiblich, 840 zwischen 15 und unter 25
Jahren, 2.948 über 50 Jahre alt, davon 2.201 über 55 Jahre. 1.535 Bürgerinnen und
Bürger sind länger als ein Jahr arbeitslos, 596 schwerbehindert und 3.735 nichtdeut-
scher Herkunft.
Knapp die Hälfte (3.994) ist auf der Suche nach einer Beschäftigung im Helferbereich,
2.530 als Fachkraft und 1.078 Bürgerinnen und Bürger streben eine Spezialisten- bzw.
Expertenstelle an.

Job-Turbo
„Mit dem Job-Turbo möchte die Bundesregierung Geflüchtete noch schneller in Arbeit
bringen. Wer den Integrationskurs absolviert hat, soll so zeitnah wie möglich Arbeitser-
fahrung sammeln, die Deutschkenntnisse dabei erweitern und mit dem Ziel der nachhal-
tigen Integration parallel weiter qualifiziert werden“, erläutert die stellvertretende Agen-
turleiterin den Aktionsplan. Vom Job-Turbo können also nicht nur Geflüchtete, sondern
auch Unternehmen profitieren: „Firmen, die vakante Arbeitsplätze haben und das Poten-
zial Geflüchteter nutzen wollen, sollten ihren Ansprechpartner beim Arbeitgeberservice
der Agentur für Arbeit Ingolstadt kontaktieren“, rät Astrid Kutz. Dies ist auch per Mail möglich: Ingolstadt.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de

Der Arbeitsmarkt im Stadtgebiet Ingolstadt und in den Landkreisen:
Im Stadtgebiet Ingolstadt hat sich die Zahl der arbeitslosen Menschen im Berichtsmo-
nat Januar um 301 Personen auf insgesamt 2.931 Betroffene erhöht (Vorjahr: 2.914 Per-
sonen). Die aktuelle Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Punkte auf 3,6 Prozent. Vor Jahres-
frist lag sie ebenfalls bei diesem Wert. Zum Zähltag waren exakt 1.400 unbesetzte Stel-
len gemeldet, 52 weniger als vor Monatsfrist.

Im Landkreis Eichstätt stieg die Arbeitslosigkeit zum Beginn des neuen Jahres eben-
falls saisonal- und witterungsbedingt an. Zum Stichtag waren 1.886 Personen auf Ar-
beitssuche, 162 mehr als im Vormonat, 239 mehr als vor Jahresfrist. Die Arbeitslosen-
quote beläuft Ende Januar Dezember auf guten 2,5 Prozent (Vormonat: 2,3 Prozent,
Vorjahr: 2,2 Prozent). 1.178 Arbeitsstellen und damit fünf weniger als im Dezember, sind
den Vermittlungsfachkräften als vakant gemeldet.

Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ist die Arbeitslosenquote witterungs- und jah-
reszeitlich bedingt mit 3,0 Prozent im ersten Monat des neuen Jahres gegenüber dem
Dezember um 0,3 Punkte angestiegen (Vorjahr: 2,8 Prozent). Zum Stichtag wurden
1.737 Personen als arbeitslos gezählt, 192 mehr als im Vormonat, 119 mehr als noch
vor einem Jahr. 878 Arbeitsstellen sind als vakant gemeldet, 27 weniger als im Vormo-
nat, 144 mehr als vor Jahresfrist.

Auch im Landkreis Pfaffenhofen ist zum Start 2024 der alljährliche witterungsbedingte
Anstieg zu verzeichnen. Die Zahl der arbeitslos Gemeldeten erhöhte sich um 286 Per-
sonen auf 1.870. Gegenüber dem Januar des Vorjahres bedeutet dies einen Zuwachs
um 183. Die Arbeitslosenquote steigt gegenüber Dezember um 0,4 Punkte auf 2,5 Pro-
zent. (Vorjahr: 2,2 Prozent). Das Arbeitsplatzangebot umfasst 1.285 offenen Stellen und
damit 50 mehr als im Vormonat. Im Januar 2023 waren zum Vergleich 1.110 offene Stel-
len gemeldet. – Peter Kundinger, Agentur für Arbeit Ingolstadt 

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