Berlin: Der Protest mehrerer ostdeutscher Ministerpräsidenten gegen eine Abschaffung der abschlagsfreien Rente für besonders langjährige Versicherte hat auch innerhalb der Regierungskoalition neue Kontroversen ausgelöst.
SPD-Generalsekretär Klüssendorf stellte in der Bildzeitung klar, dass das Aus für die sogenannte Rente mit 63 eine Forderung der Union, nicht aber der SPD sei. Politiker von CDU und CSU pochten dagegen darauf, an der Abschaffung festzuhalten. Unionsfraktionschef Frei sprach von einem „wirklich klugen Vorschlag“ der Rentenkomission. CSU-Landesgruppenchef Hofmann mahnte in der Augsburger Allgemeinen mit Blick auf den Vorstoß der Ost-Ministerpräsidenten zur Koalitionsdisziplin. Die drei CDU-Ministerpräsidenten Kretschmer, Schulze und Voigt hatten gemeinsam gefordert, die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren doch zu erhalten. – BR
