Mo. Mai 20th, 2024

Berlin: Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, DIW, fordert die Aufhebung des Gasnotfallplans und einen Stopp der Bauarbeiten am LNG-Terminal auf Rügen. Laut DIW hat sich die Lage auf dem Gasmarkt nach der Energiekrise 2022 entspannt.
Eine Gasmangellage sei zu keinem Zeitpunkt eingetreten und auch nicht absehbar, so die Forscher. Das aktuell in der EU gespeicherte Gas reiche auch, wenn es im Februar und März noch sehr kalt wird. Die drei bestehenden schwimmenden LNG-Terminals in Deutschland seien zuletzt nur zur Hälfte ausgelastet gewesen. Den LNG-Infrastrukturausbau nennen die Wirtschaftswissenschaftler „überdimensioniert“. Vor allem mit Blick auf den Bau einer LNG-Anlandestelle auf Rügen sagte die DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert den Funke-Zeitungen, feste Terminals rechneten sich nur über Jahrzehnte im Betrieb. Bis dahin müsse der Ausstieg aus Gas als Energieträger aber längst erfolgt sein. – BR

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